Kreissportbund Holzminden ehrt Spitzensportler aus dem Landkreis | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 09.09.2026 13:56

Kreissportbund Holzminden ehrt Spitzensportler aus dem Landkreis

So sehen Sieger aus: Die Erstplatzierten bei der Sportlerwahl des Kreissportbundes Holzminden, vorne der einzige Titelverteidiger Felix Gebser vom MTV Altendorf. (Foto: Schwannecke / KSB Holzminden)
So sehen Sieger aus: Die Erstplatzierten bei der Sportlerwahl des Kreissportbundes Holzminden, vorne der einzige Titelverteidiger Felix Gebser vom MTV Altendorf. (Foto: Schwannecke / KSB Holzminden)
So sehen Sieger aus: Die Erstplatzierten bei der Sportlerwahl des Kreissportbundes Holzminden, vorne der einzige Titelverteidiger Felix Gebser vom MTV Altendorf. (Foto: Schwannecke / KSB Holzminden)
So sehen Sieger aus: Die Erstplatzierten bei der Sportlerwahl des Kreissportbundes Holzminden, vorne der einzige Titelverteidiger Felix Gebser vom MTV Altendorf. (Foto: Schwannecke / KSB Holzminden)
So sehen Sieger aus: Die Erstplatzierten bei der Sportlerwahl des Kreissportbundes Holzminden, vorne der einzige Titelverteidiger Felix Gebser vom MTV Altendorf. (Foto: Schwannecke / KSB Holzminden)

Die Sportlerehrung des Kreissportbundes Holzminden ist auf dem besten Weg, eine feste Institution im Jahreskalender zu werden. In der festlich geschmückten Stadthalle Holzminden feierten knapp 300 Menschen die Spitzensportlerinnen und -sportler aus dem Landkreis Holzminden. Sie alle fieberten mit, wer von den Nominierten als Sportler des Jahres ausgezeichnet wurde. Kreissportbund-Vorsitzender Bernd Wiesendorf machte in seiner Begrüßung deutlich, welches Signal diese stimmungsvolle Veranstaltung sendet: „Die ausverkaufte Stadthalle unterstreicht den Stellenwert des Sports in unserer Gesellschaft!“

Seinen Dank sprach Wiesendorf den Sponsoren aus, ohne die diese schöne Veranstaltung nicht durchführbar wäre. „Ich bedanke mich bei allen Aktiven, bei den Spitzensportlern ebenso wie bei den Breitensportlern, bei allen Vereinsvorständen, Abteilungsleitern, Übungsleitern, Betreuern, Kampfrichtern, Platzwarten und allen sonstigen Helferinnen und Helfern, ohne die der Sportbetrieb und das Vereinsleben nicht möglich wären“, sagte er und sprach diesen vielen Ehrenamtlichen Dank und Anerkennung aus. „Sie machen mit ihrer Arbeit und mit ihrem Einsatz unseren schönen Landkreis Holzminden noch ein wenig lebens- und liebenswerter!“

Die Bedeutung des Sports hat auch Landrat Michael Schünemann in seinem Grußwort unterstrichen: „Sport vermittelt Werte, die unsere Gesellschaft dringend braucht. Er ist damit auch eine wichtige Stütze für die Demokratie. Da, wo unterschiedliche Menschen zusammenkommen, zusammenwachsen, miteinander und eben nicht gegeneinander reden, da wo wir lernen, aufeinander zu hören und Kompromisse zu finden, da leben wir Demokratie.“ Wie richtige Zusammenarbeit funktionieren kann, zeigten die Speedy Cups vom MTV Boffzen bei ihrer kleinen Showeinlage auf der Bühne. Die Speedstacker sorgten für erstaunte Gesichter im Publikum, in welcher Geschwindigkeit verschiedene Becher-Formationen auf- und wieder abgebaut werden können. Im Foyer konnte das später jeder selbst einmal ausprobieren. Sehr gut geschlagen hat sich dabei Moderator Wolfgang Jacob, der seinen Versuch direkt auf der Bühne absolvierte. Mit seiner humorvollen Moderation trug er maßgeblich zum Rundum-Wohlgefühl des Abends bei.

