Die Stadt Brakel hat im Mai dieses Jahres auf einer rund 1000 Quadratmeter großen Überhangfläche auf dem Brakeler Friedhof eine neue Blühwiese angelegt. Ziel dieses Projekts war es, ein pflegearmes, naturnahes und insektenfreundliches Biotop entstehen zu lassen, das einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt leistet und über viele Jahre Bestand hat. Darüber hinaus sollte eine Ruhe-Oase entstehen, die den Besucherinnen und Besucher des Friedhofes zur Verfügung gestellt werden sollte.
„Auch dieses Projekt zeigt wieder ganz beeindruckend, wie durch das engagierte Miteinander vieler Beteiligter ein wertvoller Lebensraum für die Natur und zugleich ein Ort der Ruhe und zum Verweilen entstehen konnte“, sagt Bürgermeister Alexander Kleinschmidt.
Viele verschiedene Akteure hatten zum Gelingen dieses Gemeinschaftsprojektes beigetragen: Die fachgerechte Bodenbearbeitung für die Blühwiese wurde erneut durch den ortsansässigen Gemüsebauern Johannes Kahle durchgeführt. Das ausgesäte, mehrjährige Saatgut stammt zum Teil aus naturschutzfachlichen Beständen des NABU. Forstwirt Stefan Temme kreierte mit seiner Motorsäge aus einem abgestorbenen Baum eine besondere Ruhebank, die die Besucherinnen und Besucher zum Verweilen einlädt. Die Bearbeitung der dekorativen Pflanzenscheibe und sowie der Transport der Insektenhotels erfolgte durch das Brakeler Bauhof-Team. Die gärtnerischen und gestalterischen Arbeiten, wie Einsaat der Fläche, Pflanzungen und Wegeführung, aber auch die Herstellung der neuen Insektenhotels, wurden durch die beiden Friedhofsgärtner Franzisca Hoffmann und Heiner Balke übernommen.
Diese neugestaltete Fläche stellt eine besondere Bereicherung auf dem Brakeler Friedhof dar, für den Naturschutz und die Friedhofsbesucherinnen und -besucher. Mit diesem Gemeinschaftsprojekt setzt die Stadt Brakel ein weiteres Zeichen für nachhaltige Friedhofsgestaltung und Naturschutz. Die neue Blühwiese, die zu verschiedenen Zeiten blüht, wird nicht nur das Friedhofsbild bereichern, sondern auch Bienen, Schmetterlingen und weiteren heimischen Tieren einen neuen Lebensraum bieten.