Kooperation soll kreisweit Schule machen | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 20.02.2026 12:47

Kooperation soll kreisweit Schule machen

Bei einem Treffen in der Pflegeschule in Rimbeck haben sich (r.) Landrat Michael Stickeln, Anja Lücke (Leiterin Abteilung Alter, Pflege und Heimaufsicht des Kreises Höxter), Carolin Reitemeyer (Leiterin Haus Phöbe) und Silke Kaufmann (Leiterin des Bildungs-Instituts für Pflegeberufe) über die erfolgreiche Kooperation mit der Schwester-Hatune-Stiftung ausgetauscht. Die syrisch-orthodoxe Schwester Hatune Dogan (r.) hat erfolgreich acht junge Frauen aus Indien in den Pflegebereich der Region vermitteln – weitere sollen folgen. (Foto: Kreis Höxter)
Bei einem Treffen in der Pflegeschule in Rimbeck haben sich (r.) Landrat Michael Stickeln, Anja Lücke (Leiterin Abteilung Alter, Pflege und Heimaufsicht des Kreises Höxter), Carolin Reitemeyer (Leiterin Haus Phöbe) und Silke Kaufmann (Leiterin des Bildungs-Instituts für Pflegeberufe) über die erfolgreiche Kooperation mit der Schwester-Hatune-Stiftung ausgetauscht. Die syrisch-orthodoxe Schwester Hatune Dogan (r.) hat erfolgreich acht junge Frauen aus Indien in den Pflegebereich der Region vermitteln – weitere sollen folgen. (Foto: Kreis Höxter)
Bei einem Treffen in der Pflegeschule in Rimbeck haben sich (r.) Landrat Michael Stickeln, Anja Lücke (Leiterin Abteilung Alter, Pflege und Heimaufsicht des Kreises Höxter), Carolin Reitemeyer (Leiterin Haus Phöbe) und Silke Kaufmann (Leiterin des Bildungs-Instituts für Pflegeberufe) über die erfolgreiche Kooperation mit der Schwester-Hatune-Stiftung ausgetauscht. Die syrisch-orthodoxe Schwester Hatune Dogan (r.) hat erfolgreich acht junge Frauen aus Indien in den Pflegebereich der Region vermitteln – weitere sollen folgen. (Foto: Kreis Höxter)
Bei einem Treffen in der Pflegeschule in Rimbeck haben sich (r.) Landrat Michael Stickeln, Anja Lücke (Leiterin Abteilung Alter, Pflege und Heimaufsicht des Kreises Höxter), Carolin Reitemeyer (Leiterin Haus Phöbe) und Silke Kaufmann (Leiterin des Bildungs-Instituts für Pflegeberufe) über die erfolgreiche Kooperation mit der Schwester-Hatune-Stiftung ausgetauscht. Die syrisch-orthodoxe Schwester Hatune Dogan (r.) hat erfolgreich acht junge Frauen aus Indien in den Pflegebereich der Region vermitteln – weitere sollen folgen. (Foto: Kreis Höxter)
Bei einem Treffen in der Pflegeschule in Rimbeck haben sich (r.) Landrat Michael Stickeln, Anja Lücke (Leiterin Abteilung Alter, Pflege und Heimaufsicht des Kreises Höxter), Carolin Reitemeyer (Leiterin Haus Phöbe) und Silke Kaufmann (Leiterin des Bildungs-Instituts für Pflegeberufe) über die erfolgreiche Kooperation mit der Schwester-Hatune-Stiftung ausgetauscht. Die syrisch-orthodoxe Schwester Hatune Dogan (r.) hat erfolgreich acht junge Frauen aus Indien in den Pflegebereich der Region vermitteln – weitere sollen folgen. (Foto: Kreis Höxter)

Fachkräfte aus dem Ausland sind längst unverzichtbar, um die Pflege in Deutschland zukunftssicher aufzustellen. Der Kreis Höxter möchte heimische Pflegedienste und -einrichtungen deshalb dabei unterstützen, ebendiese ausländischen Fachkräfte zu gewinnen. Landrat Michael Stickeln plant dazu, kreisweit die Zusammenarbeit mit der Schwester-Hatune-Stiftung auszubauen, die bereits erfolgreich acht junge Frauen aus Indien in den Pflegebereich der Region vermitteln konnte.