Ehrenamt stärken

Oliver Fuchs von der Braunschweigischen Landessparkasse gab einen Einblick in das umfassende Engagement der Sparkassen, immerhin Deutschlands größter nichtstaatlicher Sportförderer. „Jede große Sportkarriere beginnt klein“, sagte Fuchs. „Nicht im Olympiastadion, sondern häufig in einer Turnhalle, auf einem Sportplatz, im Schwimmbad, auf einer Laufbahn oder in einer Gruppe engagierter Menschen, die ein Kind ermutigen: Probiere es aus. Bleib dran. Du kannst es schaffen!“ Für die Zukunft des Sports in unserer Region formulierte er drei Gedanken: Das Ehrenamt müsse gestärkt werden. „Ohne Menschen, die Verantwortung übernehmen, gibt es kein dauerhaftes Vereinsleben.“ Kinder und Jugendliche müssten erreicht werden. „Bewegungsmangel, digitale Ablenkung und unterschiedliche soziale Voraussetzungen sind reale Herausforderungen.“ Und Sport müsse nachhaltig und inklusiv weiterentwickelt werden. „Dazu gehören zugängliche Sportstätten, ressourcenschonende Investitionen, gute Mobilitätslösungen und Angebote für Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten.“

Nach einer kleinen Pause sorgte die Happy Dance Crew des MTV Bevern unter Leitung von Melanie Kruse für beste Unterhaltung, bevor die Spannung immer weiter stieg. Die Ergebnisse setzten sich zusammen aus der beim Medienpartner Täglicher Anzeiger Holzminden durchgeführten Abstimmung mit mehr als 11.000 Teilnehmern sowie der Abstimmung der Sponsoren und des Kreissportbundes. Für die Siegerehrungen holte der Kreissportbund die Prominenz auf die Bühne, so wurden die Urkunden überreicht von Fabienne Fricke, Sportlehrerin der Berufsbildenden Schulen Holzminden, Rosemarie Mai vom Turnkreis Holzminden, Dirk Schünemann vom NFV-Kreis Hildesheim-Holzminden, Norbert Drews von der Brigitte-und-Hans-Drews-Stiftung, Volker Meyer von der Tramitz-Borchers-Sportstiftung sowie von der CDU-Bundestagsabgeordneten Mareike Lotte Wulf.

MTV 49 Holzminden räumt ab

Den größten Coup des Abends feierte Felix Gebser vom MTV Altendorf. Ihm allein ist es gelungen, seinen Titel zu verteidigen. Wie schon im letzten Jahr darf sich der Rhönrad-Künstler „Sportler des Jahres“ nennen. Aber ein anderer MTV, nämlich der MTV 49 Holzminden, setzte dem Ganzen die Krone auf: Dreimal Platz Eins, dreimal Platz Zwei und ein dritter Platz wurden bei der Bekanntgabe jeweils laut bejubelt! Mit diesen großartigen Platzierungen wurde noch einmal unterstrichen, warum der Kreissportbund für seinen erstmals vergebenen Ehrenpreis mit Erfolgstrainer Klaus Roloff genau den richtigen Kandidaten ausgesucht hatte. Zunächst gab es aber eine überraschende Ehrung für Landrat Michael Schünemann, der vom KSB-Vorsitzenden Bernd Wiesendorf mit der Silbernen Ehrennadel des Kreissportbundes ausgezeichnet worden ist: „In Ihrer Amtszeit haben Sie stets die sporttreibenden Menschen im Blick behalten. Wir als Kreissportbund sind bei Ihnen immer auf offene Ohren gestoßen.“

