Die Freude beim Kreissportbund Holzminden ist groß: Bei der erneuten Zertifizierung „Engagementfreundlicher Sportverein“ des Landessportbundes Niedersachsen wurde nach „Bronze“ im Jahr 2024 nun mit „Gold“ die höchste Stufe erreicht. Sarah Borchers, Referentin Verbandsentwicklung beim Landessportbund Niedersachsen, hat dem KSB-Vorsitzenden Bernd Wiesendorf die offizielle Urkunde ausgehändigt. Projektleiterin Jennifer Janele brachte dabei ihre Begeisterung zum Ausdruck: „Wir haben schon mit einer Verbesserung gerechnet, doch dass es sogar für Gold reicht, macht uns natürlich sehr glücklich!“
Klaus Brüggemeyer vom Stadtsportbund Göttingen, der für den Landessportbund Niedersachsen als zertifizierter Auditor tätig ist, zeigte sich bei seinem Besuch der KSB-Geschäftsstelle im Sportpark Liebigstraße Holzminden beeindruckt: „Dass der komplette Vorstand an der Auditierung teilnimmt, kommt nicht so häufig vor und zeigt mir, dass die Thematik hier beim Kreissportbund Holzminden sehr ernst genommen wird.“ Schnell wurde deutlich, dass er hinter zahlreiche Punkte auf seiner Zertifizierungsliste einen Haken machen konnte. Besonders gut gefiel ihm beispielsweise, dass es im Jugendbereich eine Jugendordnung gibt und die Interessen der jungen Menschen durch eine Position im Vorstand vertreten werden.
Nach ausgiebiger Bewertung der Situation hat Brüggemeyer dem Kreissportbund sein Ergebnis mitgeteilt: „Im Vergleich zum Audit von vor knapp zwei Jahren habt ihr auf jeden Fall einen Sprung gemacht. Darauf könnt ihr zurecht stolz sein. Eure damalige Ankündigung, die nächste Stufe zu erreichen, habt ihr mehr als umgesetzt und gleich die übernächste erreicht.“ Der Auditor hat noch einmal darauf hingewiesen, dass die Bewertung in manchen Bereichen nicht immer einfach gewesen sei, „da in einer Geschäftsstelle einer Sportorganisation eben Ehrenamtliche und auch Hauptamtliche vertreten sind, anders als in den meisten Vereinen, die zumeist von ausschließlich Ehrenamtlichen geführt werden.“ Doch sah er es als Vorteil, dass zum Beispiel ein entwickelter Gesprächsleitfaden durchaus als Vorlage für den ehrenamtlichen Bereich genutzt werden könne. Als weiteres Qualitätsmerkmal sah er die Tatsache, dass zwei Personen die Freiwilligenmanagement-Qualifizierung des Landessportbundes durchlaufen haben.
KSB-Vorsitzender Bernd Wiesendorf sah das Erreichen der höchsten Stufe als Bestätigung: „Wir haben uns vorgenommen, als gutes Beispiel voranzugehen. Jetzt hoffen wir, dass wir damit unsere Vereine motivieren, sich auch auf den Weg zu machen.“ Es ginge darum, besonders gute Rahmenbedingungen für ehrenamtlich und freiwillig Engagierte zu entwickeln. „Und diese Qualität kann man sich mit dem Zertifikat bescheinigen lassen“, ergänzt Jennifer Janele. Sie ist beim Kreissportbund Holzminden die Leiterin des LSB-Projektes „Zukunftsfähige Ehrenamtsstrukturen im Landkreis Holzminden“, das vom Landessportbund gefördert wird. Vereine gelten als engagementfreundlich, wenn diese ihre Engagierten beim Einstieg und der Einarbeitung in ein neues Aufgabenfeld unterstützen, Möglichkeiten zur Aus- und Fortbildung bieten oder entsprechende Anerkennung und Wertschätzung vermitteln.