Was bedeutet eigentlich „Heimat“, wie hat sich dieser Begriff im Laufe der Zeit verändert und welche Rolle spielte dabei das bürgerschaftliche Engagement? Antworten auf diese Fragen liefert eine Wanderausstellung des Westfälischen Heimatbundes im Kreishaus in Höxter. Noch bis zum Freitag, 21. August, ist die Ausstellung während der Öffnungszeiten der Verwaltung vor der Aula zu sehen. „Wir freuen uns sehr, dass wir die spannende Ausstellung des Westfälischen Heimatbundes nun auch in Höxter präsentieren können. Ein herzliches Dankeschön dafür geht an unseren Kreisheimatpfleger Hans-Werner Gorzolka, der die Ausstellung in den Kreis Höxter geholt hat“, sagt Julia Siebeck, Kulturmanagerin des Kreises.
Unter den ersten Gästen der Ausstellung waren zahlreiche Ortsheimatspflegerinnen und -pfleger. Sie nutzten die Gelegenheit, die historische Schau gemeinsam mit Kreisheimatpfleger Hans-Werner Gorzolka zu besuchen. André-Marcel Siegel, Referent des Westfälischen Heimatbundes und Wissenschaftlicher Mitarbeiter im LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, hat die Ortsheimatpflegerinnen und Ortsheimatpfleger bei einem Rundgang in das Thema der Ausstellung eingeführt. „Die Geschichte des Westfälischen Heimatbundes ist eine Geschichte des stetigen Wandels. Heimat wird heute nicht mehr allein als etwas verstanden, das bewahrt werden muss, sondern als etwas das gemeinsam gestaltet wird. Dabei stehen Offenheit, Teilhabe und Gemeinschaft im Mittelpunkt,“ betonte er.
Die Kooperationsausstellung des Westfälischen Heimatbundes und des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte beleuchtet auf knapp 30 Roll-Ups die über 100-jährige Geschichte des Verbandes. Anhand der Ausstellungsstücke lässt sich die Veränderung des Heimatbegriffs nachvollziehen. Das Verhältnis zwischen Stadt und Land, Mensch und Natur sowie Westfalen und der Welt wird ebenfalls beleuchtet. Die Präsentation ist Teil des Projekts „Der Westfälische Heimatbund im 20. und 21. Jahrhundert: Heimatmachen im gesellschaftlichen Wandel zwischen 1915 und 2025“, das von der LWL-Kulturstiftung gefördert wird. Neben der Verbandsentwicklung von 1915 bis in die Gegenwart stehen die unterschiedlichen Heimatkonzepte und regionalen Deutungen Westfalens im Fokus.
Die Ausstellung „Heimat gestalten – Westfalen erzählen. Der Westfälische Heimatbund von 1915 bis heute“ ist noch bis zum 21. August 2026 im Kreishaus in Höxter vor der Aula zu sehen. Eine Besichtigung ist kostenfrei während der regulären Öffnungszeiten der Kreisverwaltung möglich: montags bis donnerstags von 7.30 bis 16 Uhr sowie freitags von 7.30 bis 12.30 Uhr.