Ungewöhnlicher Frauengottesdienst zu biblischen Frauenfiguren in Höxter | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 12.03.2026 12:33

Ungewöhnlicher Frauengottesdienst zu biblischen Frauenfiguren in Höxter

Christiane Nadje-Wirth (v. l.), Anett Winklmair, Friedhilde Lichtenborg, Marie-Luise Bittger, Silke Winter-Schrader, Petra Paulokat-Helling und Ursula Joppe hatten zum Gottesdienst um biblische Frauengestalten eingeladen.  (Foto: Barbara Siebrecht)
Christiane Nadje-Wirth (v. l.), Anett Winklmair, Friedhilde Lichtenborg, Marie-Luise Bittger, Silke Winter-Schrader, Petra Paulokat-Helling und Ursula Joppe hatten zum Gottesdienst um biblische Frauengestalten eingeladen. (Foto: Barbara Siebrecht)
Christiane Nadje-Wirth (v. l.), Anett Winklmair, Friedhilde Lichtenborg, Marie-Luise Bittger, Silke Winter-Schrader, Petra Paulokat-Helling und Ursula Joppe hatten zum Gottesdienst um biblische Frauengestalten eingeladen. (Foto: Barbara Siebrecht)

Stark, sichtbar und selbstbestimmt, ist das Motto der Frauenaktionswochen 2026 im Kreis Höxter. Im ökumenischen Frauengottesdienst griff die Vorbereitungsgruppe um Pfarrerin Friedhilde Lichtenborg das Motto auf und machte die Besucher mit drei Frauenfiguren in der Bibel aus dem Buch Ruth bekannt. Es drehte sich um Noomi, Ruth, und Orpa, der vor Hungernot aus Israel zu den Moabitern geflohenen Witwe und ihrer beiden Schwiegertöchter. In einem Rollenspielstellten die Frauen die Sichtweise der biblischen Frauen dar. Noomi, die mit ihrem Mann und den Söhnen zu den Moabitern flieht, brauchte viel Stärke und Mut und wurde später durch die Trauer um ihre Familie geprägt. Schwiegertochter Orpa, löste sich selbstbestimmt von ihrer Schwiegermutter und kehrte allein zurück zu ihrer Familie. Ruth schließlich erwies sich als treue Freundin für Noomi und kehrte mit ihr zurück zu deren Volk nach Bethlehem. Sie wurde durch ihre Heirat mit Boas die Stammmutter König Davids und Jesu.

Die Frauen entzündeten Kerzen vor dem Spiegel zum Thema „Trauer“. (Foto: Barbara Siebrecht)
Die Frauen entzündeten Kerzen vor dem Spiegel zum Thema „Trauer“. (Foto: Barbara Siebrecht)
Die Frauen entzündeten Kerzen vor dem Spiegel zum Thema „Trauer“. (Foto: Barbara Siebrecht)

Inhaltlich ging es um das Stichwort „An(ge)sehen“ als von Gott gesehen werden, in der Gesellschaft angesehen sein und sich selbst (im Spiegel) ansehen. Spiegel mit den Themen: Mut, Trauer, Freundin sein waren in der Kirche aufgestellt und die Gottesdienstbesucherinnen wurden aufgefordert, durch die Kirche zu wandern und sich selbst im Spiegel anzusehen, Trauerkerzen anzuzünden und Freundschaftsbändchen mit Botschaften zu verschenken. In der Predigt sagte die Pfarrerin „Gott sieht und an wie eine Freundin und Mutter. Es gibt viele Frauengeschichten in der Bibel, wir müssen nur die Schalen des Patriarchats abtragen, um sie zu sehen.“
Die Frauen der Musikgruppe Fürstenau der kath. Kirche begleitete mit Flöten, Gitarre und Gesang den Gottesdienst. Die Gottesdienstbesuchenden tanzten, an den Händen gefasst in zwei großen Kreisen rings um Säulen und Sitzbänke in der Kiliani-Kirche.

Die Frauen tanzten in der Kirche.  (Foto: Barbara Siebrecht)
Die Frauen tanzten in der Kirche. (Foto: Barbara Siebrecht)
Die Frauen tanzten in der Kirche. (Foto: Barbara Siebrecht)

Zum Abschluss des Gottesdienstes segnete die Pfarrerin „Gott erhebe ihr Angesicht über dich und gebe dir ihren Frieden!” Anschließende wurde zu Gesprächen und einem kleinen Imbiss an Stehtischen und Sitzgruppen im Seitenschiff der Kilianikirche eingeladen.

Sieh dich an im Spiegel. (Foto: Barbara Siebrecht)
Sieh dich an im Spiegel. (Foto: Barbara Siebrecht)
Sieh dich an im Spiegel. (Foto: Barbara Siebrecht)
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