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Auf dem Verbraucherportal www.mein-apothekenmanager.de kann nach Apotheken in der Nähe gesucht werden, die die "Grippeimpfung" anbieten.  (Foto: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände)

Apotheken impfen gegen Grippe

Die Apotheken können ihren Kundinnen und Kunden ab sofort und bundesweit neben COVID-19-Impfungen auch Grippeschutzimpfungen anbieten. Nach der gesetzlichen Grundlage liegen nun auch alle vertraglichen und fachlichen Voraussetzungen dafür vor. Auf dem Verbraucherportal www.mein-apothekenmanager.de kann nach Apotheken in der Nähe gesucht werden, die die Serviceleistung "Grippeimpfung" anbieten. Laut einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) aus dem Spätsommer wollen ein Drittel (36,0 Prozent) aller Apothekeninhaberinnen und -inhaber eine Grippeschutzimpfung anbieten. Schon im Frühjahr waren mehr als 7.000 Apothekerinnen und Apotheker für das Impfen in Apotheken geschult. Derzeit laufen weitere Schulungen in ganz Deutschland. Das Paul-Ehrlich-Institut hat bereits 27,5 Millionen Grippe-Impfdosen freigegeben. "Die beste Zeit zum Impfen gegen Grippe ist jetzt", sagt Thomas Dittrich, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV). "Die Influenza-Impfung ist sicher und verträglich. Es gibt keinen besseren Schutz gegen die Virusgrippe. Der ist in dieser Wintersaison besonders wichtig, da unser Immunsystem durch die Schutzmaßnahmen während der Corona-Pandemie nicht mehr so gut auf Infektionen vorbereitet ist." Dittrich weiter: "Wir hoffen, durch das niedrigschwellige Angebot in Apotheken zusätzliche Bevölkerungsgruppen zu mobilisieren und auch 'Impfmuffel' zu motivieren. Die Apotheken beraten über Sinn und Zweck der Grippeimpfung, und eine wachsende Zahl bietet die Impfung selbst an. Diese Chance gilt es zu nutzen, denn die Impfquote in Deutschland ist leider viel zu niedrig." Das Pflegebonusgesetz erlaubt den Apotheken seit diesem Jahr das Impfen gegen Grippe. Dazu hat der DAV mit den Krankenkassen einen "Vertrag zur Durchführung und Abrechnung von Grippeschutzimpfungen durch Apotheken" geschlossen. Die Bundesapothekerkammer hat die Leitlinie zur "Durchführung von Grippeschutzimpfungen in öffentlichen Apotheken im Rahmen der Regelversorgung" verfasst. Laut Ständiger Impfkommission (STIKO) wird die Grippeimpfung für Menschen ab 60 Jahren, Personen mit chronischen Grundleiden, Schwangere, Kinder mit chronischen Atemwegserkrankungen sowie Berufe mit erhöhtem Kontaktrisiko empfohlen. Wer aus diesem Kreis gesetzlich krankenversichert ist, erhält die Impfung in Arztpraxen und Apotheken kostenlos. Privatversicherte ab 18 Jahren können sich ebenfalls in ihrer Apotheke impfen lassen. Weitere Informationen unter www.abda.de
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Vitamin D Wann Präparate helfen - und wann nicht (Foto: Unsplash)