Der von dieser Auszeichnung überraschte Landrat wies in seiner Laudatio für Klaus Roloff darauf hin, dass mit dem erstmaligen Preisträger eine Persönlichkeit geehrt werde, die auch für die Region Außergewöhnliches geleistet habe: „Der Name Roloff ist aus der Leichtathletik im Landkreis Holzminden nicht mehr wegzudenken!“ Klaus Roloff habe mehrere Generationen von jungen Sportlerinnen und Sportlern ausgebildet und begleitet. Unter seiner Ägide haben seine Schützlinge in den unterschiedlichen Sportarten der Leichtathletik eine unglaubliche Zahl an Titel errungen bei drei Weltmeisterschaften, zwei Europameistermeisterschaften, 69 Deutschen Meisterschaften, 76 Norddeutschen Meisterschaften und sage und schreibe 407 Niedersächsischen Meisterschaften. „Mehr als die Hälfte der Titel gehen auf das Konto seines Steckenpferdes, den Stabhochsprung“, sagte Schünemann. „Der Sonderpreis des Kreissportbundes Holzminden soll zum Ausdruck bringen, dass die Sportlerinnen und Sportler im Landkreis Holzminden, die durch den KSB repräsentiert werden, stolz auf Sie sind.“

Rettungsschwimmerteam siegt

Für die wahrscheinlich größte Überraschung sorgte die Titelvergabe bei den Jugendmannschaften, denn hier setzte sich das Rettungsschwimmerteam von der DLRG Stadtoldendorf mit Marleen Ahrens, Mayla Claßen, Merle Heym und Finja Wecke an die Spitze. Die Entscheidungen über die Sportler des Jahres fielen zum Teil so knapp aus, dass hier zum Beispiel zwei dritte Plätze vergeben wurden. Sowohl bei der weiblichen als auch bei der männlichen Jugend gab es zwei zweite Plätze, bei den Frauen zwei Dritte. Unter großem Applaus nahmen die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler ihre Preise auf der Bühne entgegen.

Hier der Überblick über die Sportlerinnen und Sportler des Jahres in den verschiedenen Katergorien:

Sportlerin des Jahres: 1. Klara Härke (Stabhochsprung, MTV 49 Holzminden), 2. Annike Wiedemann (Laufen, TuSpo Grünenplan), 3. Lena Lehmann (Bogenschießen, Bogensport-Club Holzminden) und Jacqueline Hausmann (Laufen, TuSpo Grünenplan).
Sportler des Jahres: 1. Robin Preußing (Leichtathletik, MTV 49 Holzminden), 2. Kilian Echzell (Stabhochsprung, MTV 49 Holzminden), 3. Sebastian Sander (Badminton, MTV Boffzen).
Mannschaft des Jahres: 1. MTV 49 Holzminden (4x100-Meter-Staffel W20), 2. TuSpo Grünenplan (Laufen, Frauen), 3. TSV Kirchbrak (Tischtennis, Frauen).
Nachwuchssportlerin des Jahres: 1. Fiona Antonia Lucya (Leichtathletik, TV 87 Stadtoldendorf), 2. Anna Rieger (Stabhochsprung, MTV 49 Holzminden), und Annika Schmidt (Schwimmen, SV Wasserfreunde Holzminden), 3. Naraja Riemer (Kunstradfahren, RV „Frisch Auf“ Grünenplan).
Nachwuchssportler des Jahres: 1. Felix Gebser (Rhönrad, MTV Altendorf), 2. Joshua Brandt (Sport Stacking, MTV Boffzen) und Niklas Robelski (Stabhochsprung, MTV 49 Holzminden), 3. Paul Stebner (Leichtathletik, MTV 49 Holzminden).
Nachwuchsteam des Jahres: 1. DLRG Stadtoldendorf (Rettungsschwimmen), 2. RV „Frisch Auf“ Grünenplan (2er-Kunstradfahren), 3. JSG Hils (Fußball, E-Junioren) und JSG Holzberg (Fußball, B-Junioren).

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