Beim inklusiven Borgentreicher Verein Wir! So besonders! e.V. gab es in den vergangenen Tagen viel zu erleben. So stand am letzten Wochenende auch die monatliche Aktivität des Monats Mai auf der Agenda. Eine Wanderung vor der eigenen Haustür quasi.
„Wir haben am Samstag eine barrierefreie Wanderung durch das heimische Borgentreicher Liebestal durchgeführt und dabei viele Informationen über Obstbäume und Blühwiesen erhalten. Vom ursprünglichen Plan der Waldwanderung mussten wir leider Abstand nehmen, da wir keinen Förster gefunden haben, der uns entsprechende Informationen über das Ökosystem Wald hätte beibringen können. So haben wir stattdessen viel über neue und alte Sorten der Apfelbäume und was da vor Ort bei uns so wächst und gedeiht erhalten können. Es ist Wahnsinn, wie viele zig verschiedene Sorten Obstpflanzen und Blumen es gibt. Uns war es wichtig, das Ökosystem dahinter zu verstehen. Dazu gehört auch der Aspekt, wie wichtig Bienen und andere Insekten für unsere blühende Natur sind. Schnell vergisst man auch die unterschiedlichen Größen und Bedeutungen von Bäumen oder anderen Pflanzen, dabei ist diese Vielfalt total interessant. Auch über die Bedeutung von Bäumen für als Schattenspender der die heimischen Tiere, den Bestäubungsablauf der Pflanzen oder der Wichtigkeit von unbehandelten und biologischen Streuwiesen haben wir viel lernen dürfen“, berichtet Vereinsvorstandsmitglied Natalia Friesen, die ihre Ausführungen wie folgt fortsetzte: „Mir war dies bereits bekannt, doch sicher wussten einige noch nicht davon, dass beispielsweise der Apfelsaft, der aus den Bäumen dort gewonnen wird, auch bei uns in Borgentreich im REWE verkauft wird und somit echte Regionalität bietet. Es war ein informativer und interessanter Nachmittag. Auf dem Rastplatz im Liebestal haben wir dann noch eine Pause gemacht und dabei ein paar Snacks und Proviant zu uns genommen. Nach der kurzen Pause und der Stärkung an unserem eigenen Kuchenbüffet haben wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht. Die Kids wollten dann unbedingt noch auf den Mehrgenerationenspielplatz in Borgentreich, so dass wir dorthin noch einen kleinen Abstecher gemacht haben, wo die Kids sich an der Schaukel und den anderen Spielgeräten noch einmal richtig austoben konnten. Die Kinder hatten viel Spaß dabei, so dass es am Ende ein gelungener und unvergesslicher Ausflug war, abgerundet von dem größtenteils tollen und sonnigen Wetter.”
Am 23. Mai steht dann die nächste Aktivität im Jahreskalender des inklusiven Vereins aus der Orgelstadt auf der Agenda. „Wir richten dort ein Igelfest aus. Es soll darum gehen, wie wir die Igel schützen können, aber auch darum, wie man handeln sollte, wenn man einen verletzten Igel findet. Mit Musik und Tanz, einer Hüpfburg und einem Trampolin ist für jeden Geschmack etwas dabei. Für das leibliche Wohl wird ebenfalls gesorgt sein“, verrät Friesen.
Zudem sei man derzeit auf einem guten Weg, was die Gründung einer Wohngemeinschaft für Menschen mit Förderbedarf in Borgentreich angeht. „Ich habe im Mai einen Termin bei einem Verein in Detmold, der uns dabei unterstützen möchte“, berichtet die Vereinsvorsitzende.