Ein frisches Gesicht, zwei neue Projekte und eine Zukunft mit Fragezeichen | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 12.06.2026 16:05

Ein frisches Gesicht, zwei neue Projekte und eine Zukunft mit Fragezeichen

. (Foto: privat)
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Seit bald 25 Jahren gibt es die VoglerRegion im Weserbergland und die LEADER-Förderung der EU damit auch im Landkreis Holzminden. Seitdem hat es in der zuständigen Bewilligungsstelle erst einen Personalwechsel gegeben. Der nunmehrige zweite, viele gute Nachrichten aus dem laufenden LEADER-Prozess und den jeweiligen Projekten, aber auch ein skeptischer Blick auf die Zeit nach 2027 haben die letzte Sitzung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) in der Kulturmühle Buchhagen geprägt.

Seit einigen Monaten ist Julia Schillig beim Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser in Hildesheim die neue Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um LEADER in der Vogler-Region. Sie folgt damit auf Anja Böttcher, die ihrerseits 2015 Gunter Korf „beerbte“ und der Region über viele Jahre und durch wechselvolle Zeiten mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat. „Wir sind dankbar für die Expertise und stets angenehme Zusammenarbeit mit Frau Böttcher und freuen uns, diese Zusammenarbeit mit Frau Schillig genauso erfolgreich weiterzuführen“, fasst Sebastian Rode, Vorsitzender der LAG, den Wechsel während der Sitzung noch einmal zusammen.

Auch in dieser Förderperiode konnten mit LEADER schon zahlreiche Projekte erfolgreich angeschoben und umsetzt werden: Spielmöglichkeiten für Kinder, Treffpunkte für Dorf- und Vereinsgemeinschaften, aber auch das Projekt zur Regionalmarke mit seinen Routen und Picknickplätzen oder die gerade fertiggestellte Panorama-Tour auf der Ottensteiner Hochebene. Das zur Verfügung stehenden Kontingent für Projekte ist daher weitestgehend gebunden.

Zwei Projekte, die mit den noch verfügbaren Mitteln realisiert werden sollen, wurden in der Sitzung vorgestellt. Zum einen soll das Dorfgemeinschaftshaus in Silberborn mit einem barrierefreien Eingangsbereich und einer behindertengerechten Toilette aufgewertet und besser nutzbar gemacht werden. Ca. 53.000 Euro stellt die LAG dafür bereit. Zum anderen steht die Neugestaltung des Spielplatzes in Holenberg auf der Tagesordnung. Der Platz im Herzen des „Eulennests“ soll an Attraktivität gewinnen, damit auch Familien und Kinder sich in Holenberg gut aufgehoben fühlen. Dafür investiert die Gemeinde etwa 15.000 Euro, etwas mehr als 9.000 Euro davon werden als Fördermittel beantragt. Beide Projekte sind beschlossen worden.

Wie es mit ähnlichen Projekten künftig weitergehen und das nächste Kapitel in der Geschichte der VoglerRegion aussehen könnte, ist allerdings schwer abzusehen. Dass sich die Welt verändert und der ländliche Raum dabei aus dem Blick geraten könnte, lassen die aktuellen Pläne der EU vermuten. Auf allen Ebenen der EU, des Bundes und der Länder laufen derzeit die Verhandlungen zur Ausgestaltung der Förderung ab 2028. Einige bisher bekannte Punkte wecken große Zweifel daran, dass eine erfolgreiche Fortsetzung von LEADER möglich ist. Befürchtet werden ein geringeres Budget, sinkende Fördersätze, kürzere Umsetzungsfristen für die Projekte und abnehmende Gestaltungsmöglichkeiten für die LAG. Aus den Ausführungen von Regionalmanagerin Christine Bossow und der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass sich dadurch die bisher attraktiven Förderbedingungen drastisch verändern würden.

Damit es nicht so kommt, braucht es viele starke Stimmen – für LEADER und damit für die ländlichen Räume. Gemeinsam mit anderen LEADER-Regionen aus Niedersachsen hat man dafür die Foto-Kampagne „LEADER ist… LEADER braucht…“ ins Leben gerufen. Bedeutende Gesichter aus der Regionalpolitik und lokale Akteure positionieren sich mit aussagekräftigen Botschaften auf Schildern klar zu LEADER und der Bedeutung des Programms für die Entwicklung ländlicher Räume – damit der lebendige Prozess auch über das 25-jährige Jubiläum hinaus fortgesetzt werden kann.

Mehr Informationen zu LEADER in der VoglerRegion insgesamt sind auf der Internetseite www.vogler-region.de zu finden. Das Regionalmanagement ist telefonisch unter der Rufnummer 0 55 31 – 707 110 erreichbar oder aber per Mail an leader@landkreis-holzminden.de.

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