Veröffentlicht am 28.04.2021 09:28, aktualisiert am 28.04.2021 11:28

Lebendiger Ort der Erinnerung

Vor der ehemaligen Synagoge in Brakel: (von links) die Schüler Constantin Vössing, Karina Alexander und Kevin König, Dirk Brassel (Leiter des Stadtmuseums), Bürgermeister Hermann Temme und Paul Kramer (Vorsitzender des Heimat- und Museumsvereins Brakel). (Foto: Foto: Stadt Brakel)
Vor der ehemaligen Synagoge in Brakel: (von links) die Schüler Constantin Vössing, Karina Alexander und Kevin König, Dirk Brassel (Leiter des Stadtmuseums), Bürgermeister Hermann Temme und Paul Kramer (Vorsitzender des Heimat- und Museumsvereins Brakel). (Foto: Foto: Stadt Brakel)
Vor der ehemaligen Synagoge in Brakel: (von links) die Schüler Constantin Vössing, Karina Alexander und Kevin König, Dirk Brassel (Leiter des Stadtmuseums), Bürgermeister Hermann Temme und Paul Kramer (Vorsitzender des Heimat- und Museumsvereins Brakel). (Foto: Foto: Stadt Brakel)

Besucher können eigene Annahmen hinterfragen und überlegen, wie der Einzelne etwas bewirken kann, berichtete Paul Kramer, Vorsitzender des Heimat- und Museumsvereins Brakel.„Gegen das Vergessen!” Immer und immer wieder und nicht oft genug könne man diese Aussage wiederholen, betonte Bürgermeister Hermann Temme in seiner Begrüßung. Der Holocaust, das schwärzeste Stück deutscher Geschichte, dürfe nicht in den Hintergrund treten oder gar vergessen werden. Heute, über 75 Jahre später, seien Themen wie Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung immer noch präsent. Daher sei er sehr froh, dass diese Ausstellung hier in Brakel stattfinden könne und sich so auch vielen jungen Menschen die Möglichkeit biete, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. In der anschließenden virtuellen Gesprächsrunde konnten sich die Schüler der Brede Karina Alexander, Kevin König und Constantin Vössing mit den Experten Dr. Klaus Müller (Europarepräsentant für das United States Holocaust memorial Museum in Washington) und Thomas Köhler (Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Villa ten Hompel) austauschen. Diese beantworteten ihnen unter anderem Fragen zur Rückgabe von geraubtem jüdischen Gut oder einer möglichen Wiederholung sowie Verhinderung eines derartigen Hasses auf eine Bevölkerungsgruppe. „Die Ausstellung wird durch unser aller Besuch ein lebendiger Ort der Erinnerung sein“, mit diesen Worten beendete Paul Kramer die virtuelle Ausstellungseröffnung.Die Ausstellung findet noch bis zum 15. Juni 2021 (Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag sowie Sonntag von 14-16 Uhr) statt. Besuche in der „Alte Waage” sind abhängig von der aktuellen Lage und nur nach vorheriger Terminvergabe durch die Tourist-Information Brakel (05272/360-1250) möglich.

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