Diskussion über neuen Standort der Stadtbücherei Holzminden | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 02.06.2026 14:13

Diskussion über neuen Standort der Stadtbücherei Holzminden

Die Zukunft der Stadtbücherei Holzminden steht im Mittelpunkt einer öffentlichen Anhörung am Donnerstag, 11. Juni, um 18 Uhr in der CDU-Lounge in der Oberen Straße 3. Unter dem Titel „Treffpunkt Zukunft: Stadtbücherei im Herzen von Holzminden“ soll über den besten Standort und die zukünftige inhaltliche Ausrichtung der Bücherei diskutiert werden.

Die Stadtbücherei hat sich in den vergangenen Jahren zu einem modernen Begegnungsort entwickelt. Rund 22.000 Besucherinnen und Besucher, mehr als 40.000 Ausleihen sowie zahlreiche Veranstaltungen zeigen die hohe Bedeutung der Einrichtung für das kulturelle Leben in Holzminden. Gleichzeitig stößt der derzeitige Standort in der ehemaligen Staatsbank zunehmend an seine Grenzen. Insbesondere die fehlende Barrierefreiheit sowie notwendige Investitionen in den Brandschutz stellen die Stadt vor große Herausforderungen. Aus der Verwaltung stammt dazu die Einschätzung: „Das Gebäude wehrt sich gegen seine Nutzung.“

Vor diesem Hintergrund sollen mögliche Alternativen sorgfältig geprüft werden, bevor mehr als eine Million Euro in die Sanierung des bisherigen Standortes investiert wird. Zugleich wird auf die Dringlichkeit einer Entscheidung hingewiesen, da die aktuellen Besuchsbeschränkungen nicht dauerhaft tragbar seien.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht ein bereits entwickeltes Konzept für eine moderne Stadtbücherei im Gebäude Oberbachstraße 41–43, der ehemaligen Rossmann-Filiale. Die aus Holzminden stammende Bibliothekarin Hella Klauser und ihr Ehemann, der Architekt Dr. Wilhelm Klauser, haben hierfür ein Nutzungs- und Raumkonzept erarbeitet.

Das Gebäude bietet auf rund 950 Quadratmetern großzügige, offene Flächen und erfüllt bereits zentrale Anforderungen wie Barrierefreiheit, Aufzug und Fluchttreppenhäuser. Darüber hinaus sehen die Planungen vielfältige Nutzungsmöglichkeiten vor – von Maker-Spaces und Co-Working-Bereichen bis hin zu Veranstaltungsflächen und Angeboten für Familien. Sogar eine Kinderbetreuung wäre dort denkbar.

Familie Klauser wird am 11. Juni ihr Konzept der Öffentlichkeit vorstellen. Im Anschluss an die Veranstaltung besteht die Möglichkeit, das Gebäude in der Oberbachstraße 41–43 zu besichtigen.

Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen.

north