Doppeljubiläum in Helmarshausen: Der Heimatverein feiert in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen und die Johanniskapelle der Krukenburg wird 900 Jahre alt. Beides ist nicht zu trennen, schließlich hat sich der Heimatverein von Anfang an um das Burgareal gekümmert und tut dies noch heute. Also wird beides zusammen gefeiert, und zwar mit einem Fest auf der Burg am 20. Juni.
Die Burg ist bis heute eine der zentralen Aufgaben des Vereins. 1968 wurde der Bergfried wieder für Besucher freigegeben, die Vereinsmitglieder kümmern sich um Kassenhäuschen und Veranstaltungen auf der Burg. Touristisch half der Verein beim Bau des Campingplatzes und unterstützte Gastgeber als Zimmervermittler.
Seit 2005 betreibt der Heimatverein das Museum im Alten Rathaus, das sich vor allem mit der Geschichte des Klosters befasst. Unter anderem ist hier ein Faksimile des berühmten Evangeliars Heinrich des Löwen zu sehen, welches lange Zeit als das teuerste Buch der Welt galt. Im Jahr 2007 pilgerten sechs Heimatkundler als Mönche von Köln nach Helmarshausen, um an das Kloster zu erinnern und sorgten so für überregionale Aufmerksamkeit. Seit 2016 erinnern Informationstafeln an historischen Gebäuden des Ortes an Wissenswertes zu Architektur, Nutzung und Bedeutung der Häuser, 2025 stellte der Heimatverein eine Fotoausstellung zur Heinrichsflut im Jahr 1965 auf die Beine.
Um auch zukünftig all das zu leisten, braucht es engagierte Menschen. „Für Feste oder Aktionen Helfer zu finden, ist in Helmarshausen zum Glück kein Problem“, sagt Annedore Steinbrecher. Schwieriger sei dies für die regelmäßig anstehenden Aufgaben im Vorstand, dem Museum und auf der Burg. Wer Lust hat, mitzumachen, meldet sich beim Vorstand: heimatverein-helmarshausen@freenet.de oder beim 1. Vorsitzenden Ulrich Schachtschneider telefonisch unter 05672/922480.