Die Mitgliederversammlung des Kreissportbundes Höxter (KSB) in Brakel beinhaltete zwei Themen mit interessanten Neuigkeiten: Das Förderprogramm „Moderne Sportstätte NRW“ der Staatskanzlei sowie Informationen aus der Kinder- und Jugendsportentwicklung. Beide Themenfelder werden die Arbeit der KSB-Geschäftsstelle viele Jahre beschäftigen.
Reiner Stuhldreyer, ehrenamtlicher KSB-Vorsitzender, konnte viele Delegierte der Sportvereine aus dem Kreis Höxter sowie eine Reihe von Ehrengästen, unter anderem den Ehrenvorsitzenden Lothar Michels, begrüßen. Die stellvertretende Landrätin, Magdalena Volmert, bedankte sich in ihrem Grußwort besonders bei den ehrenamtlichen Vorständen und Helfern in den Sportvereinen. „Ich hebe besonders hervor, dass etwa 38 Prozent der Kreisbevölkerung, also mehr als jeder Dritte, Mitglied in einem Sportverein ist. Das ist im Landesdurchschnitt sehr viel!“ Die erforderlichen Vereinsregularien, wie Kassen- und sonstige Berichte, waren zügig abgehandelt. Die Kassenprüfer bescheinigten eine einwandfreie Buchführung. Zum neuen Kassenprüfer wurde Roland Märker (SSV Höxter) gewählt.
Jedes Jahr verdienen die Zahlen der abgelegten Sportabzeichenprüfungen besondere Aufmerksamkeit: Im vorigen Jahr erhielten 1.820 Jugendliche und 400 Erwachsene die begehrte Auszeichnung, die im Rang eines offiziellen Ordens steht.
KSB-Geschäftsführer Thorsten Schiller stellte das Hauptthema des Abends vor, das staatliche Förderprogramm „Moderne Sportstätte NRW“. Im Vergleich zum vorigen Förderprogramm ist geblieben, dass nur Sportvereine, keine Kommunen, antragsberechtigt sind. Zu den Förderzielen gehören der Abbau eines Modernisierungsstaus, energetische Sanierung, Neubau einer Sportstätte (neu), Barrierefreiheit, Begegnung von Einsamkeit (neu), Geschlechtergerechtigkeit sowie Unfallvermeidung. Die Investitionsgrenze für die Vereine ist allerdings recht hoch. Für die nächsten zehn Jahre muss der Verein mindestens 50.000 Euro in die Hand nehmen, um eine Förderung zu erhalten. Von der Förderung ausgeschlossen sind Profi-Sportvereine der 1. bis 3. Liga, technische Anlagen mit fossilen Brennstoffen, Kunststoffgranulat auf Kunstrasen, Kunststofffüllmaterial (z.B. Tennisplätze, Reitböden), Umschuldung und der Kauf von fertigen Sportanlagen. KSB-Geschäftsführer Thorsten Schiller hat sich in die Materie ausführlich eingearbeitet und steht allen interessierten Vereinen zu Gesprächen bereit.
Nicht minder ausführlich gestalteten sich die Informationen der Sportjugend im KSB, vorgetragen von Petra Huppert-Buch (Geschäftsführung) und Britta Kukuk. So haben etwa über ein Dutzend Sportvereine eine finanzielle Förderung für Kinderangebote im Rahmen der Aktionen „Open Sunday“ oder „Open Night“ erhalten. Seit fünf Jahren erhielten 33 Kitas eine Förderung aus dem Programm „Bärenstark im Kreis Höxter“, ein Selbstbehauptungsprogramm für Vorschulkinder in der Kita. „Sich gemeinsam gegen sexualisierte und interpersonelle Gewalt zu stellen, ist Aufgabe des Qualitätsbündnis Sport NRW“ so Britta Kukuk. Drei Vereine aus dem Kreis machen besonders mit ihrer Präventionsarbeit von sich reden oder haben sich bereits qualifiziert. Viele Vereinsdeligierte nutzten die Möglichkeit für Nachfragen zu den Angeboten.