Wenn Mut auf Musik trifft | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 28.01.2026 14:57

Wenn Mut auf Musik trifft

Holzbläser spielen im Orchester. (Foto: Stadt Höxter/ Musikschule Höxter)
Holzbläser spielen im Orchester. (Foto: Stadt Höxter/ Musikschule Höxter)
Holzbläser spielen im Orchester. (Foto: Stadt Höxter/ Musikschule Höxter)
Holzbläser spielen im Orchester. (Foto: Stadt Höxter/ Musikschule Höxter)
Holzbläser spielen im Orchester. (Foto: Stadt Höxter/ Musikschule Höxter)

Ein Probenwochenende voller Erwartungen und anfänglicher Zweifel: Unbekannte Schülerinnen und Schüler, neue Lehrkräfte, unterschiedliche musikalische Wege und Leistungsniveaus. Viele Fragen standen im Raum, als der Workshop „KlangBrücke 2026“ der Musikschulen Höxter und Holzminden begann: Werden unsere Ideen funktionieren? Finden wir einen gemeinsamen Klang? Kann in nur eineinhalb Tagen ein konzertreifes Programm entstehen?

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Bereits in den ersten Takten der Proben in der Musikschule Holzminden wurde spürbar: Hier entsteht etwas Besonderes. Fremde wurden zu Mitspielenden, Einzelstimmen zu gemeinsamen Klängen. Musik wurde zur verbindenden Sprache – unabhängig von Herkunft, Alter oder Erfahrung.

Mit großer Offenheit und Neugier arbeiteten die Teilnehmenden in unterschiedlichsten Besetzungen zusammen: drei gemischte Holzbläserensembles, ein Blechbläserensemble, ein Violinensemble, eine Band sowie ein großes Orchester. Unterschiedliche Leistungsstände erwiesen sich dabei nicht als Hindernis, sondern als Stärke. Zuhören, gegenseitige Unterstützung und Vertrauen prägten die Probenarbeit, getragen von einer beeindruckenden Zusammenarbeit der Lehrkräfte beider Musikschulen. Aus anfänglicher Zurückhaltung wuchs Mut, aus Unsicherheit Zusammenhalt.

Der emotionale Höhepunkt folgte im Abschlusskonzert am Sonntag, 25. Januar 2026, in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde am Knüll in Höxter. Hier wurde hör- und sichtbar, was in kurzer Zeit entstehen kann, wenn Menschen sich aufeinander einlassen. Die Ensembles und das große Orchester füllten den Raum mit Klang, Energie und Begeisterung. Das Publikum reagierte mit großer Begeisterung, verlangte nach einer Zugabe und dankte den Mitwirkenden mit langanhaltenden Standing Ovations.

Ein entscheidender Baustein für das Gelingen der „KlangBrücke 2026“ war die finanzielle Unterstützung durch die Brigitte und Hans Drews-Stiftung.

Stiftungsgründer Norbert Drews unterstrich in seinem Grußwort die besondere Bedeutung der interkommunalen Zusammenarbeit über die Wesergrenze hinaus: „Gerade über kommunale und regionale Grenzen hinweg entstehen wertvolle Erfahrungen, die junge Menschen prägen und verbinden. Solche Projekte brauchen Mut, Vertrauen und die nötige Unterstützung, um Wirklichkeit werden zu können.“

Bürgermeister Daniel Hartmann hob die schöpferische Kraft der Musik hervor: „Dieses Projekt zeigt auf wunderbare Weise, wie Musik verbindet, Gemeinschaft schafft und Grenzen spielerisch überwindet.“

Auch Klaudia Knapp und Alexander Käberich, die Leiter der beiden Musikschulen, zeigten sich stolz und zugleich erleichtert, dass die „KlangBrücke“ und die intensive Zusammenarbeit bereits beim ersten großen gemeinsamen Projekt so hervorragend funktioniert habe.

„KlangBrücke 2026“ war mehr als ein Projekt: ein musikalisches Wagnis, ein gemeinsames Abenteuer und der eindrucksvolle Beweis dafür, dass Musik verbindet, trägt und Brücken baut.

north