Landrat Michael Stickeln hat sich an den Paderborner Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz gewandt und seine Unterstützung für die Position der Heimatpflegerinnen und Heimatpfleger im Kreis Höxter zum laufenden Transformationsprozess „Glauben.Gemeinsam.Gestalten“ im Erzbistum Paderborn bekräftigt. Die Heimatpfleger hatten ein Positionspapier erstellt, das sich kritisch mit den möglichen Auswirkungen der geplanten Veränderungen kirchlicher Strukturen auf die gewachsenen dörflichen und kirchlichen Gemeinschaften im Kreis Höxter auseinandersetzt.
Dabei macht er deutlich, dass er die von den Heimatpflegern formulierten Sorgen und Forderungen uneingeschränkt teilt. „Die Heimatpflegerinnen und -pfleger leisten einen wichtigen Beitrag, wenn sie auf die Bedeutung der Kirche für das gesellschaftliche Leben in unseren Dörfern aufmerksam machen“, betont Landrat Stickeln. Gerade im ländlichen Raum seien Kirchengemeinden weit mehr als Orte des Glaubens. Sie seien wichtige Ankerpunkte für Ehrenamt, Gemeinschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Mit Blick auf den laufenden Transformationsprozess äußert der Landrat die Sorge, dass die bislang bekannten Planungen und Abläufe dem Anspruch eines gemeinsamen Gestaltens noch nicht ausreichend gerecht würden. Mangelnde Transparenz und fehlende Informationen hätten bereits zu Verunsicherungen in den Kirchengemeinden geführt. Zudem könnten mögliche Fusionierungen zu größeren pastoralen Räumen Auswirkungen auf historisch gewachsene kirchliche und dörfliche Strukturen haben.
Vor diesem Hintergrund bittet Stickeln den Erzbischof ausdrücklich, das Positionspapier der Heimatpfleger in die weiteren Beratungen einzubeziehen und die darin formulierten Anliegen zu berücksichtigen. „Die Hinweise der Heimatpfleger spiegeln die Verbundenheit vieler Menschen mit ihren Kirchengemeinden und ihren Dörfern wider. Diese Perspektive sollte im weiteren Prozess Gehör finden“, so der Landrat.
Zugleich spricht sich Stickeln für einen intensiven und konstruktiven Austausch zwischen dem Erzbistum, den Kirchengemeinden und den Verantwortlichen vor Ort aus. Ziel müsse es sein, die zukünftige Entwicklung der Kirche gemeinsam mit den Menschen in der Region zu gestalten und die Bedeutung der Kirche für das Leben in den Dörfern auch künftig zu erhalten.