Es tut sich etwas auf dem Mühlenberg, oberhalb der B83 bei Steinmühle: Die Fläche am Senator Meyer-Denkmal wurde in den vergangenen Tagen erfolgreich gesichert und für die anstehenden, umfassenden Sanierungsmaßnahmen vorbereitet. Dafür wurde unter anderem auch der restliche, schon stark beschädigte Turm abgetragen. Die Gebäudewirtschaft des Landkreises hat damit eine wichtige Grundlage für die weiteren Arbeiten geschaffen. „Mit dem Abschluss der Vorbereitungen haben wir am Senator-Meyer-Denkmal einen wichtigen Meilenstein erreicht“, ist sich Landrat Michael Schünemann sicher.
Nach Angaben der Projektbeteiligten stand zunächst die Sicherheit im Vordergrund. Ziel war, Gefahrenquellen zu beseitigen und gleichzeitig die Voraussetzungen für eine eingehende Untersuchung des Untergrunds zu schaffen. „Diese Untersuchungen gelten als entscheidend für die Planung der nächsten Bauabschnitte, da sie Aufschluss über die Tragfähigkeit und Beschaffenheit des Geländes geben“, erklärt Kreisbaurat Ralf Buberti.
Trotz der laufenden Vorbereitungen soll die Anlage für Besucherinnen und Besucher jedoch weiterhin zugänglich bleiben. Besonders die Aussichtsplattform wird über die Sommermonate hinweg geöffnet sein und damit ein wichtiger Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen bleiben. Erst im Herbst ist vorgesehen, mit den weiterführenden Bauarbeiten zu beginnen.
Ein zentrales Element des Projekts ist die Errichtung eines Obelisken im Herzen des Denkmals. Landrat Schünemann und Kreisbaurat Buberti hatten die Idee für das neue Bauwerk entwickelt, nachdem die stark abgängige „Zigarre“ - ein Anfang es 20.Jahrhundert zu Ehren des Weserbergland-Tourismus-Begründers Senator Meyer von Laien errichteter Turm – baulich nicht mehr zu retten war. Zusammen mit Vertretern der ehemaligen Interessengemeinschaft und dem Enkel des Senators wurde beschlossen, auf jeden Fall zum 100-jährigen Jubiläum des Bauwerks eine angemessene Lösung für den Aussichtspunkt zu finden. „Nach aktuellem Stand gehen wir davon aus, dass uns das gelingt und alles rechtzeitig im nächsten Jahr fertiggestellt und aufgerichtet ist,“ stellt der Landrat fest. Damit würde ein bedeutendes gestalterisches und symbolisches Element des ursprünglichen Konzepts vollendet.
Parallel dazu arbeitet das Planungsteam derzeit am finalen Entwurf. Dieser soll in den kommenden Monaten mit den beteiligten Gemeinden sowie dem Kreisbaurat abgestimmt werden. Ziel ist es, eine tragfähige und mit allen Beteiligten diskutierte Lösung zu entwickeln, die sowohl den historischen Anspruch des Denkmals als auch die heutigen Anforderungen an Sicherheit und Nutzung erfüllt.
Mit der abgeschlossenen Sicherung der Fläche ist nun der Weg frei für die nächsten Schritte – und die Hoffnung, das Senator-Meyer-Denkmal in neuem Glanz und mit klarer Perspektive in die Zukunft zu führen.