Glanzvoller Feierabend | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 03.11.2026 15:05

Glanzvoller Feierabend

Es freuten sich auf das Event (v.l.): Heiner Düsterhaus, Michael Gäde, Josef Reckers, Dr. Diana Lenz-Weber, Tony Kaltenberg und Friedhelm Macke. (Foto: Doris Dietrich)
Es freuten sich auf das Event (v.l.): Heiner Düsterhaus, Michael Gäde, Josef Reckers, Dr. Diana Lenz-Weber, Tony Kaltenberg und Friedhelm Macke. (Foto: Doris Dietrich)
Es freuten sich auf das Event (v.l.): Heiner Düsterhaus, Michael Gäde, Josef Reckers, Dr. Diana Lenz-Weber, Tony Kaltenberg und Friedhelm Macke. (Foto: Doris Dietrich)
Es freuten sich auf das Event (v.l.): Heiner Düsterhaus, Michael Gäde, Josef Reckers, Dr. Diana Lenz-Weber, Tony Kaltenberg und Friedhelm Macke. (Foto: Doris Dietrich)
Es freuten sich auf das Event (v.l.): Heiner Düsterhaus, Michael Gäde, Josef Reckers, Dr. Diana Lenz-Weber, Tony Kaltenberg und Friedhelm Macke. (Foto: Doris Dietrich)

Rund 60 Besucherinnen und Besucher folgten am Donnerstag, 29. Oktober, der Einladung des Glasmuseums Bad Driburg zur ersten Veranstaltung des neuen Formats „After Work Art“. Sie alle erlebten einen abwechslungsreichen Abend mit spannenden Einblicken in die Welt des Künstlers Otmar Alt, musikalischer Begleitung und angeregten Gesprächen.

Josef Reckers, erster Vorsitzender des Fördervereins Glasmuseum Bad Driburg e. V., begrüßte die Gäste und zeigte sich erfreut über die große Resonanz. Anwesend waren die Vorstandsmitglieder Friedhelm Macke, Heiner Düsterhaus, Michael Gäde und Katrin Bergmann, die sich gemeinsam mit weiteren Helferinnen und Helfern für das Gelingen des Abends engagierten.

Auch Rolf Dege, Ehrenvorsitzender des Fördervereins, war an diesem Abend dabei. Er erinnerte an die Stationen des Glasmuseums und daran, dass die Sammlung vor genau 20 Jahren im Heinz-Koch-Haus ihre heutige Heimat fand.

Unter den Gästen waren neben Mitgliedern des engagierten Museumsteams auch Andrea Gründer, Geschäftsführerin der Bad Driburger Touristik GmbH, die sich ebenfalls ein Bild von dem neuen Veranstaltungsformat machte.

Die Idee dazu war bereits im Juli entstanden, als Dr. Diana Lenz-Weber die Anregung dazu gegeben hatte, eine solche Veranstaltung im Glasmuseum ins Leben zu rufen.

Das Glasmuseum Bad Driburg beherbergt rund 2.000 Ausstellungsstücke und präsentiert neben seiner umfangreichen Sammlung auch regelmäßig wechselnde Ausstellungen. Seit Juli ist dort die Ausstellung „Schillernde Farbwelten – Fabelhafte Glaswelten“ mit Glasexponaten von Otmar Alt zu sehen. Zur Vernissage im Juli war der Künstler persönlich nach Bad Driburg gekommen und hatte die Ausstellungseröffnung begleitet.

Das Glasmuseum selbst präsentierte sich an diesem Abend besonders stimmungsvoll. Zahlreiche Teelichter tauchten die Räumlichkeiten in ein warmes Licht. Sie standen in Gläsern, die seit einem Jahr zu den besonderen Angeboten des Museums gehören. Auf ihnen ist der historische Glashändlerwagen abgebildet – eine schöne Verbindung zur Geschichte der Bad Driburger Glastradition.

Dr. Diana Lenz-Weber, Kunsthistorikerin und Vorstandsmitglied des Freundeskreises der Otmar Alt Stiftung in Hamm gab in einem anschaulichen Lichtbildervortrag Einblicke in das Leben und Schaffen des Künstlers, der auch mit 86 Jahren noch voller Kreativität ist.

Heute verbindet er seine künstlerische Arbeit mit einem großen Anwesen, der Otmar-Alt-Stiftung, die sich als Stätte der Kultur versteht und auch einen weitläufigen Park umfasst. Dr. Lenz-Weber erläuterte, wie Otmar Alt zum Werkstoff Glas fand und welche persönlichen Erfahrungen seinen künstlerischen Weg geprägt haben. Nach persönlichen Schicksalsschlägen entdeckte er die Arbeit mit Glas für sich. Selbst Glas geblasen hat der Künstler allerdings nie. Vielmehr gelang es ihm, seinen unverwechselbaren künstlerischen Geist mit dem handwerklichen Können erfahrener Glaskünstler zu verbinden.


