Zehntklässler der Erd-Charta-Schule besuchen Gedenkstätte Buchenwald | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 27.03.2026 09:16

Zehntklässler der Erd-Charta-Schule besuchen Gedenkstätte Buchenwald

Klasse 10b vor dem Mahnmahl. (Foto: privat)
Klasse 10b vor dem Mahnmahl. (Foto: privat)
Klasse 10b vor dem Mahnmahl. (Foto: privat)
Klasse 10b vor dem Mahnmahl. (Foto: privat)
Klasse 10b vor dem Mahnmahl. (Foto: privat)

„Nie wieder ist jetzt!“ Mit diesen Gedanken verabschiedeten sich die ZehntklässlerInnen der Erd-Charta-Schule Warburg/ Borgentreich von der Gedenkstätte Buchenwald. Die Jugendlichen beider Standorte hatten im März drei Tage lang die Gelegenheit, sich intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. „Buchenwald bedeutet eine Konfrontation mit Tätern und Opfern. Man kann sich an diesem Ort der Geschichte nicht entziehen. Die Brutalität der Täter und das Leid der Opfer werden hier greifbar. Buchenwald liefert Denkanstöße für zukünftiges Denken und Handeln der Jugendlichen“, so Susanne Wiegers, Abteilungsleiterin der Schule. Eine Schülerin fasst ihre Eindrücke mit den Worten: „Ich habe die Kälte des Ortes gespürt!“, zusammen.

Beim Betreten des ehemaligen Lagergeländes eröffnet sich ein Blick auf den Appellplatz und den Bereich der ehemaligen Baracken. Das Lagertor mit der Inschrift „Jedem das Seine“ erinnert an die ca. 260.000 Menschen aus unterschiedlichen Nationen, die hier zwischen 1937 und 1945 inhaftiert und der Willkür der Aufseher ausgeliefert waren. „Die Anzahl der ca. 60.000 Todesopfer hat mich stark berührt“, war der Tenor vieler Schülerinnen und Schüler. Im ehemaligen Effektengebäude beeindruckt die Ausstellung persönlicher Gegenstände. Fotografien, Briefe und Kleidungsstücke stellen einen persönlichen Bezug zu den Häftlingen dar und erzählen deren individuelle Geschichten. Buchenwald hinterlässt Spuren: „Mich hat geschockt, dass Menschen zu so einem Handeln fähig sind. Dieser Ort hat mir die Geschichte nähergebracht und ich habe verstanden, was im Nationalsozialismus für Gräueltaten passiert sind.“ Die Auseinandersetzung mit Buchenwald fordert dazu auf, sich mit Fragen von Verantwortung, Zivilcourage und Menschlichkeit auseinanderzusetzen. In abendlichen Reflexionsrunden wurden diese Themen aufgegriffen.

Ein Besuch in Weimar komplementiert das Programm. Die geschichtsträchtige Stadt bietet den Jugendlichen die Möglichkeit, weitere kulturelle und historische Eindrücke zu sammeln und das Erlebte in einem anderen Kontext zu reflektieren.

Zusammenfassend zeigt der Besuch, wie wichtig es ist, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, um für Toleranz, Menschlichkeit und ein friedliches Miteinander einzustehen.

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