Ritter und Märchen, Stummfilmkino und barocke Gartenklänge im Museum Schloss Fürstenberg | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 28.07.2023 12:47

Ritter und Märchen, Stummfilmkino und barocke Gartenklänge im Museum Schloss Fürstenberg

Märchenfiguren genießen die Aussicht beim Schloss. (Foto: Claudia Warneke)
Märchenfiguren genießen die Aussicht beim Schloss. (Foto: Claudia Warneke)
Märchenfiguren genießen die Aussicht beim Schloss. (Foto: Claudia Warneke)
Märchenfiguren genießen die Aussicht beim Schloss. (Foto: Claudia Warneke)
Märchenfiguren genießen die Aussicht beim Schloss. (Foto: Claudia Warneke)

Am 16. und 17. September lädt das Museum Schloss Fürstenberg alle Märchenliebhaber, Abenteurer und Kulturbegeisterte zum Erlebniswochenende ein. Das historische Schloss Fürstenberg, das an der Deutschen Märchenstraße liegt, wird zum Tummelplatz für Sagen- und Märchengestalten. Auf die großen und kleinen Gäste warten verschiedene Workshops und Führungen, Theater und Musik. Ein Highlight ist der „Laster der Nacht” – ein Wanderkino mit Stummfilmprogramm und Live-Musik.

Am Samstag, dem 16., und Sonntag, dem 17. September, sendet der Verein Deutsche Märchenstraße e.V. Sagengestalten und Märchenfiguren aus, die im Museum, auf dem Schlosshof und im Manufaktur Werksverkauf gern von sich erzählen.

Das Programm am Samstag beginnt um 11.30 Uhr mit dem Workshop „Märchenhaftes Porzellanmalen“. Kinder ab 5 Jahren können selbst einen eigenen Fürstenberg-Teller mit einem Märchenmotiv gestalten. Um 14 Uhr startet die Familienführung „Fürstenberg: Vom Weißen Ritter, herzoglicher Jagd und emsigen Porzellinern“.

Um 15 Uhr am Samstag und um 11 Uhr am Sonntag verzaubert das Theaterstück „Räuber – ein musikalischer Überfall“ Kinder ab 4 Jahren. Zwei Räuber treffen unverhofft in der Besucherwerkstatt des Museums aufeinander. Beide wollen eine geheimnisvolle Truhe knacken. Die Truhe entpuppt sich als mysteriöse Verkleidungskiste. Denn die Hüte, Mäntel und Perücken beginnen zu klingen, sobald man sie anzieht und auch das ein oder andere Geschirrstück ist in der Kiste zu finden. Neben Oboe und Querflöte wird auch Porzellan zum Klingen gebracht.

Am Samstagabend wird es atmosphärisch, wenn sich der Schlosshof in ein Open-Air-Kino verwandelt. Der „Laster der Nacht“ ist Oldtimer-Feuerwehrfahrzeug und mobiles Kino zugleich. Gezeigt werden Stummfilme unterschiedlicher Genres: Slapstick-Komödien, Monumental- und Experimentalfilme in historischer 16mm-Filmtechnik. Dazu gehören „Hinter der Leinwand“ von Charlie Chaplin (1916), Kurzfilme von Auguste und Louis Lumière (1895) sowie „Das Cabinet des Dr. Caligari“ von Robert Wiene (1922). Die Filme werden von Izabela Kaldunska (Violine) und Tobias Rank (Piano) musikalisch begleitet. Den studierten Musikern gelingt es in besonderer Weise, eine Einheit aus Film und Musik herzustellen.

Am Sonntag gibt es neben dem Theaterstück „Räuber – ein musikalischer Überfall“ (11 Uhr) und dem Workshop „Märchenhaftes Porzellanmalen“ (12 Uhr) auch eine Familienführung. Um 14 Uhr heißt es „Tischlein deck dich!“ Bei der Führung für alle ab 9 Jahren erzählt ein erfahrener Guide Geschichten rund um Porzellan und Tischkultur.

Den Abschluss und einen Höhepunkt des Erlebniswochenendes bildet das Cembali-Konzert „Barocke Gartenklänge“ am Sonntag um 19 Uhr. Aleksandra Grychtolik und Alexander Grychtolik gehören zu den bekanntesten Solo-Cembalisten. In ihren Konzerten verbinden sie barocke Improvisationen mit Werken von J.S. Bach, den Bach-Söhnen und anderen Komponisten dieser Zeit. Speziell zur Sonderausstellung „Lustgarten. Porzellan und Gartenkunst“ im Museum präsentieren sie ein florales Programm, das u.a. mit Bachs viertem Brandenburgischen Konzert, der Fantasia „Carl Philipp Emanuel Bachs Empfindungen“ sowie spontanen Barock-Improvisationen über Blumennamen einen Bogen von der Schäfer-Idylle hin zur Gartenlust des 18. Jahrhunderts spannt.

Zwischen den einzelnen Programmen im Museum lohnt der Blick auf die Sonderausstellung „Lustgarten. Porzellan und Gartenkunst“. Die liebevoll inszenierte Ausstellung verführt zu einem lustvollen Ausflug in einen imaginären Porzellangarten, in dem sich graziöse Gärtnerinnen und romantische Schäferpaare tummeln und die schönsten Porzellanblumen blühen.

Der Manufaktur Werksverkauf auf dem Schlossgelände hat am Erlebniswochenende ebenfalls geöffnet und lädt zum Shoppen von hochwertigem Porzellan und edlen Accessoires ein. Im Bistro Carl mit Biergarten können die Gäste regionale Speisen, duftenden Kaffee und Kuchen sowie erfrischende Getränke genießen.

Das Museum hat am Erlebniswochenende von 10 bis 17 Uhr geöffnet, der Manufaktur Werksverkauf und das Bistro Carl bis 18 Uhr. Der Eintritt ins Museum beträgt 8,50 Euro für Besucher ab 16 Jahre und 5,50 Euro für Ermäßigte und Kinder (7 bis 15 Jahre). Bei Teilnahme am Workshop „Märchenhaftes Porzellanmalen“ sind zusätzlich 5 Euro für den Teller zu entrichten. Die Abendveranstaltungen „Laster der Nacht“ und „Barocke Gartenklänge“ kosten jeweils 14 Euro oder 8 Euro ermäßigt.

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