THW und Regionalforstamt Hochstift senden Weihnachtsgrüße aus dem landeseigenen Wald | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 04.12.2023 09:27

THW und Regionalforstamt Hochstift senden Weihnachtsgrüße aus dem landeseigenen Wald

Aufgeladen! Forstunternehmer Christian Lange, Forstwirt Sascha Schenk, Forstwirtschaftsmeister Wilfried Kröger, Revierförster Wilhelm Brandenburg, Rainer Dahmen, Lukas Zschoch, Leiter der THW-Regionalstelle Arnsberg Sascha Meyer, Henrik Schachten, Gerd Sailer. (Foto: Dunsche - Wald und Holz NRW)
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Mittlerweile ist es schon Tradition: ein Weihnachtsbaum aus Ostwestfalen macht sich auf den Weg in die NRW-Landesvertretung nach Berlin. Dafür arbeiten das Technische Hilfswerk und das Regionalforstamt Hochstift eng zusammen. Forstwirte des Regionalforstamtes Hochstift fällten eine stattliche Fichte im Forstrevier Torfbruch. Der THW-Ortsverband Paderborn übernahm mit Hilfe von Forstunternehmer Christian Lange aus Holtheim die Verladung, um den elf Meter hohen Baum anschließend nach Berlin zu transportieren und heute dort auf zu stellen. „Für uns ist dieser Weihnachtsgruß auch eine willkommene logistische Übung”, so Sascha Meyer, Leiter der THW-Regionalstelle Arnsberg. „Und besonderer Dank gilt Förster Wilhelm Brandenburg vom Forstamt Hochstift, der seit über 15 Jahren die schönsten Weihnachtsfichten aus seinem Revier zur Verfügung stellt”, bedankt sich Meyer.

Der Baum stand auf über 400 m Höhe in einer Moorkulisse, dem „Glasebruch”. In solchen potentiellen Moorflächen ist die Fichte sowieso fehl am Platz - sie entzieht dem Boden zu viel Wasser. Überzählige Bäume werden deswegen entfernt. Die Weihnachtsbaumsendung nach Berlin ist so auch ein kleiner Beitrag zur positiven Moorentwicklung in Ostwestfalen.

Trennungsschmerz kommt deshalb bei dem zuständigen Förster Wilhelm Brandenburg nicht auf. Doch ein bisschen wehmütig wurde ihm beim Abschied dieses Jahr schon. „Diese Fichte, wird die letzte von insgesamt 16 schönen Egggefichten gewesen sein, die ich als „Berliner Weihnachtsbaum” in die Hände des THW´s übergeben habe”, resümiert Brandenburg. 2024 geht er in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird nicht nur den Berliner Weihnachtsbaum erben, sondern auch ein Forstrevier, dass sich in den letzten fünf Jahren komplett verändert hat.

Während sich die Weihnachtsfichten bis 2018 noch in dichter Gesellschaft ihrer Artgenossen wussten, findet man 2023 nur noch wenige ältere Fichten im Eggegebirge. Trockenheit und Borkenkäfer haben die ehemals dominierende Baumart flächig zum Absterben gebracht. So gut ihr Holz zum Bauen geeignet ist, so groß ist bei zunehmender Trockenheit das Anbaurisiko der Fichte in vielen Regionen NRW´s. „Bei der Wiederbewaldung der großen Schadflächen setzen wir deswegen auf eine bunte Mischung verschiedenster Baumarten”, erläutert Brandenburg. Teilweise gepflanzt, teilweise aus der natürlichen Ansamung der verschiedensten Waldbäume. Brandenburgs Nachfolger*in wird so zu 80 Prozent bereits wiederbewaldete Flächen erben und die Chance haben, einen Zukunftswald mit Baumarten wie Eichen, Buchen, Erlen, Birken, Ebereschen, Fichte, Douglasien und Küstentannen und vielen anderen mehr zu pflegen.

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