Das TrauerNetzWerk im Kreis Höxter lädt am Sonntag, 13. Dezember, zur Gedenkfeier für verstorbene Kinder ein. Die Veranstaltung findet von 15 bis 17.30 Uhr im Pfarrheim Peckelsheim statt und richtet sich an Eltern, Geschwister, Angehörige sowie Freunde von verstorbenen Kindern.
Der Termin wurde bewusst gewählt: Am 13. Dezember wird weltweit der sogenannte Worldwide Candle Lighting Day begangen. An diesem Gedenktag stellen Menschen um 19 Uhr Kerzen in ihre Fenster, um an verstorbene Kinder zu erinnern. Durch die Zeitverschiebung entsteht dabei rund um den Globus ein symbolisches Band aus Lichtern.
„Wir möchten einen Ort schaffen, an dem Menschen gemeinsam ihrer Kinder gedenken können“, sagt Birgit Konermann, die die Feier gemeinsam mit acht weiteren Ehrenamtlichen vorbereitet. Dabei spiele es keine Rolle, wann der Verlust eingetreten sei. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen: Zur Gedenkfeier kommen sowohl Familien, die erst kürzlich ein Kind, etwa durch eine Fehlgeburt, verloren haben, als auch Menschen, die um ein erwachsenes Kind trauern, das beispielsweise durch einen Unfall oder Suizid verstorben ist. „Entscheidend ist das eigene Bedürfnis, dem Kind zu gedenken“ ergänzt Cécile Droste.
Die Gedenkfeier findet in diesem Jahr bereits zum fünften Mal statt. Dabei wechselt der Veranstaltungsort bewusst innerhalb des Kreises Höxter. Das TrauerNetzWerk möchte das Angebot so in verschiedenen Regionen sichtbarer machen und zugleich verdeutlichen, dass Trauer und Erinnerung Menschen über Ortsgrenzen hinweg verbinden.
Die Mitglieder des TrauerNetzWerkes begleiten Betroffene auf unterschiedliche Weise in ihrer Trauerarbeit. Auch die Gedenkfeier folgt einem bewussten Ablauf und bietet zugleich Raum für persönliche Begegnungen und Gespräche. „Viele Menschen schätzen es, da sein zu können, ohne ihre Situation erklären zu müssen“, erläutert Johanna Günther.
Zum Programm gehören Live-Musik, ausgewählte Texte sowie das gemeinsame Entzünden einer Kerze für jedes verstorbene Kind. Anschließend besteht bei Kaffee und Kuchen Gelegenheit zum Austausch. Ein Bastel- und ein Büchertisch laden dazu ein, Erinnerungen zu teilen, von den Kindern zu erzählen oder einfach Zeit für sich zu finden. Besonders wichtig ist, den Organisatorinnen und Organisatoren, dass ausdrücklich auch Kinder willkommen sind. Mit einem Bilderbuch und altersgerechten Bastelangeboten werden jüngere Besucherinnen und Besucher in die Gestaltung des Nachmittags einbezogen.
„Die Gedenkfeier hat bewusst keinen religiösen Hintergrund. Sie steht allen offen, die gemeinsam ihres Kindes gedenken möchten“, sagt Marie-Luise Bittger. „Was die Menschen verbindet, ist die Trauer und der Umgang mit dem Verlust im Leben.“
Weitere Informationen zum TrauerNetzWerk im Kreis Höxter und zur Gedenkfeier finden Interessierte unter: https://www.netzwerk-trauerbegleitung-kreis-höxter.de/.