Seit Oktober 2025 besuchen die jungen Frauen aus Indien die Pflegeschule, das Bildungs-Institut für Pflegeberufe (BIP) in Warburg-Rimbeck und absolvieren ihre Praktika in Pflegeeinrichtungen in der Region. Sie leben in Rimbeck bei der syrisch-orthodoxen Schwester Hatune Dogan, die sich seit über 35 Jahren weltweit karitativ engagiert. „Bereits vor ihrer Ankunft in Deutschland wurden die Frauen in Indien in einem Bildungsprojekt unserer Stiftung auf ihre neue Heimat vorbereitet. Sie haben unter anderem Deutschkurse erhalten und viel über die deutsche Kultur und die Gesellschaft hierzulande gelernt“, erklärt Schwester Hatune.

Mit ihrem Engagement möchte die Geistliche jungen Menschen aus prekären Verhältnissen durch eine gute Ausbildung einen vielversprechenden Start ins Leben ermöglichen, sodass sie anschließend auch ihre Familien in Indien unterstützen können. „Wir hier in Deutschland brauchen dringend Fachkräfte, und in Ländern wie Indien gibt es sehr viele junge Menschen aus teilweise ärmsten Verhältnissen, die sich eine berufliche Zukunft aufbauen möchten“, so Schwester Hatune. „Wir möchten ihnen so Hilfe zur Selbsthilfe leisten.“

Bei einem Austauschgespräch im Bildungs-Institut für Pflegeberufe (BIP) in Rimbeck informierte sich Landrat Michael Stickeln, der bereits seit vielen Jahren Mitglied im Kuratorium der Schwester-Hatune-Stiftung ist, über die Erfolge der Kooperation. „Was hier erreicht wurde, hat Vorbildcharakter für den gesamten Kreis Höxter – und auch weit darüber hinaus. Dieses Modell hat meiner Meinung nach ein sehr großes Potenzial, das wir im gesamten Kreisgebiet nutzen können. Deshalb möchten wir zeitnah gemeinsam eine Informationsveranstaltung organisieren, um die bisherigen Erfolge hier in Rimbeck vorzustellen. Ich bin sicher, dass sich viele heimische Pflegedienste und -einrichtungen für dieses erfolgreiche Konzept interessieren“, so Stickeln.

Schließlich sei insbesondere die Akquise von ausländischem Fachpersonal für die Pflegebranche eine sehr große Herausforderung, berichtet Carolin Reitemeyer, Leiterin der Pflegeeinrichtung Haus Phöbe in Rimbeck. Dort absolvieren derzeit vier der acht jungen Frauen aus Indien ein Praktikum. „Wir haben in unserer Einrichtung Menschen aus etwa zehn verschiedenen Herkunftsländern“, erklärt Reitemeyer. „Ohne diese Fachkräfte aus dem Ausland wäre die Aufrechterhaltung der Pflege nicht möglich. Aber der bürokratische Prozess, der für die Beschäftigung notwendig ist, ist teilweise enorm aufwendig. Schließlich müssen wir dafür mit sehr vielen verschiedenen Behörden im In- und Ausland zusammenarbeiten. Das macht die Bürokratie zu einer großen Hürde.“

Eine Hürde, die aber durch die Zusammenarbeit mit der Schwester-Hatune-Stiftung gemeistert werden könne. „Wir stehen mit allen Ämtern in Kontakt und sorgen für einen möglichst reibungslosen Ablauf. Wir betreuen die jungen Frauen in Deutschland und sorgen so dafür, dass sie auch im Feierabend in familienähnliche Strukturen eingegliedert sind“, berichtet Schwester Hatune. In ihrem Haus in Warburg-Rimbeck schafft sie derzeit Wohnraum für rund 30 junge Menschen, die zunächst vorrangig in den Pflegebereich auf dem deutschen Arbeitsmarkt vermittelt werden könnten.

„Es ist wirklich beeindruckend, mit welcher Zuverlässigkeit und Leistungsbereitschaft die jungen Frauen aus Indien ihre Ausbildung absolvieren“, hebt Silke Kaufmann, die Leiterin des BIP, hervor. „Insbesondere dank der engen Betreuung durch Schwester Hatune und ihre Mitwirkenden können sich die Frauen in einem gesicherten sozialen Umfeld erstklassig entwickeln und entfalten. Es ist eine große Freude, sie dabei zu erleben.“

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