Die Traum-Location für jeden Mittelalter-Enthusiasten: In Sichtweite des Welterbes Corvey, im Archäologie-Park, fand der heiß erwartete Anno 1250-Markt statt und lud Familien sowie Freunde und Fans des sogenannten Dunklen Zeitalters über drei Tage hinweg zum Verweilen ein. Auf zur Zeitreise, hinein in eine Welt schillernder Fantasie und Historie. Märchen und Sagen, aber auch althergebrachte Handwerke und Traditionen machten ihre Aufwartung.
Das Groß-Event lieferte in der tat die Bühne für vielerlei Schausteller. So konnten große und kleine Besucher gleichermaßen staunend bei historischen Handwerken zuschauen, etwa dem Spinnen von Wolle, dem Seilen von, ja, Seilen oder – natürlich – dem Schmieden. Bei der allgegenwärtigen Sommertemperatur mochte es nicht schwer gewesen sein, das Eisen zu erweichen. Glücklicherweise gab es auch damals schon Erfrischungen, vom Apfelsaft bis zum Honigwein.
Wem danach war, der durfte auch gern mal selbst ein authentisches Schwert halten, das Gewicht eines Holzschildes erfühlen oder in eine schwere Rüstung schlüpfen. Freundliche Vertreter der Ritter-Szene halfen gern aus und wussten manch Anekdote zu berichten. Hin und wieder ging es auch ans Eingemachte, wenn die Schaukämpfer loslegten.
Speziell für junge Besucher bot sich mit dem Archäologie-Park als Bühne große Unterhaltung, so war etwa der Spielplatz inklusive. Aber auch das Programm war nicht müde. So ging beispielsweise der Ruf durchs Lager nach heldenhaften Kindern, die helfen mussten, einen Kirchenschatz zurück zu erobern. Da ging es wild zu, wenn etwa junge Helden mit (Schaumstoff-)Schwertern gegen Schildwälle anrennen durften.
Klangvoll ging es gleichfalls wild zu, mit Sackpfeifen, Trommeln und allerlei spaßigen bis zotigen Gesängen kam urige Party-Stimmung auf. Dass dabei auf den Tischen getanzt wurde, verstand sich von selbst.
Starke Programmpunkte waren natürlich auch das große Ritterturnier, das sowohl mit berittener Akrobatik als auch einer tüchtigen Prise Humor für Begeisterung sorgte, und der Premiere-Gast „Fangdorn“, ein echter Drache (ja, ganz ehrlich)! Besagtem Drachen wurde unter anderem versprochen, er dürfe in der Weser baden. Bei dem Sommerwetter gewiss eine lohnende Aussicht.