Für die Leitstelle des Kreises Höxter geht mit 2025 erneut ein arbeitsreiches Jahr zu Ende. „In der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 wurden in der Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst des Kreises Höxter in Brakel insgesamt 38.656 Einsätze bearbeitet“, blickt Leitstellenleiter Daniel Wulf zurück.
Diese Einsätze beziehen sich auf Hilfeersuchen von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Kreis Höxter und Gebieten angrenzender Kreise und Länder, die die Leitstelle Kreis Höxter in der Notfallrettung mit zu versorgen hat.
Das Einsatzaufkommen im Bereich Rettungsdienst betrug 35.894 Einsätze, für den Bereich der Feuerwehr waren 2.762 Einsätze zu verzeichnen. Somit mussten durch die Leitstelle des Kreises Höxter insgesamt 38.656 Einsätze organisiert und koordiniert werden.
Im Jahr 2024 gab es insgesamt 37.302 Einsätze, davon 34.449 Rettungsdienst- und 2.853 Feuerwehreinsätze. „Somit ist das Einsatzaufkommen in 2025 im Rettungsdienst und bei den Feuerwehren leicht gestiegen und bleibt damit auf einem hohen Niveau“, so Leitstellenleiter Wulf.
Für die Feuerwehren im Kreis Höxter gab es in der Silvesternacht 11 Einsätze abzuarbeiten. Besonders fordernd war dabei ein Dachstuhlbrand im Höxteraner Ortsteil Ottbergen. Rund 100 Einsatzkräfte waren hier über mehrere Stunden gefordert, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Glücklicherweise gab es bei diesem Einsatz keine Verletzten.
Die weiteren 10 Einsätze im Kreisgebiet bezogen sich primär auf kleinere Brandereignisse, darunter mehrere brennende Hecken sowie Mülleimerbrände, die durch Feuerwerkskörper ausgelöst wurden.
Der Rettungsdienst im Kreis Höxter musste zum Jahreswechsel 12 silvesterbedingte Einsätze bearbeiten.
Neue Rettungstransportwagen im Einsatz:
Insgesamt 13 neue Rettungstransportwagen (RTW) wurden in diesem Jahr vom Kreis Höxter in den Dienst gesetzt. Die baugleichen Fahrzeuge sind mit neuester Medizintechnik ausgestattet und bieten den Rettungsteams verbesserte Arbeitsbedingungen. Sie verfügen über ein Telenotarztsystem sowie ergonomischen Fahrtragen. Die Fahrzeuge weisen jeweils 190 PS und ein Gewicht von 5,5 Tonnen auf.
Großübung am 6. März 2025:
Mit einer groß angelegten Einsatzübung des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen simulierte der Kreis Höxter zwischen Brakel-Erkeln und Brakel-Rheder am Donnerstag, 6. März 2025 einen schweren Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte bei der Bergung und Versorgung vieler Verletzter realitätsnah zu trainieren und zu verbessern. Rund 130 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes des Kreises Höxter, der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen nahmen an der Übung teil. Rund 30 Einsatzfahrzeuge, darunter Rettungswagen, Notarzteinsatzwagen, Fahrzeuge des Katastrophenschutzes und der teilnehmenden Hilfsorganisationen, waren im Einsatz.
Blaulichttag am 17. Mai 2025:
Zum zweiten Mal hat der Kreis Höxter die Großübung „Blaulichttag” durchgeführt, um das Zusammenspiel aller Kräfte für den Ernstfall zu proben. Geübt wurden die realistischen Einsatzszenarien unter Einbindung von Rettungsdienst, Polizei, Feuerwehr, THW und DLRG. Auf dem Areal am Mühlenweg in Rimbeck, das heute dem Kranbetrieb Hartinger gehört, wurden 24 realitätsnahe Einsatzübungen absolviert. 230 Personen waren beteiligt. Aus dem alten Milchwerk wurde kurzerhand die fiktive „Kranstadt Hartingen“, für die es sogar eine Internetseite gibt.
Übung in Steinheim am 25. Oktober 2025:
Was tun, wenn bei einem Konzert mit 70.000 Menschen plötzlich ein schwerer Verkehrsunfall passiert? Genau dieses Szenario haben am 25. Oktober 2025 rund 200 Einsatzkräfte aus dem Kreis Höxter bei einer Großübung in Steinheim realitätsnah trainiert. Dazu wurde auf einem Gelände des Unternehmens Mahlmann Logistik extra ein Behandlungsplatz errichtet. Rettungsdienst, Leitstelle, Notärzte, Feuerwehr-Einheiten, das DRK, der Malteser Hilfsdienst und die DLRG (als Unfalldarstellerinnen und -darsteller) haben eindrucksvoll gezeigt, wie gut sie im Ernstfall zusammenarbeiten.
Neubau Rettungswache Steinheim:
Der Rohbau ist abgeschlossen, und mit den eingebauten Fenstern, Türen und Toren zeigt sich die zukünftige Gestalt der neuen Rettungswache in Steinheim immer deutlicher. Mit dem geschlossenen Gebäude beginnt nun die Phase der Feinarbeiten: Im Inneren greifen verschiedene Gewerke ineinander, Leitungen werden verlegt, Räume ausgestaltet und die technische Infrastruktur wächst Schritt für Schritt. Die Rettungswache in Steinheim soll, wenn weiterhin alles planmäßig verläuft, am 1. August 2026 bezugsfertig und bereit zur Inbetriebnahme sein. Die Arbeiten an der Baustelle der Rettungswache Steinheim werden überwiegend von Firmen aus dem Kreis Höxter durchgeführt.