Das erste Klaus-Töpfer-Umweltsymposium, dass der Aktionskreis Lehre am Hochschulstandort Höxter gemeinsam mit der Absolventenvereinigung der Hochschule (AfV) organisiert hatte, brachte hochrangige Personen aus Politik und Verwaltung, Fachleute aus der Umweltplanungsbrache und Studierende zusammen.
Die Ministerin für Kultur und Wissenschaft NRW, Ina Brandes hatte gerne die Schirmherrschaft des Umweltsymposiums übernommen, das im Geiste des ehemaligen Umweltministers und Ehrenbürgers der Stadt Höxter, Klaus Töpfer, sich für Nachhaltigkeit und Umweltschutz stark machte.
Mit über 300 Teilnehmenden, die ihre Unterstützung für die Lehre am Hochschulstandort Höxter demonstrieren und den hochkarätigen Fachvorträgen lauschen wollten, wurden die Hoffnungen der Organisatoren übertroffen. Ministerin Ina Brandes positionierte sich in ihrer Rede klar für den Erhalt der „grünen“ Studiengänge am Standortes Höxter, die nach dem Willen des Hochschulpräsidiums der TH OWL nach Detmold verlegt werden sollen. Sie zollte den Organisatoren des Symposiums höchsten Respekt für ihr Engagement und meinte „Ich sehe Hochschulstandorte im ländlichen Raum nicht als Gnadenakt (…) Sie können sich meiner Unterstützung sicher sein. Ich bin absolut überzeugt davon, dass es gelingen wird“. Mit der Ministerin unterstrichen knapp 40 hochrangige Persönlichkeiten aus Politik und Verwaltung in Grußworten oder durch ihre Anwesenheit ihre Unterstützung für die Hochschule in Höxter, darunter der ehemalige Europaabgeordnete Elmar Brook, Die Umweltminister von NRW und Niedersachsen, MdB Christian Haase, die Regierungspräsidentin Bölling, die Landtagsabgeordneten Goeken und Creuzmann, und Landtagsabgeordnete und Mitglied im Wissenschaftsausschuss Julia Eisentraut.
In der Podiumsdiskussion versprach Eisentraut gemeinsam mit MdL Matthias Goeken auch monetäre Unterstützung zur Weiterentwicklung des Hochschulstandortes in Höxter und stellten dessen Vorteile durch interdisziplinäres, praxisorientiertes Studium in vielfältiger Landschaft dar. Lutz Töpfer, des Sohn des ehemaligen Umweltministers stellte in seinem Grußwort die große Verbundenheit von Klaus Töpfer zur Hochschule in Höxter dar, die sich unter anderem darin zeigte, dass er sowohl zum 125jährigen als auch zum 150jährigen Jubiläum die Festrede hielt.
Obwohl die lange Tradition der Hochschule in Höxter betont wurde, ginge es in keiner Weise um Nostalgie, betonten mehrere Redner und forderten einen Neustart für Höxter und einen Ausbau des Angebots. Dass die in Höxter ausgebildeten Fachleute am Arbeitsmarkt dringend gebraucht werden, stellte unter anderem Dr. Katrin Weiß, Abteilungsleiterin Umwelt, Bauen und Geoinformation beim Kreis Höxter mit ihrem Fachvortrag klar. Auch durch fehlende Fachleute in der Verwaltung werde die Weiterentwicklung des Landes und der Wirtschaft gebremst. Als Förderer des Umweltsymposiums traten auch einige örtliche Ingenieurbüros und Firmen auf, in denen Höxteraner Absolventen tätig sind. In Fachvorträgen wurde Strategien für Herausforderungen wie Starkregenereignisse und Artensterben besprochen.