Der Präsident des Landtages NRW André Kuper war in diesem Jahr zu Gast beim 10. Kolping-Diözesantag der älteren Generation bei der Kolpingsfamilie Borgentreich. Vor 150 Gästen aus dem Diözesanverband sprach André Kuper in der Borgentreicher Schützenhalle zum Thema „Demokratie, Europa und die Verantwortung in einer älter werdenden Gesellschaft“.
Beim kleinen Jubiläum des Kolping-Seniorentages ging der Kolpingbruder und erste Repräsentant des Landes NRW vom Wirken Adolph Kolpings aus, um dann auf die heutige Zeit mit seinen Herausforderungen einzugehen. Dabei machte André Kuper die Bedeutung der Demokratie und des förderlichen Streitens deutlich. Den Verbänden wie der Kolpingsfamilie kommt eine besondere Aufgabe zu: „Zuhören, erklären, Menschen mitnehmen und handeln, wie Adolph Kolping es getan hat, das kann Kolping heute zur Stärkung der Demokratie tun. Für die Demokratie braucht es die Erfahrung der Älteren und die Energie der Jüngeren.“ so Kuper.
Eine nette Geste an André Kuper kam mit einem Miniaturschuh vom Kolpingbruder Josef Kemper aus Scherfede. Der 91-jährige Schuhmachermeister fertigt seit Jahren diese Kleinstmodelle für Menschen, denen er eine Freude machen möchte.
Die beiden Organisatoren und Gastgeber Konrad Bröckling vom Kolping-Diözesanverband Paderborn und die Bezirksvorsitzende Angelika Flore von der Kolpingsfamilie Borgentreich konnten neben dem Landtagspräsidenten und vielen Gästen besonders auch Landrat Michael Stickeln, Bürgermeister Nicolas Aisch und Kolping-Diözesanvorstand Carsten Viermann begrüßen. Diese nahmen auch die Gelegenheit zu einem Grußwort an die Gäste wahr.
Bürgermeister Nicolas Aisch nahm die Gelegenheit des Tages wahr, und bat André Kuper um einen Eintrag in das Goldene Buch der Orgelstadt.
Bei Kaffee, Kuchen und Schnittchen fand ein reger Austausch der Gäste aus den Kolpingsfamilien des Diözesanverbandes statt. Für viele war es nach langer Zeit mal wieder ein fröhliches Wiedersehen alter Bekannter.
Mit verdientem Beifall wurden die ukrainischen Lieder der Schülerin Lolita Bugreeva bedacht, die seit dem Krieg in der Ukraine mit ihrer Familie in Borgentreich lebt und die Veranstaltung mit ihrem beeindruckenden Gesang bereicherte.
Schautafeln von Borgentreich und dem Kreis Höxter vermittelten den teils weit angereisten Besuchern einen Einblick in die Region. Fair gehandelte Kolpingartikel wie den Tatico-Kaffee zugunsten der südamerikanischen Kaffeebauern gab es am Stand des Vorsitzenden der Kolpingsfamilie Borgentreich Jürgen Muhs zu erwerben.
Die Besichtigung des Orgelmuseums war ein weiterer Tagesordnungspunkt. Hierzu hatte Regionalkantor Jörg Kraemer den Teilnehmern zuvor eine Einführung in die Borgentreicher Barockorgel und das Museum gegeben.
Bei der Abschlussmesse mit dem Kolping-Präses Pastor Ullrich Birkner erfüllten die Klänge der bedeutenden Barockorgel die St. Johannes-Baptist-Pfarrkirche. Beifall gab es dabei für die Darbietung der Tanzgruppe „Elation“ der Kolpingsfamilie Borgentreich unter Leitung von Sophia Geilhorn.