Unermüdlich bis zum Schluss malte der Realist Ingo Lehnhof hemmungslos direkt, ungeschönt, genau fixierend, mutig, und ja, sich selbst – nackt.
Nackt, das war Ingo Lehnhof. Ein nackter Künstler, Maler, Schauspieler, mal Narr, mal Jammerlappen, Großkotz, Komiker, Liebender, ein Erzähler und stets Betrachtender, nicht nur vor dem Spiegel. Mit Humor und Sinn für die Schrägnis und Beklopptheit unserer Spezies hielt er in seiner Kunst das Wesen des Menschseins fest. Und er malte, um die fragwürdige Realität einzufangen, um sich und uns ein Gegenüber zu schaffen.
Ingo Lehnhof verstarb am 4. Februar 2025 unerwartet plötzlich. Im Atelier Repfennig im Schloss Bevern ist nun eine Auswahl seiner Werke zu sehen. Die Ausstellung wird am 26. April mit einer Vernissage um 11 Uhr eröffnet, bei der Ingo Lehnhofs Lebensgefährtin Ana Laibach eine Einführung in seine Kunst geben wird. Anschließend ist die Ausstellung bis zum 31. Mai immer mittwochs, freitags und sonntags von 15 bis 17 Uhr zu besuchen. Gefördert wird die Veranstaltung von der Kulturstiftung des Landkreises Holzminden, der Eintritt ist kostenlos.
Öffnungszeiten: Mittwoch, Freitag und Samstag von 15 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung. Kontakt: E. Kilian (0176–73889256), Atelier Repfennig, Schloss 1, 37639 Bevern, hkv-bevern.de/startseite/atelier-repfennig/.