Der Minister der Finanzen tauscht sich beim Vor-Ort-Termin im Finanzamt Warburg über Erfahrungen mit dem Pilotprojekt aus: „Flexibilität, Digitalisierung, Spezialisierung – hier wird gezeigt, wie moderne öffentliche Verwaltung geht.”
Die Finanzverwaltung in Nordrhein-Westfalen wird aktuell noch moderner und bürgerfreundlicher aufgestellt – und das Finanzamt Warburg ist in diesem Prozess als Pionier ganz vorn dabei. Im vergangenen Jahr hat es eine enge Kooperation mit dem Finanzamt Höxter gestartet, seit fast einem Jahr leitet Corinna Adden beide Ämter zusammen. Der Hintergrund: Beide Finanzämter mussten mit ihrem verhältnismäßig kleinen Personalbestand das gesamte Aufgabenspektrum in ihrem ländlich geprägten Zuständigkeitsbereich abdecken. Durch die Zusammenarbeit ist jetzt eine stärkere Spezialisierung und Profilierung möglich, der Service für Menschen und Unternehmen in der Region wird so optimiert. Ein beeindruckender Pilotversuch, den sich Minister der Finanzen Dr. Marcus Optendrenk jetzt vor Ort in der Praxis angeschaut hat.
„Unsere Finanzverwaltung steht in Nordrhein-Westfalen vor der Herausforderung, den bestmöglichen Service für Bürgerinnen und Bürger in urbanen Ballungszentren und auf dem Land gleichermaßen zu gewährleisten – und das angesichts eines um sich greifenden Fachkräftemangels”, erklärt Dr. Optendrenk. „Die Finanzämter Warburg und Höxter gehen einen neuen Weg und liefern ein praxistaugliches Modell, wie wir in ländlichen Regionen die Präsenz in der Fläche sicherstellen, den Aufbau von fachlichem Know-how fördern und durch eine Flexibilisierung von Arbeitsmodellen dringend benötigtes Personal binden.”
Die Erfahrungen nach fast einem Jahr Pilotierung sind positiv, erläutert Finanzamtsleiterin Corinna Adden: „Durch die Kooperation unserer Finanzämter können wir Ressourcen und Fachwissen stärker bündeln. Zugleich können wir die Arbeitsbelastung ausgewogener verteilen als zuvor. Dass wir jetzt standortübergreifend stark digitalisiert und flexibel zusammenarbeiten, hat neue Möglichkeiten für die Personalentwicklung eröffnet und unsere Position als attraktiver Arbeitgeber in der Region gestärkt. Dank unserer hochmotivierten und innovativen Kollegenschaft ist der Testlauf ein voller Erfolg.” Für dieses persönliche Engagement bedankte sich der Minister ausdrücklich: „Die Beschäftigten der Finanzämter in Warburg und Höxter arbeiten mit vollem Einsatz daran mit, unsere Finanzverwaltung zukunftsfest und handlungsfähig aufzustellen. Das ist ein Beitrag für den funktionierenden Rechtsstaat von morgen!”
Großen Einsatz zeigen die Finanzämter Warburg und Höxter auch bei der Unterstützung des Ehrenamts in der Region: Dort gibt es einen direkten Draht für engagierte Menschen, die Fragen rund um ihre steuerlichen Pflichten haben. Diesen Service haben alle Finanzämter Nordrhein-Westfalens im Auftrag von Minister Dr. Optendrenk eingeführt.
„Ich bin sehr froh zu sehen, dass die Unterstützung für das Ehrenamt in den Finanzämtern Warburg und Höxter gelebt wird”, sagt er. „Wir möchten bürokratische Hürden für diejenigen abbauen, die durch ihren Einsatz mehr Zusammenhalt, mehr Lebensqualität, mehr Heimatgefühl schaffen. Der direkte Draht macht die Wege durch die Behörde für engagierte Menschen in Warburg, Borgentreich, Willebadessen, Höxter, Bad Driburg, Beverungen, Brakel, Marienmünster, Nieheim und Steinheim kürzer – sie finden einfach und direkt die kompetenteste Hilfe für ihre Fragen. Das ist auch ein Zeichen unserer Wertschätzung für das, was das Ehrenamt für unsere Gesellschaft leistet.”
Drei Steuerprofis aus den Finanzämtern Warburg und Höxter teilen sich den direkten Draht für das Ehrenamt. Sie sind in der Regel von Montag bis Donnerstag zwischen 8 und 18 Uhr sowie Freitag zwischen 8 und 16 unter der Telefonnummer 0211/1655 1655 zu erreichen.