Bilder treffen auf Geruch, Klang und Berührung | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 27.03.2026 11:12

Bilder treffen auf Geruch, Klang und Berührung

Was wäre, wenn eine Fotografie nicht nur gesehen, sondern gehört, gerochen und gefühlt werden kann? (Foto: Ellis Parrinder)
Was wäre, wenn eine Fotografie nicht nur gesehen, sondern gehört, gerochen und gefühlt werden kann? (Foto: Ellis Parrinder)
Was wäre, wenn eine Fotografie nicht nur gesehen, sondern gehört, gerochen und gefühlt werden kann? (Foto: Ellis Parrinder)
Was wäre, wenn eine Fotografie nicht nur gesehen, sondern gehört, gerochen und gefühlt werden kann? (Foto: Ellis Parrinder)
Was wäre, wenn eine Fotografie nicht nur gesehen, sondern gehört, gerochen und gefühlt werden kann? (Foto: Ellis Parrinder)

Mit „Hungry Eyes Food-Fotografien riechen, hören, fühlen“ eröffnet Sensoria – Haus der Düfte und Aromen im niedersächsischen Holzminden am 25. April eine außergewöhnliche Sonderausstellung, die Food-Fotografie neu erlebbar macht. Im Zentrum der Ausstellung stehen die Werke des britischen Fotografen Ellis Parrinder. Die Inszenierung seiner ausdrucksstarken Fotografien im Sensoria lädt zu einer sinnlichen Entdeckungsreise ein. Bilder werden riechbar, Klänge begleiten visuelle Eindrücke, andere Motive lassen sich über Berührung erleben. So entsteht eine faszinierende Ausstellung, die alle Sinne anspricht und die Wahrnehmung von Lebensmitteln überraschend und mit einem Augenzwinkern erweitert. Die Ausstellung ist bis zum 31. Oktober 2026 erlebbar.

Ellis Parrinders Bildsprache ist unverwechselbar: grafisch präzise, farbintensiv und von einem subtilen, oft überraschenden Humor durchzogen. Parrinder inszeniert Lebensmittel als visuelle Statements – reduziert, pointiert und zugleich emotional aufgeladen: „Ich bin begeistert von Farben – sowohl von harmonischen Farbkombinationen als auch von bewussten Farbkontrasten. Ich versuche ständig, die Grenzen dessen zu verschieben, wie Menschen erwarten, dass ein Motiv fotografiert wird. Dabei achte ich jedoch immer darauf, dass das Essen perfekt aussieht, damit man sich vorstellen kann, wie es schmeckt und riecht“, sagt Ellis Parrinder. Seine Arbeiten sind seit Jahrzehnten weltweit in Magazinen, Kampagnen und Kochbüchern präsent.

„Hungry Eyes“ geht mit einem multisensorischen Setting über das klassische Seherlebnis hinaus. Besucherinnen und Besucher erleben Food-Fotografie nicht nur visuell, sondern auch über Duft-, Klang- und haptische Elemente. Die Sonderausstellung wird dabei vom Freundes- und Förderkreis Sensoria unterstützt. Für die olfaktorischen Erlebnisse trägt zudem das traditionsreiche Unternehmen Symrise aus Holzminden bei, das die verschiedenen Düfte für die Ausstellung bereitstellt.

So entsteht ein vielschichtiges Wechselspiel zwischen Sehen, Hören, Riechen und Fühlen, das die Fotografie als Medium neu erfahrbar macht. Damit folgt Sensoria einmal mehr dem Anspruch, die unsichtbaren Dimensionen von Düften und Aromen unseres Alltags auf unterhaltsame Weise sichtbar und erlebbar zu machen.

Essen verbindet

Die farbstarken Fotografien und überraschenden Inszenierungen machen „Hungry Eyes“ zu einem Erlebnis für alle Generationen – von neugierigen Kindern bis zu kulturbegeisterten Erwachsenen. Denn Essen verbindet: Jede und jeder hat eigene Erinnerungen, Geschmäcker und Geschichten im Gepäck. So spricht die Ausstellung Kunstinteressierte, Fotografie-Fans, Familien und Jugendliche gleichermaßen an – ebenso wie Reisende, die besondere Orte jenseits der großen Städte entdecken möchten.

Eröffnung mit dem Künstler

Zur feierlichen Ausstellungseröffnung am 25. April ist Ellis Parrinder persönlich in Holzminden zu Gast. Besuchende haben die Möglichkeit, den Künstler im Rahmen von Gesprächen und geführten Rundgängen durch die Ausstellung kennenzulernen und Einblicke in seine Arbeitsweise zu gewinnen.

Mitten im Weserbergland etabliert sich Sensoria – Haus der Düfte und Aromen weiter als kultureller Anziehungspunkt mit überregionaler Bedeutung. Mit „Hungry Eyes“ knüpft Sensoria an seinen Anspruch an, als innovativer Kulturort internationale Maßstäbe zu setzen. Die Verbindung aus Kunst, Wissenschaft und sinnlicher Erfahrung eröffnet neue Perspektiven auf ein alltägliches Thema: Essen.

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