Cardiolotsen unterstützen Patienten | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 10.02.2026 09:33

Cardiolotsen unterstützen Patienten

Tamara Schmiemann (Pflegedienstleitung, St. Ansgar Krankenhaus) freut sich über das neue Projekt: Elena Kluger-Wiebe (Mitte) und Kirsten Falkenhain (links) arbeiten als Cardiolotsen im St. Ansgar Krankenhaus der KHWE. (Foto: KHWE)
Tamara Schmiemann (Pflegedienstleitung, St. Ansgar Krankenhaus) freut sich über das neue Projekt: Elena Kluger-Wiebe (Mitte) und Kirsten Falkenhain (links) arbeiten als Cardiolotsen im St. Ansgar Krankenhaus der KHWE. (Foto: KHWE)
Tamara Schmiemann (Pflegedienstleitung, St. Ansgar Krankenhaus) freut sich über das neue Projekt: Elena Kluger-Wiebe (Mitte) und Kirsten Falkenhain (links) arbeiten als Cardiolotsen im St. Ansgar Krankenhaus der KHWE. (Foto: KHWE)
Tamara Schmiemann (Pflegedienstleitung, St. Ansgar Krankenhaus) freut sich über das neue Projekt: Elena Kluger-Wiebe (Mitte) und Kirsten Falkenhain (links) arbeiten als Cardiolotsen im St. Ansgar Krankenhaus der KHWE. (Foto: KHWE)
Tamara Schmiemann (Pflegedienstleitung, St. Ansgar Krankenhaus) freut sich über das neue Projekt: Elena Kluger-Wiebe (Mitte) und Kirsten Falkenhain (links) arbeiten als Cardiolotsen im St. Ansgar Krankenhaus der KHWE. (Foto: KHWE)

„Wir unterstützen in allen Versorgungsphasen – von der Klinik über die Rehabilitation bis in den häuslichen Bereich“, erklärt Elena Kluger-Wiebe. Gemeinsam mit Kirsten Falkenhain stehen die ausgebildeten Pflegefachkräfte am St. Ansgar Krankenhaus der KHWE als feste Ansprechpartner für Herzpatienten bereit.

Die beiden speziell geschulten Cardiolotsen begleiten Betroffene mit koronarer Herzerkrankung, Herzinsuffizienz oder Herzrhythmusstörungen bis zu zwölf Monate lang auf ihrem Weg zurück in den Alltag: individuell, kontinuierlich und nah am Menschen. Dabei geht es nicht nur um medizinische Fragen, sondern ebenso um soziale, organisatorische und emotionale Themen. Herzpatienten im Kreis Höxter erhalten so eine umfassende Unterstützung während und nach ihrem stationären Aufenthalt.

Das Angebot ist Teil des großangelegten Innovationsprojekts „LEX LOTSEN OWL“, dessen Ziel es ist, langfristig zu einer nachhaltigen und patientenzentrierten Versorgungsstruktur für Menschen mit komplexen Lebenslagen beizutragen. Dafür sollen langfristig Patientenlotsen für verschiedene Krankheitsbilder in der Regelversorgung verankert werden. Für eine Teilnahme im Projekt werden geeignete Patienten durch die Cardiolotsen während eines Klinikaufenthaltes angesprochen.

Die Cardiolotsen helfen unter anderem dabei, medizinische Behandlungsprozesse zu koordinieren, gesundheitsfördernde Lebensstiländerungen umzusetzen und die Therapietreue zu stärken. So soll die Lebensqualität der Betroffenen verbessert, Krankenhausaufenthalte vermieden oder verkürzt und die Kommunikation zwischen den Versorgungssektoren optimiert werden. Etwa 150 Patienten im St. Ansgar Krankenhaus sowie insgesamt rund 600 in ganz Ostwestfalen-Lippe werden im Zuge des Projekts betreut.

Das Konzept basiert auf einem erfolgreichen Pilotprojekt der AOK Nordost in Berlin, das nachweislich positive Effekte auf die Versorgung von Herzpatienten hatte. In OWL wird dieses Modell nun an den Standorten Bad Oeynhausen, Bielefeld, Herford und Höxter umgesetzt – in enger Zusammenarbeit mit den Schlaganfall-Lotsen, die in der Region bereits seit 2017 aktiv sind. Unterstützt wird die Arbeit durch Lotsenbüros, die unter anderem bei der regionalen Vernetzung helfen.

„LEX LOTSEN OWL“ wird von Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses mit rund sieben Millionen Euro gefördert. Das Projekt läuft von Januar 2024 bis Dezember 2027 und wird von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe geleitet.

Weitere Informationen zum Projekt unter www.lex-lotsen-owl.de.

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