Zentrale Wasserenthärtung | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 16.03.2026 10:18

Zentrale Wasserenthärtung

Ab Juli soll die Enthärtungsanlage in Betrieb gehen, (v.l.) Bürgermeister Alexander Kleinschmidt, Christof Münstermann und Dominik Schlenhardt (Stadt Brakel) sowie Raimund Giefers (Vorsitzender des Betriebsausschusses). (Foto: Stadt Brakel)
Ab Juli soll die Enthärtungsanlage in Betrieb gehen, (v.l.) Bürgermeister Alexander Kleinschmidt, Christof Münstermann und Dominik Schlenhardt (Stadt Brakel) sowie Raimund Giefers (Vorsitzender des Betriebsausschusses). (Foto: Stadt Brakel)
Ab Juli soll die Enthärtungsanlage in Betrieb gehen, (v.l.) Bürgermeister Alexander Kleinschmidt, Christof Münstermann und Dominik Schlenhardt (Stadt Brakel) sowie Raimund Giefers (Vorsitzender des Betriebsausschusses). (Foto: Stadt Brakel)
Ab Juli soll die Enthärtungsanlage in Betrieb gehen, (v.l.) Bürgermeister Alexander Kleinschmidt, Christof Münstermann und Dominik Schlenhardt (Stadt Brakel) sowie Raimund Giefers (Vorsitzender des Betriebsausschusses). (Foto: Stadt Brakel)
Ab Juli soll die Enthärtungsanlage in Betrieb gehen, (v.l.) Bürgermeister Alexander Kleinschmidt, Christof Münstermann und Dominik Schlenhardt (Stadt Brakel) sowie Raimund Giefers (Vorsitzender des Betriebsausschusses). (Foto: Stadt Brakel)

Trotz einiger Herausforderungen soll die zentrale Wasserenthärtung in Brakel ab Juli 2026 in Betrieb genommen werden - und damit ein halbes Jahr später als geplant. Die Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren, damit im Mai mit einem umfangreichen Probe- und Einfahrbetrieb begonnen werden kann.

„Zuletzt war die Fertigstellung für Ende des Jahres 2025 geplant”, erklärt Christof Münstermann als technischer Betriebsleiter. Aufgrund der aktuell sehr hohen Auslastung der Fachfirmen, des deutschlandweit zunehmenden Fachkräftemangels und der Lieferschwierigkeiten für bestimmte Baugruppen sei es aber leider zu Verzögerungen in den einzelnen Bauabschnitten gekommen. Diese Hindernisse hätten aber nun überwunden werden und die Verzögerung auf rund sechs Monate begrenzt werden können, so Münstermann. „Unsere Bürgerinnen und Bürger hatten sich in einer Umfrage bereits 2017 für die zentrale Wasserenthärtung in Brakel ausgesprochen”, ergänzt Bürgermeister Alexander Kleinschmidt. „Auch wenn nun eine zeitliche Verzögerung hinzunehmen ist, liegen wir aufgrund der umfangreichen Projektgröße und mit Blick auf die Vorteile der Wasserenthärtung in einem der Maßnahme entsprechenden Rahmen”, so Kleinschmidt weiter. Für die Inbetriebnahme der Enthärtungsanlage mussten bereits im Vorfeld zahlreiche zusätzliche Projektmaßnahmen koordiniert und umgesetzt werden. So wurde ein neuer Brunnen an der Trinkwassergewinnungsanlage Ostheim errichtet, neue Leitungen für Roh- und Reinwasser auf insgesamt über drei Kilometern Länge verlegt, ein weiterer Hochbehälter Am Galgenberg erbaut und eine neue Trafostation zur Energieversorgung der Enthärtungsanlage und Kläranlage installiert. Darüber hinaus erfolgte noch eine Modernisierung der Pumpen in den bestehenden Brunnen.

Auch für die Versorgung der Ortschaft Schmechten mit enthärtetem Trinkwasser waren gezielte Maßnahmen zu ergreifen, da keine Leitungsverbindung zur Kernstadt bestand. Diese Maßnahmen sichern künftig die zuverlässige Wasserversorgung und den reibungslosen Betrieb der neuen Anlage. Neben den Einsparungen für Reinigungs-, Entkalkungsmaßnahmen und Energiekosten für die einzelnen Haushalte können künftig in Brakel jährlich rund 67 Tonnen Salz vermieden werden, welches nicht mehr für private Enthärtungsanlagen zur Regeneration eingesetzt werden braucht, was Ressourcen schont und der Umwelt zugutekommt. „Wir sind wirklich froh, nach den umfangreichen und zeitintensiven Vorbereitungen des Projektes nun bald an den Start gehen zu können”, teilt der Vorsitzende des Betriebsausschusses, Raimund Giefers, abschließend mit.

Die Stadt Brakel dankt allen Bürgerinnen und Bürgern für Ihr Verständnis und die Geduld und freut sich, diesen wichtigen Beitrag zu einer verbesserten Trinkwasserqualität bald zum Abschluss bringen zu können!

Haushalte mit privaten Enthärtungsanlagen

Mit der Inbetriebnahme der zentralen Trinkwasserenthärtung wird das Trinkwasser künftig bereits im Wasserwerk gezielt aufbereitet. Es erreicht Sie dann mit einem Härtegrad von etwa 8-9 °dH (Grad deutscher Härte) und liegt damit im Härtebereich „weich” bis „mittel”. Durch diese Einstellung wird die Kalkbildung in Leitungen und Haushaltsgeräten deutlich reduziert, werden günstige Bedingungen für den Schutz Ihrer Leitungen, Armaturen und Warmwasserbereiter geschaffen, (das Wasser, welches das Wasserwerk verlässt, wurde so aufbereitet, dass es weder kalkabscheidend noch kalklösend wirkt), verringert sich der Reinigungsaufwand im Haushalt spürbar (z. B. weniger Kalkflecken an Armaturen, Fliesen und Gläsern). Eine zusätzliche Enthärtung ist in der Regel nicht mehr erforderlich, eine weitere Absenkung der Wasserhärte unter etwa 8 °dH bietet in Haushalten in der Regel keinen technischen Vorteil. Wenn Sie Ihre private Enthärtungsanlage außer Betrieb nehmen, sparen Sie Wartungs- und Betriebskosten (z. B. Salz, Strom, Service). Wenn Sie Ihre Anlage dennoch weiter betreiben möchten, lassen Sie diese bitte von einem Fachbetrieb auf die neuen Wasserwerte einstellen, um eine Überenthärtung zu verhindern und mögliche Folgeschäden an der Hausinstallation zu vermeiden. Sofern noch Fragen bestehen, senden Sie diese gerne an trinkwasser@brakel.de.

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