„Glas ist für mich ein neues Material, das mich neugierig macht und berührt hat. Der Werkstoff hat etwas Fließendes und reizte mich zu gestalterischen Abenteuern.“

Otmar Alt 1990

Ein besonderes Merkmal vieler seiner Werke sind die Augen. Sie ziehen die Blicke der Betrachter auf sich und verleihen den Figuren und Objekten einen unverwechselbaren Ausdruck. Die Ausstellung im Glasmuseum zeigt eindrucksvoll, wie auf diese Weise faszinierende, farbenfrohe und lebendige Glaswelten entstehen.

Für die passende musikalische Atmosphäre sorgte Tony Kaltenberg, der den Abend nicht nur mit seiner Gitarre, sondern auch mit der Ukulele musikalisch begleitete. Mit seinen Instrumenten setzte er stimmungsvolle Akzente und sorgte für eine angenehme musikalische Umrahmung.

Für das leibliche Wohl war mit kleinen herzhaften Häppchen, Käsespießen und weiteren Snacks sowie Wein und alkoholfreien Getränken bestens gesorgt.

Ein besonderes Angebot gab es außerdem: Unter Anleitung des Künstlers Heiner Düsterhaus konnten die Besucherinnen und Besucher Gläser gravieren lassen.

Wie groß das Interesse an den ausgestellten Werken war, zeigte sich auch in den Gesprächen am Abend. Ein Besucher, der in Bad Driburg aufgewachsen ist und seine Ausbildung bei der Firma glaskoch absolviert hatte, zeigte sich besonders begeistert von den farbenfrohen Kunstwerken. Er interessierte sich sogar für den Kauf eines Glasobjekts. Dr. Lenz-Weber erläuterte ihm, dass dies nach Ende der Ausstellung im Dezember möglich sei.

Besucherinnen und Besucher gratulierten Nicole Drude, die beim WWKulturpreis26 (Westfalen-Weser-Kulturpreis) im Bereich Bildende Kunst als Einzelperson für Bad Driburg ausgezeichnet wurde.

Auch der Austausch mit der Kunstlehrerin Sarah Topp vom Gymnasium St. Kaspar machte deutlich, wie gut die Ausstellung für die Vermittlung von Kunst geeignet ist. Die Schülerinnen und Schüler ihres Kunstkurses der Q1 werden das Glasmuseum in Kürze besuchen. Michael Gäde, Vorstandsmitglied des Fördervereins Glasmuseum Bad Driburg e. V. wird die Gruppe zuvor in der Schule besuchen und über Otmar Alt und seine Kunst informieren.

Organisiert wurde der Abend vom engagierten Team des Fördervereins Glasmuseum Bad Driburg e. V. Weitere Helferinnen und Helfer unterstützten tatkräftig bei den Vor- und Nachbereitungen und bei der Bewirtung der Gäste.

Dieser gemeinschaftliche Einsatz sorgte dafür, dass sich die Gäste rundum wohlfühlen konnten und den Abend in angenehmer Atmosphäre genießen durften. Josef Reckers bedankte sich im Namen des Fördervereins bei Dr. Diana Lenz-Weber für ihren informativen und kurzweiligen Vortrag sowie bei Tony Kaltenberg für die stimmungsvolle musikalische Begleitung.

Die interessanten Gespräche und die positiven Rückmeldungen der Gäste zeigten, dass das neue Veranstaltungsformat auf große Begeisterung stößt. „Schön, dass es so etwas gibt“, lautete das Fazit eines Besuchers, das Michael Gäde am Ende des Abends entgegennehmen durfte.

Damit das Glasmuseum auch künftig seine Türen für viele interessierte Besucherinnen und Besucher öffnen kann, freut sich der Förderverein jederzeit über weitere ehrenamtliche Mitstreiter. Gesucht werden insbesondere Helferinnen und Helfer, die bereit sind, samstags oder sonntags während der Öffnungszeiten einen Museumsdienst zu übernehmen.

Erfreulicherweise konnten vor kurzem bereits zwei neue Ehrenamtliche für diese Aufgabe gewonnen werden. Jede weitere Unterstützung ist herzlich willkommen und trägt dazu bei, das Glasmuseum als lebendigen Ort der Kultur und Begegnung zu erhalten.

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