Was tun, wenn in meinem Ort oder gar der gesamten Region der Strom ausfällt? Seit längerem haben sich die kreisangehörigen Gemeinden zusammen mit dem Landkreis Holzminden auf den Weg gemacht, um Maßnahmen für ein solches Szenario für ein solche Fall zu erarbeiten. Mit einem landkreisweiten, flächendeckenden Netz an Notfallinformationspunkten werden im Krisenfall auch ohne Smartphone, Internet oder Radio Anlauforte geschaffen, wo eine weiterführende Kommunikation möglich ist. Mit flächendeckend verteilten Flyern sollen alle Haushalte darüber aufgeklärt werden.
Die Notfallinformationspunkte, NIP´s genannt, werden erst in besonderen Ausnahmesituationen geöffnet, zum Beispiel wenn die Stromversorgung über einen längeren Zeitraum auszufallen droht und dadurch die Kommunikations- oder Versorgungsmöglichkeiten der Bevölkerung erheblich eingeschränkt sein könnten. Sie bieten Informationen und begrenzt auch Hilfeleistungen. Bei Bedarf können Notrufe aufgenommen und vom dann bereitgestellten Personal weitervermittelt werden, während an anderen Standorten der NIP´s ständig aktualisierte Infotafeln aufgestellt sind. Verantwortlich für die Besetzung und Aktualisierung der Informationen sind die einzelnen Samtgemeinden, die Stadt Holzminden und der Flecken Delligsen. Sie sind die lokal Verantwortlichen für die NIP´s. Sie entscheiden eigenständig, wann, wo und für wie lange Anlaufstellen geöffnet werden, und informieren ihre Bevölkerung entsprechend.
Der Landkreis liefert auf seiner Homepage unter dem Menüpunkt „Bevölkerungsschutz“ eine verlässliche Schnittstelle mit allgemeinen Hinweisen für die Vorsorge und verlinkt zu den einzelnen, teilweise noch einzurichtenden Notfallinformationsseiten der kreisangehörigen Gemeinden. Dort geben dann die jeweiligen Gemeinden selbst Auskunft über ihre NIP´s.
Ein gemeinsam erarbeiteter Flyer, der in den nächsten Wochen an alle Haushalte im Landkreis verteilt werden soll, klärt zudem über die wichtigsten Fragen in Krisensituationen auf und wo die nächstgelegenen NIP´s im Bedarfsfall in ihrer Kommune aufgesucht werden können. Wichtig dabei: Die NIP´s dienen ausschließlich als Kommunikationszentren, sie sind keine Orte für weitgehende Hilfe etwa fürs Aufwärmen, als Essensausgabe oder für die Stromversorgung.
„Wir sehen dieses Konzept als einen ersten Schritt, um für einen Blackout oder ähnliche Szenarien erste Leitplanken für Hilfen zu liefern“, erklärt die beim Landkreis für den Bevölkerungsschutz zuständige Erste Kreisrätin Sarah Humburg. Sie sei überzeugt davon, dass die Gemeinden weitere Schritte folgen lassen werden.