„Wir müssen noch mutiger werden“ | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 01.09.2026 16:05

„Wir müssen noch mutiger werden“

Das Trio Klangkunst beim Finale in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Brenkhausen. (Foto: privat)
Das Trio Klangkunst beim Finale in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Brenkhausen. (Foto: privat)
Das Trio Klangkunst beim Finale in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Brenkhausen. (Foto: privat)
Das Trio Klangkunst beim Finale in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Brenkhausen. (Foto: privat)
Das Trio Klangkunst beim Finale in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Brenkhausen. (Foto: privat)

Gut besuchte Konzerte, überwältigende Resonanz bei Mitmach-Angeboten sowie begeisterte Gäste bei Endeckungsreisen durch die Region: Das zehnte Klosterfestival war von Erfolg gekrönt. „Wir sind sehr zufrieden“, zieht Hans Hermann Jansen Bilanz. Der künstlerische Leiter des Klosterfestivals freut sich darüber, dass es dem engagierten Team des Netzwerks Klosterlandschaft OWL ein weiteres Mal gelungen sei, den Klöstern der Region OWL durch attraktive Angebote eine „große Sichtbarkeit zu geben“. Rund 1200 Besucherinnen und Besucher haben den abwechslungsreichen Spielplan des Klosterfestivals mit insgesamt 15 Veranstaltungen voll und ganz genossen.

Zu den echten „Hightlights“ mit großem Publikum zählten neben Orgelkonzerten und Bach-Wanderungen die „Klänge im Garten der Stille“ am Institut Kupferberg in Detmold, die „Reise ins Sacrum“ mit dem Akkordeonisten Kamil Dmochowski im Christlichen Bildungswerk der Hegge, der Krautbund-Workshop im Abteigarten in Marienmünster sowie die Abschlusskonzerte mit dem charmanten „Trio Klangkunst“ in Brenkhausen, Warburg und Gehrden. „Die Menschen sind vor allem in den jetzigen Krisenzeiten erlebnishungrig, wollen begeistert werden, und genau an diese Bedürfnisse richten sich die Angebote der Klosterlandschaft“, betont Hans Hermann Jansen.

Lebendige Orte

Nach wie vor spielen klösterliche Einrichtungen in der Region als Kulturerbe wie auch als lebendige und spirituelle Orte eine große Rolle. „Ganz gleich, ob Ruine oder Welterbe, ob aktives Benediktinnerinnen-Kloster oder Bildungshaus, die Klosterorte leben von ihrer Vielfalt und halten ganz individuell kostbare Angebote für Menschen bereit.“ Viele der Gäste, die sich für die Klosterlandschaft interessieren, kämen aus anderen Regionen und seien stets überrascht, welche Entdeckungen sie hier vor Ort machen können. Ähnlich ginge es Künstlerinnen und Künstler, die zum ersten Mal die Region besuchten. „Die sind richtig begeistert und fasziniert“, so der Intendant.

Mehr Experimente wagen

Der bewährte Mix aus Konzerten von Solisten und Ensembles, von klassischen und zeitgenössischen Klängen, von Ausstellungen, Rauminszenierungen, musikalischen Wanderungen und Radtouren sowie das Miteinander von Menschen und starken Orten erweist sich stets aufs Neue als Erfolgskonzept des Klosterfestivals. Doch der künstlerische Leiter will sich darauf nicht ausruhen, sondern weiß im Hinblick auf die nächste Saison: „Wir müssen noch mutiger werden und gemeinsam Experimente wagen.“ Das bedeutet für neue Programme konkret: Mehr Cross-Over-Projekte, mehr zeitgenössische Klänge, mehr Querverbindungen und Zusammenhänge zwischen Orten, Kunst und den Wünschen der Festivalgäste zu entdecken und aufzubereiten. „Wir haben zwar vor Ort eine große geschichtliche Dimension, sind aber auch keine Geschichtsverwalter, sondern wollen den Blick nach vorne richten und neue, unentdeckte Wege beschreiten.“ Mit dieser Perspektive geht das Klosternetzwerk Ostwestfalen-Lippe in die Zukunft, stets mit dem Ziel, einen vielfältigen Kulturraum mitten im Herzen Deutschlands erlebbar zu machen.

Zum kulturtouristischen Netzwerk Klosterlandschaft OWL gehören rund 75 klösterliche Einrichtungen in der gesamten Region. Das Netzwerk verknüpft sowohl aktive Klöster als auch ehemalige Abteien und klosterähnliche Orte, um deren kulturelles, spirituelles und historisches Erbe für das Besucherinnen und Besucher zugänglich zu machen. Das Herzstück bilden dabei die 25 klösterlichen Einrichtungen im Kreis Höxter. Ein zentraler Anlauf- und Informationspunkt rund um vielseitige Klosterkultur ist das FORUM Abtei in Marienmünster.

Gefördert wurde das Klosterfestival 2026 vom Kulturland Kreis Höxter, den Kreisen Gütersloh und Paderborn, dem Landschaftsverband LWL, der VerbundVolksbank OWL eG sowie der Gesellschaft der Musikfreunde der Abtei Marienmünster e.V.

Details zur Arbeit des Netzwerkes sowie die Online-Version des Programmheftes und der einzelnen Veranstaltungen gibt es unter www.klosterlandschaft-owl.de.

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