Shamonda-Virus: Erste Nachweise auch im Landkreis Holzminden | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 04.09.2026 13:04

Shamonda-Virus: Erste Nachweise auch im Landkreis Holzminden

Das seit kurzem in Deutschland kursierende, neuartige „Shamonda-Virus“ wurde nun auch in zwei Rinder haltenden Betrieben im Landkreis Holzminden nachgewiesen. Die Datenbasis für dieses Virus ist jedoch noch sehr gering. Das Veterinäramt bittet daher Halter von Wiederkäuern wie beispielsweise Rindern, die Tiere bei Symptomen durch den Tierarzt auf das Virus untersuchen zu lassen.

Das „Shamonda“-Virus ist mit dem seit 2011 in Deutschland bekannten „Schmallenberg-Virus“ verwandt. Die betroffenen Rinder fallen durch Milchrückgang, Durchfall und Fieber auf. Der Krankheitsverlauf wird als kurz beschrieben, die meisten Tiere genesen innerhalb kurzer Zeit. Gesicherte Aussagen über Auswirkungen auf die Trächtigkeit bzw. die ungeborenen Feten können noch nicht getroffen werden.

Zum aktuellen Zeitpunkt sind für Deutschland weder Bekämpfungsmaßnahmen noch Handelsbeschränkungen vorgesehen. Die gemeldeten Labornachweise werden aber vom Veterinäramt registriert und in eine Datenbank gemeldet.

„Um eine bessere Übersicht über die aktuelle Verbreitung des Virus zu bekommen, bitten wir alle Halter von Wiederkäuern, die die genannten Symptome bei ihren Tieren feststellen, diese durch den Tierarzt auch auf das „Shamonda-Virus“ untersuchen zu lassen“, so Dr. Anna Topp, Amtstierärztin beim Landkreis Holzminden.

Das von Stechmücken übertragene „Shamonda-Virus“ kursierte bisher nur vereinzelt in Asien und Afrika. Seit dem Spätsommer findet eine rasante, flächenhafte Ausbreitung des Virus in ganz Deutschland statt. Betroffen sind bisher vor allem Wiederkäuer wie Rinder, Schafe und Ziegen.

Weitere Informationen steht das Veterinäramt des Landkreises Holzminden unter 05531/707 347 zur Verfügung.

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