Das St. Ansgar Krankenhaus Höxter der KHWE ist kommissarisch als VAV-Haus zugelassen. Unter der Leitung von Chefarzt PD Dr. Antonio Ernstberger darf das Krankenhaus damit Patienten mit besonderen Verletzungsmustern nach Arbeits- und Wegeunfällen versorgen. Die Zulassung durch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) bestätigt die hohe medizinische Qualität und die Leistungsfähigkeit des Standortes.
Die Unfallchirurgie des Akutkrankenhauses ist damit kommissarisch zur Behandlung von Arbeits-, Schul- und Wegeunfällen nach dem Durchgangs- und Verletzungsartenverfahren zugelassen. Als Akutkrankenhaus übernimmt das St. Ansgar Krankenhaus eine zentrale Rolle in der Notfall- und Grundversorgung der Region. Mit der kommissarischen VAV-Zulassung wird dieses Versorgungsangebot gezielt erweitert: Schwere und komplexe Unfallverletzungen können nun wohnortnah und nach klar definierten Qualitätsstandards behandelt werden. Die Anforderungen an ein VAV-Haus sind hoch und betreffen die ärztliche Expertise ebenso wie die enge Zusammenarbeit mit spezialisierten Pflegekräften, strukturierte Abläufe und eine leistungsfähige technische Ausstattung. Die Patienten werden dabei sowohl ambulant als auch stationär versorgt; auch die gesamte unfallchirurgische Nachbehandlung kann am Standort erfolgen.
Die kommissarische Zulassung bedeutet, dass das St. Ansgar Krankenhaus bereits berechtigt ist, diese anspruchsvollen Verletzungen zu behandeln. Parallel dazu werden noch einzelne bauliche Anpassungen umgesetzt, um die Voraussetzungen dauerhaft vollständig zu erfüllen. Anschließend wird die dauerhafte Beteiligung am Verletzungsartenverfahren angestrebt. „Die Zulassung als VAV-Haus ist das Ergebnis einer geschlossenen Teamleistung aus Medizin und Pflege“, sagt PD Dr. Antonio Ernstberger. „Gerade in der Akutversorgung kommt es auf eingespielte Abläufe und Erfahrung an. Dass wir diese Patienten nun hier behandeln können, ist ein klarer Vorteil für ihre Genesung.“ Abhängig von Eingriff, Gesundheitszustand und Allgemeinbefinden können zahlreiche Operationen auch ambulant erfolgen.
Für Patienten und Bevölkerung bringt die Entscheidung spürbare Vorteile. Bislang mussten viele dieser Unfallverletzungen in weiter entfernte Kliniken verlegt werden. Dieses war verbunden mit zusätzlichem organisatorischem Aufwand und Belastungen für die Betroffenen. PD Dr. Ernstberger: „Künftig können die Patienten in Höxter behandelt werden und bleiben in ihrer gewohnten Umgebung.“ Das reduziert Belastungen in einer ohnehin schwierigen Situation und sorgt für eine kontinuierliche medizinische Betreuung aus einer Hand.
„Dass diese Patienten nun hier versorgt werden können, ist ein großer Gewinn für die Region im gesamten Kreis Höxter und darüber hinaus“, sagt Juliane Gierke, Standortleitung des St. Ansgar Krankenhauses. „Wir erfüllen damit unseren Versorgungsauftrag noch umfassender. Für die Patienten bedeutet das kürzere Wege, mehr Sicherheit und eine hochwertige medizinische Betreuung direkt vor Ort.“