Sanierungsschablonen sollen Kommunen unterstützen | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 17.02.2026 15:50

Sanierungsschablonen sollen Kommunen unterstützen

Wie lassen sich Schulgebäude mit dem Ziel der Treibhausgasneutralität wirtschaftlich sanieren? Mit dieser Frage befasst sich das Forschungsprojekt „Zukunftsforum Green Building“ der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK). Das Projekt wird in Kooperation mit dem Landkreis Holzminden durchgeführt; die Klimaschutzagentur Weserbergland ist als Praxispartnerin mit dabei. Im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens steht die Entwicklung sogenannter Sanierungsschablonen. Dies sind vorgefertigte Musterlösungen, die Kommunen zukünftig eine schnellere, kostengünstigere und qualitätsgesicherte Planung von Schulsanierungen erleichtern sollen.

Die nahezu fertigen Schablonen wurden nun erstmals Mitte Februar in zwei Anwendungsschulungen mit dem Titel „Neue Wege für die energetische Sanierung von Schulgebäuden“ in Hameln und Holzminden Mitarbeitenden aus neun Kommunen vorgestellt. Die Referentinnen Nina Algermissen und Lina Wilke, Expertinnen bei der Klimaschutzagentur Weserbergland für nachhaltiges und effizientes Bauen, erläuterten Aufbau, Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten der Schablonen und führten anhand eines Beispielgebäudes durch deren Anwendung.

Kommunen profitieren

Durch klar strukturierte Sanierungskonzepte können energetische Sanierungen künftig schneller umgesetzt und dadurch Energie- und Sanierungskosten reduziert werden. Da Schulgebäude mit zu den größten Energieverbrauchern kommunaler Liegenschaften zählen, leisten energetische Verbesserungen außerdem einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Die Sanierungsschablonen sollen den Kommunen künftig als Orientierungsinstrument, Diskussionsgrundlage und Entscheidungshilfe dienen – ohne dabei die speziellen Planungswerkzeuge wie beispielsweise Software-Tools zu ersetzen. Sie unterstützen den Weg der Kommunen zu einem treibhausgasneutralen Gebäudebetrieb bis 2040 und vereinfachen komplexe Planungsprozesse deutlich.

Die Schulungsteilnehmenden aus Gebäudemanagement, Hochbau und Energiemanagement zeigten großes Interesse an den vorgestellten Lösungen. Während zur Handhabung keine offenen Fragen blieben, bestand ein hoher Informationsbedarf zu Kostenaspekten, die aktuell noch durch die HAWK ausgearbeitet werden. Hinweise insbesondere zum Themenfeld Brandschutz wurden aufgenommen und fließen nun in die weitere Überarbeitung und Finalisierung der Sanierungsschablonen mit ein.

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