Michael Schünemann tritt nicht erneut zur Wahl als Landrat an | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 04.05.2026 13:53

Michael Schünemann tritt nicht erneut zur Wahl als Landrat an

Landrat Michael Schünemann kandidiert nicht wieder. (Foto: Landkreis Holzminden)
Landrat Michael Schünemann kandidiert nicht wieder. (Foto: Landkreis Holzminden)
Landrat Michael Schünemann kandidiert nicht wieder. (Foto: Landkreis Holzminden)
Landrat Michael Schünemann kandidiert nicht wieder. (Foto: Landkreis Holzminden)
Landrat Michael Schünemann kandidiert nicht wieder. (Foto: Landkreis Holzminden)

Landrat Michael Schünemann hat entschieden, nicht erneut für eine weitere Amtszeit zu kandidieren – eine Entscheidung, die er nach eigenen Worten „nach intensiven Überlegungen und zahlreichen Gesprächen mit Familie, Wegbegleitern und politischen Partnern“ getroffen hat.

„Diese Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen und ich habe eine ganze Weile gebraucht, um mir darüber klar zu werden, zumal mich viele Menschen zu einer erneuten Bewerbung ermutigt und Unterstützung für eine erneute Kandidatur signalisiert haben, was mich sehr gefreut hat,“ erklärte Michael Schünemann. „Am Ende stand die Frage, ob ich bereit bin, noch einmal die volle Verantwortung für eine gesamte Amtszeit von acht Jahren zu übernehmen.“

Seine Antwort ist klar – und konsequent: „Dieses Amt duldet keine Halbherzigkeit. Es verlangt Klarheit, Kraft und die Bereitschaft, sich jeden Tag voll einzubringen. Acht weitere Jahre würden für mich bedeuten, diese Verantwortung bis ins 68. Lebensjahr zu tragen. Und ich bin überzeugt: Wer dieses Amt übernimmt, muss bereit sein, genau das zu tun – ohne Wenn und Aber.“

Seit 2019 steht Schünemann an der Spitze des Landkreises – Jahre, die ihn geprägt haben: „Es waren intensive, manchmal belastende, oft auch bewegende Jahre. Aber vor allem waren es Jahre voller Sinn. Dieses Amt ist für mich nie nur ein Job gewesen – es war Verantwortung, Verpflichtung und Herzensangelegenheit zugleich.“ Als Landrat an der Spitze „seines Landkreises“, in seiner Heimat dem Weserbergland zu stehen, hat ihn stets mit Stolz erfüllt.
Die Herausforderungen waren außergewöhnlich: die Corona-Pandemie, die Aufnahme von Geflüchteten, die sozialen und finanziellen Folgen globaler Krisen, aber auch die andauernde Schuldiskussion.

Besonders die Insolvenz des Krankenhauses in Holzminden habe ihn tief bewegt: „Das war ein Einschnitt, der uns allen viel abverlangt hat.“ Gleichzeitig sei es gelungen, im WeserMedZentrum, insbesondere mit MVZ und RGZ eine neue Perspektive zu schaffen – „ein Kraftakt, der nur gemeinsam möglich war“.

Trotz aller Krisen habe man den Blick nach vorn nie verloren.

Über 132 Millionen Euro investiert der Landkreis für neue Schulen in Delligsen und Eschershausen, sowie für die Förderschule in Bodenwerder und den Anbau an die Oberschule in Holzminden. 21,3 Millionen Euro fließen in das neue Rettungsdienstzentrum in Holzminden. Aktuell entsteht ein neuer und moderner Katastrophenschutzraum im WeserMedZentrum.

Der Breitbandausbau sowie die Verbesserung der Mobilfunkversorgung wurden konsequent vorangetrieben. Ebenso wurden die Erweiterung und Sanierung der Gebäude der Kreisverwaltung initiiert. Investitionen in Kreisstraßen, Radwege sowie Verbesserungen im Bus- und Bahnverkehr stärken die Infrastruktur des Landkreises nachhaltig. „Hinter all dem stecken nicht bloß Zahlen, sondern echte Zukunftsentscheidungen für unseren Landkreis“, so Schünemann.

Aber auch in der Verwaltung hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Nicht nur die Anbindungen der OZG Leistungen für den Bürger, die Erweiterung der Ausstattung zu modernen Arbeitsplätzen, die Einführung der elektronischen Akte. „Wir sind ein moderner, zukunftssicherer Arbeitgeber in der Region“, ist sich Schünemann sicher.

Bis zum Ende seiner Amtszeit will Schünemann weiterhin mit vollem Einsatz arbeiten: „In der kommenden Zeit bis zum Ende meiner Wahlperiode bleibe ich mit ganzem Herzen Landrat. Und ich werde alles daransetzen, die begonnenen Projekte zusammen mit dem amtierenden Kreistag erfolgreich weiterzuführen. Es liegt noch Arbeit vor uns, um wichtige Weichen für die Zukunft unseres Landkreises zu stellen.“

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