Veröffentlicht am 12.10.2022 10:45

Thomas Hartmann macht es richtig

Ehrung für einen Lebensretter: Carsten Krüger (Betriebsleitung Eigenbetrieb Rettungsdienst), Dr. med. Philipp Theiler (Leitender Oberarzt Medizinische Klinik I, Agaplesion Evangelisches Krankenhaus Holzminden), Michael Schünemann (Landrat), Willi Kreykenbohm (Patient), Thomas Hartmann (Ersthelfer), Dr. Jan Körfer (Chefarzt Medizinische Klinik I, Agaplesion Evangelisches Krankenhaus Holzminden) und René Quitt, Notfallsanitäter (Eigenbetrieb Rettungsdienst). (Foto: Peter Drews/Landkreis Holzminden)
Ehrung für einen Lebensretter: Carsten Krüger (Betriebsleitung Eigenbetrieb Rettungsdienst), Dr. med. Philipp Theiler (Leitender Oberarzt Medizinische Klinik I, Agaplesion Evangelisches Krankenhaus Holzminden), Michael Schünemann (Landrat), Willi Kreykenbohm (Patient), Thomas Hartmann (Ersthelfer), Dr. Jan Körfer (Chefarzt Medizinische Klinik I, Agaplesion Evangelisches Krankenhaus Holzminden) und René Quitt, Notfallsanitäter (Eigenbetrieb Rettungsdienst). (Foto: Peter Drews/Landkreis Holzminden)
Ehrung für einen Lebensretter: Carsten Krüger (Betriebsleitung Eigenbetrieb Rettungsdienst), Dr. med. Philipp Theiler (Leitender Oberarzt Medizinische Klinik I, Agaplesion Evangelisches Krankenhaus Holzminden), Michael Schünemann (Landrat), Willi Kreykenbohm (Patient), Thomas Hartmann (Ersthelfer), Dr. Jan Körfer (Chefarzt Medizinische Klinik I, Agaplesion Evangelisches Krankenhaus Holzminden) und René Quitt, Notfallsanitäter (Eigenbetrieb Rettungsdienst). (Foto: Peter Drews/Landkreis Holzminden)

Der Wangelnstedter Willi Kreykenbohm erlitt auf der Fahrt nach Stadtoldendorf am Lenkrad seines Autos einen Herzinfarkt und überschlug sich. Motorradfahrer Thomas Hartmann wollte bei einer Ausfahrt seinen freien Tag genießen und wurde zum Lebensretter. Notfallsanitäter René Quitt stellte bei seiner Ankunft mit dem Rettungswagen nur wenige Minuten später fest, dass Hartmann Kreykenbohm nach allen Regeln der "Ersthelferkunst" bereits wiederbelebt hatte und auch anschließend weiter hochprofessionell Hilfe geleistet hat. Hartmanns beherztes und erfolgreiches Eingreifen ist ein beeindruckendes Beispiel von gelebter Zivilcourage. Grund genug für Landrat Michael Schünemann, alle Beteiligten noch einmal ins Kreishaus einzuladen und den mutigen Retter für seinen selbstlosen Einsatz entsprechend zu würdigen.
Der Ersthelfer hatte spontan wirklich alles richtig gemacht und damit ein Leben gerettet. Auch die anschließend im Holzmindener Krankhaus die medizinische Versorgung übernehmenden Ärzte des Agaplesion Krankhauses, Dr. Philipp Theiler sowie Dr. Jan Körfer als Leiter der Kardiologischen Abteilung sind des Lobes voll. "Alle Retter sind in so einem Fall wie die Glieder einer Kette", stellt Jan Körfer fest. In diesem Fall habe wirklich alles zusammengepasst, so dass Willi Kreykenbohm alles wunderbar überstanden habe, meinte der Leiter der Kardiologischen Abteilung des Krankenhauses.
Halte ich an oder nicht? Diese Frage habe sich Hartmann gestellt, als er mit seinem Motorrad unterwegs gewesen sein, erzählt der 47-Jährige Forstwirt aus Osterwald bei Salzhemmendorf im Kreishaus. Schließlich seien schon zwei Personen an der Unfallstelle gewesen. Hartmann entschied sich schließlich doch anzuhalten. Er half unmittelbar danach, das nicht mehr ansprechbare Unfallopfer aus seinem Auto herauszuholen. Er habe sofort gesehen, dass da mehr als eine stabile Seitenlage nötig gewesen sei und entsprechend gehandelt. Mit telefonscher Unterstützung aus der Rettungsleitstelle habe er dann mit Wiederbelebungsversuchen begonnen. Als nur wenig später der Rettungswagen selbst eintraf, hatte er Willi Kreykenbohm bereits zurück ins Leben geholt.
Kreykenbohm selbst kommen die Tränen, als er seinem Retter im Kreishaus danken kann. Er selbst habe keine Erinnerung an den Unfall und das weitere Geschehen, sagt der 68-Jährige. Aber dass Thomas Hartmann ihm ein zweites Leben geschenkt habe, da ist er sich ganz sicher.
Für Landrat Michael Schünemann und Rettungsdienstleiter Carsten Krüger, ist neben der Danksagung an Hartmann vor allem das Signal einer solch gelungenen Hilfe wichtig. "Dieser Fall zeigt, dass es sich lohnt, nicht vorbeizufahren, sondern zu helfen, wenn etwas passiert", appellieren der Landrat und der Rettungsdienstleiter.

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