Schulen zählen zu den energieintensivsten Gebäuden einer Kommune – entsprechend hoch sind die Betriebskosten. Dennoch fehlt es vielerorts an finanziellen Mitteln für eine umfassende energetische Sanierung. Abhilfe sollen die neuen Sanierungsschablonen schaffen, die im DatiPilot geförderten Forschungsprojekt „Zukunftsforum Green Building“ entwickelt wurden.
Vorgestellt werden sie am Donnerstag, 19. März, von 10 bis 12.30 Uhr in einem Abschluss-Workshop an der HAWK Holzminden (Haarmannplatz 3, Raum: Weserberglandforum). Eingeladen sind Planungsbüros, kommunale Vertreterinnen und Vertreter sowie Unternehmen aus der Baubranche, um die innovativen Tools kennenzulernen und zu diskutieren. Zudem gibt es Einblicke in ein Best Practice Beispiel und die Gelegenheit zum Netzwerken. Eine Anmeldung ist bis zum 13. März über www.landkreis-holzminden.de möglich.
Mit den Sanierungsschablonen stehen nun praxistaugliche Musterlösungen für die energetische Erneuerung von Schulgebäuden zur Verfügung. Die systematischen Ansätze erleichtern den komplexen Sanierungsprozess, verkürzen Planungs- und Bauphasen und helfen dadurch, Zeit und Kosten zu sparen. Gleichzeitig zielen die Lösungen darauf ab, Schulen nach der Sanierung klimaneutral betreiben zu können – ein großer Vorteil für Kommunen: Durch geringere Heizenergieverbräuche lassen sich auch langfristig erhebliche Ausgaben reduzieren, und Städte sowie Gemeinden kommen ihrem Ziel näher, bis spätestens 2040 klimaneutral zu werden.
Das Projekt ist eine Kooperation der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Studiengang Green Building (kurz: HAWK), des Landkreises Holzminden sowie der Klimaschutzagentur Weserbergland, die ihre umfangreiche Praxiserfahrung aus der energetischen Gebäudesanierung einbringen konnte.
Beim Abschluss-Workshop im März werden Vertreter der Hochschule und der Klimaschutzagentur vom Entwicklungsprozess der Schablonen berichten und eine erste Anwendung demonstrieren. Um die Praxistauglichkeit sicherzustellen, hatten in den vergangenen Wochen Anwenderschulungen stattgefunden, bei denen die Sanierungsschablonen kommunalen Fachleuten vorgestellt und mit ihnen diskutiert worden waren. Zusätzlich waren die Schablonen-Lösungen im Hinblick auf die angestrebten Zielkriterien, beispielsweise den Energieverbrauch der Gebäude pro Flächeneinheit, digital geprüft worden. Die in den Diskussionen und Tests gewonnenen Erkenntnisse flossen unmittelbar in die finale Ausgestaltung der Schablonen ein. Sie können künftig als Orientierung und Diskussionsgrundlage für Verwaltungen, Planer und Unternehmen dienen; ihr Mehrwert beruht auf der Verbindung wissenschaftlicher Grundlagen mit konkreten Erfahrungen aus der Gebäudesanierung.