Der VHS-Zweckverband bietet am Mittwoch, 25. März, von 17 bis 18 Uhr den Besuch des Steinheimer Möbelmuseums an, denn wie wird eine Stadt eigentlich zur Möbelstadt? (103F30).
Als im Jahr 1864 der Kunsttischlermeister Anton Spilker die väterliche Tischlerwerkstatt übernahm und die „Fabrik geschnitzter Möbel“ eintragen ließ, legte er damit den Grundstein zu einer fast 120 Jahre andauernden Erfolgsgeschichte der Möbelherstellung in dem Landstädtchen Steinheim im östlichen Westfalen. Nach einigen Jahrzehnten, in der die Nachfolgegenerationen den Ruf der Stadt durch qualitativ hochwertige Möbel im ganzen Deutschen Reich gefestigt hatten, entwickelte sich Steinheim ab den 1930er Jahren zu einer Hochburg der Stilmöbel, die historische Möbelstile mit modernen Produktionsmethoden und zeitgemäßen Einrichtungskonzepten verbanden. Aus der Werkstatt des Anton Spilker hatte sich eine Industrie mit über 50 klein- und mittelständischen Betrieben entwickelt, die für hohe Qualität und innovativen Zeitgeschmack standen. Stilmöbel für den gehobenen bürgerlichen Geschmack wurden das Markenzeichen Steinheims bis in die 1970er Jahre. Das geänderte Stilempfinden und die stark steigenden Produktionskosten führten ab den 1970er Jahren zu einem Niedergang der heimischen Stilmöbelproduktion.
Die einzigartige Geschichte der Steinheimer Möbelherstellung und ihrer Erzeugnisse mit überregionaler Bedeutung, die Steinheim als Möbelstadt bekannt gemacht haben, werden seit dem Jahr 2002 im Möbelmuseum auf zwei Etagen der ehemaligen Möbelfabrik von Joseph Günther präsentiert. Lassen Sie sich in die Wohnkultur vergangener Zeiten zurückversetzen und staunen Sie über die Fertigkeiten der Tischler, Bildhauer und Drechsler früherer Generationen!
Treffpunkt ist im Möbelmuseum Steinheim, Rolfzener Straße 1, um Anmeldung wird gebeten unter 05253/974070 oder www.vhs-driburg.de.