Das St. Ansgar Krankenhaus der KHWE in Höxter ist als regionales Traumazentrum (RTZ) zertifiziert. Mit der Auszeichnung durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) wird die hohe personelle, organisatorische und technische Expertise des Standorts Höxter in der Versorgung schwerstverletzter Patienten bestätigt. „Damit stärkt das Krankenhaus die Notfallversorgung im Kreis Höxter und der gesamten Region“, sagt KHWE-Geschäftsführer Christian Jostes.
Schwere Verkehrsunfälle, Arbeitsunfälle oder andere lebensbedrohliche Verletzungen erfordern eine schnelle und hochqualifizierte medizinische Versorgung. Dabei spielt insbesondere die erste Stunde nach einem Unfall eine entscheidende Rolle für den weiteren Behandlungsverlauf. Umso wichtiger sind eingespielte Abläufe zwischen Rettungsdienst und Klinik.
Bereits während des Transports werden wichtige Informationen über den Zustand und die Verletzungen des Patienten an das Krankenhaus übermittelt. So können sich die Behandlungsteams vorbereiten und notwendige Maßnahmen unmittelbar nach der Ankunft einleiten. Im St. Ansgar Krankenhaus steht dafür rund um dir Uhr ein speziell geschultes Notfallteam bereit. Ein Facharzt für Unfallchirurgie ist jederzeit verfügbar und kann bei Bedarf weitere Spezialisten in die Versorgung einbinden.
Die Behandlung schwerstverletzter Patienten erfolgt interdisziplinär in enger Zusammenarbeit mit den Kliniken für Anästhesie, Viszeral- und Gefäßchirurgie sowie dem Institut Radiologie. Herzstück der Akutversorgung ist der modern ausgestattete Schockraum. Hier werden schwerstverletzte und mehrfachverletzte Patienten unter optimalen Bedingungen untersucht und versorgt.
„Die Zertifizierung als regionales Traumazentrum wird nur an Kliniken vergeben, die umfangreiche Qualitätsanforderungen erfüllen und ihre Expertise in der Versorgung Schwerstverletzter nachweisen können“, erklärt Standortleiterin Juliane Gierke.
Die Versorgung schwerstverletzter Patienten stellt höchste Anforderungen an alle Beteiligten. „Die Zertifizierung bestätigt die hohe fachliche Kompetenz unserer Mitarbeiter und die hervorragende Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen und Fachbereiche. Exzellente Polytraumaversorgung ist die Leistung eines hochqualifizierten Teams, wie wir es hier in Höxter haben“, sagt PD. Dr. Antonio Ernstberger, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie.
Das Traumazentrum des St. Ansgar Krankenhauses ist zudem Teil des Traumanetzwerks OWL. In diesem Netzwerk arbeiten Kliniken aus Ostwestfalen eng zusammen, um die Versorgung schwerverletzter Patienten kontinuierlich weiterzuentwickeln und eine bestmögliche Behandlung in der Region sicherzustellen.