Vitamin D: Wann Präparate helfen - und wann nicht

Einfach mal Vitamin D einnehmen? Patienten sollten sich besser beraten lassen, bevor sie zu künstlichem Vitamin D greifen. Zwar sind Vitamin-D-Präparate bei Risikogruppen und erwiesenem Mangel sinnvoll. Bildet der Körper allerdings selbst genügend Vitamin D, kann - zusätzlich eingenommen - zu viel davon sogar schaden, warnt das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". "Bürohocker" haben Risiko für Vitamin-D-Mangel Der menschliche Körper bildet Vitamin D unter Sonneneinfluss selbst - daher der gängige Name "Sonnenhormon". Um ausreichend davon zu bilden, reichen je nach Hauttyp zweimal wöchentlich zwischen fünf und 30 Minuten im Freien, am besten ohne Sonnenschutz und mit unbedeckten Armen, Beinen und Kopf. Vorsicht: Sonnenbrand dabei unbedingt vermeiden! Von etwa März bis Oktober kann der Körper in den hiesigen Breiten Vitamin D selbst bilden. In dieser Zeit legt er auch Reserven im Fett- und Muskelgewebe für das Winterhalbjahr an. Bei Verdacht auf einen Mangel oder bei Risikopersonen prüft die Hausärztin oder der Hausarzt Vitamin D per Blutprobe. Belegt ist, dass Vitamin D vor Knochenabbau schützen und Brüchen vorbeugen kann. Laut Studien kann es bei älteren Menschen auch gegen akute Erkältungen helfen - sofern eine Vitamin-D-Unterversorgung vorliegt. Risikogruppen für eine Unterversorgung sind unter anderem chronisch kranke Menschen, die sich kaum oder nicht im Freien aufhalten, sowie Ältere ab circa 65 Jahren. Ein Risiko für Vitamin-D-Mangel haben auch "Bürohocker", die nur in abgedunkelten Räumen sitzen und zu wenig an die frische Luft gehen. Vorsicht vor eigenmächtigen Dosierungen Allerdings sind Vitamin-D-Präparate nicht das Wundermittel, als das sie gerne bei diversen Krankheiten angepriesen werden. Experten warnen vor einer eigenständigen Einnahme des Vitamins. Höhere Dosierungen sollten nur unter ärztlicher Kontrolle und unter Berücksichtigung des individuellen Vitamin-D-Status erfolgen. Eigenmächtige Dosierungen mit Präparaten über 4000 internationalen Einheiten (IE) sind demnach unbedingt zu vermeiden - Nebenwirkungen wie Bauchkrämpfe, Übelkeit und Nierensteine können die Folge sein. Tipp: Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, bevor Sie zu Vitamin-D-Präparaten greifen. Das Fachpersonal kann helfen, den Bedarf einzuschätzen und die richtige Dosierung zu empfehlen. Viele weitere interessante Gesundheits-News gibt es unter https://www.apothekenumschau.de sowie auf Facebook und Instagram.
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Demenz: Was Angehörige wissen sollten  (Foto: Pixabay)

Demenz: Was Angehörige wissen sollten

Demenz verlangt oft auch den Angehörigen viel ab: Denn mit Symptomen wie dem Verlust der Sprache, Angst und Unruhe, dem Drang, die Wohnung zu verlassen, Schlafstörungen, manchmal Wut und Aggression, müssen diese lernen umzugehen. Die aktuelle Ausgabe des Apothekenmagazins "Senioren Ratgeber" gibt wichtige Tipps, um gut mit einem demenzkranken Menschen zusammenzuleben. Es ist wichtig zu wissen, dass "das Verhalten des Betroffenen immer einen Sinn hat - so befremdlich es erscheinen mag", sagt Prof. Julia Haberstroh, Demenzexpertin an der Universität Siegen. Angehörige sollten sich fragen, was dem Kranken fehlen könnte: Vertrautheit und Orientierung, ein Zeichen, dass man von anderen geschätzt wird, körperliche Nähe? Tut etwas weh, könnte die Situation gerade zu viel sein? Ein vertrautes Umfeld und ein geregelter Tag können Verhaltenssymptomen vorbeugen. Außerdem ist Selbstbestimmung für die Betroffenen wichtig ebenso wie die Stärkung vorhandener Fähigkeiten: Vielleicht kann der Kranke zum Beispiel nicht mehr kochen - aber noch die Kartoffeln schälen. Tägliche Bewegung gemeinsam mit den Kranken entspannt und fördert den Schlaf. Es gibt auch Hilfe für Angehörige: etwa in der Tagespflege, die den Patienten Anregungen geben, die zu Hause kaum möglich wären und Angehörigen wichtige Tipps für den Umgang mit den Demenz-Patienten. Viele weitere interessante Gesundheits-News gibt es unter www.senioren-ratgeber.de sowie auf Facebook.
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