Letzte Chance zum digitalen Abstecher ins Mittelalter | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 16.09.2025 10:44

Letzte Chance zum digitalen Abstecher ins Mittelalter

Wie lebten unsere sächsischen Vorfahren im 8. Jahrhundert? Das zeigt eine Ausstellung im Historischen Rathaus Höxter noch bis zum 19. Oktober. (Foto: Huxarium Gartenpark Höxter)
Wie lebten unsere sächsischen Vorfahren im 8. Jahrhundert? Das zeigt eine Ausstellung im Historischen Rathaus Höxter noch bis zum 19. Oktober. (Foto: Huxarium Gartenpark Höxter)
Wie lebten unsere sächsischen Vorfahren im 8. Jahrhundert? Das zeigt eine Ausstellung im Historischen Rathaus Höxter noch bis zum 19. Oktober. (Foto: Huxarium Gartenpark Höxter)
Wie lebten unsere sächsischen Vorfahren im 8. Jahrhundert? Das zeigt eine Ausstellung im Historischen Rathaus Höxter noch bis zum 19. Oktober. (Foto: Huxarium Gartenpark Höxter)
Wie lebten unsere sächsischen Vorfahren im 8. Jahrhundert? Das zeigt eine Ausstellung im Historischen Rathaus Höxter noch bis zum 19. Oktober. (Foto: Huxarium Gartenpark Höxter)

Nur noch kurz kann man sich in Höxter ins 8. Jahrhundert „beamen”: Bis zum 19. Oktober dauert die immersive Ausstellung über die „Schlacht am Brunsberg”, die 775 zwischen Höxter und dem heutigen Godelheim tobte. Wer also gern virtuell mit den Sachsen gegen die Franken in den Kampf ziehen will, sollte sich beeilen: „Höxters frühe Stadtgeschichte digital anschaulich gemacht mit modernster Museumstechnik – das sollte man nicht verpassen”, sagt Madita Alberding vom Huxarium Gartenpark Höxter.

Die ungewöhnliche Schau im Historischen Rathaus spricht ausdrücklich Familien und Kinder an und bietet sich damit als Aktivität in der ersten Herbstferien-Woche an. „Die Ausstellung ist ein super Tipp, gerade bei Regenwetter”, unterstreicht Madita Alberding. Bei den kleinen Besuchern sind die Museumsrallye und die VR-Brillen besonders beliebt, mit denen man sich ins Frühmittelalter versetzen kann. Wer sich die Brillen aufsetzt, wird Zeuge einer Streiterei zwischen Sachsen und Franken über die richtige Bestattungsart und steht in der ersten Kampfreihe in der Schlacht am Brunsberg. Außerdem können im Historischen Rathaus originalgetreu nachgebildete Kleidung, Waffen und Schmuck angefasst werden.

So wird die Zeit greifbar, als bei uns die ersten Städte und Kirchen entstanden, die Schrift und das Geld eingeführt wurden. Zu den Öffnungszeiten (täglich außer montags von 13 bis 18 Uhr) können Kinder jederzeit gegen eine Teilnahmegebühr von 12 Euro die Kreativgebote in der Ausstellung nutzen. „Im Nebenraum kann man die Kriegerschilde in der Ausstellung aus Pappe nachbasteln oder Perlenketten, einen Kreuz-Ring oder ein Spielzeugschweinchen aus Fimo herstellen, alles wird natürlich anschließend mit Nachhause genommen”, erklärt Gizem Cevik vom Huxarium Gartenpark. Bei ihr können sich auch noch Schulklassen melden, die in den letzten Wochen als Gruppe auf Zeitreise gehen möchten.

Wie die Eroberung durch Karl den Großen und seine fränkischen Truppen unsere Region geprägt hat, wie Bildung, Steinbauten und das Christentum Einzug hielten, macht die Ausstellungr deutlich. Wer tiefer einsteigen möchte, kann sich immer sonntags um 15 Uhr durch die Ausstellung führen lassen (Aufpreis: 2,50 Euro). „Diese Ausstellung ist ein Muss für alle, die sich für die lokale und regionale Geschichte interessieren”, betonten auch Stadtarchäologe Ralf Mahytka und Stadtarchivar Michael Koch, die die Schau zum LWLJubiläum 1250 Jahre Westfalen maßgeblich mitgestaltet haben.

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