Große Harmonie hat den Kreissporttag im Altendorfer Hof in Holzminden geprägt. Diese wichtige Zusammenkunft aller Sportvereine im Landkreis Holzminden hat nicht nur einen Blick auf die erfolgreiche Arbeit im KSB-Vorstand ermöglicht, sondern auch einen zentralen Zukunftspunkt verwirklicht – die Verjüngung des Vorstands: Sebastian Aickele (SV Landschulheim) und Jan Kaschura (RunArtist Holzminden) wurden von der Versammlung einstimmig in ihr neues Amt gewählt.
Stellvertretender Landrat Wulf Kasperzik sprach in einem Grußwort seine Wertschätzung und seinen Respekt für die Sportvereine aus: „Annähernd die Hälfte unserer Bevölkerung ist Mitglied im Sportverein! Die Vereine sind eine wichtige Stütze der Gesellschaft, sie stehen für soziale Kompetenz.“ Er sprach allen Übungsleitern seinen Dank aus und bat um weiterhin aktive Mitarbeit: „Sie werden gebraucht!“ Zudem betonte er die gute und zielführende Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Kreissportbund.
Ein umfassender Bericht des Vorstandes war nicht notwendig, da allen Teilnehmenden vorab das Berichtsheft zugestellt worden war. Dennoch nutzte KSB-Vorsitzender Bernd Wiesendorf die Gelegenheit, einige wichtige Punkte anzusprechen. „Das vergangene Geschäftsjahr war für den Kreissportbund Holzminden geprägt von intensiver Arbeit, neuen Aufgaben und wichtigen Weichenstellungen. Trotz personeller Herausforderungen ist es uns gelungen, unsere Aktivitäten nicht nur zuverlässig fortzuführen, sondern in zentralen Bereichen gezielt weiter auszubauen.“ Von großer Bedeutung sei dabei der umfassende Strategieprozess beim Landessportbund Niedersachsen, der die Zusammenarbeit zwischen Kreis- und Landesebene spürbar verändern würde: „Strukturen, Zuständigkeiten und Leistungsanforderungen werden neu bewertet und wirken sich unmittelbar auf unsere Arbeit vor Ort aus.“
Vor diesem Hintergrund habe ein wichtiger Schwerpunkt auf der aktiven Mitgestaltung dieses Prozesses gelegen. Dazu beigetragen habe auch die überdurchschnittliche Beteiligung der Sportvereine an einer vom LSB durchgeführten Befragung. „Wir verstehen uns nicht nur als Beteiligte, sondern bewusst als Mitgestalter dieses Prozesses und bereiten uns gezielt auf die bevorstehenden strukturellen Veränderungen vor“, so Wiesendorf. In der Sportregion Weserbergland sei inzwischen wieder personelle Stabilität eingekehrt. Steve Sander erfülle seinen Bildungsauftrag sehr zuverlässig und trage wesentlich zur positiven Entwicklung bei. „Herausfordernd bleibt jedoch die Situation bei den Ausgleichszahlungen im Personalhaushalt. Die nicht vorhandene Solidarität der größeren Kreissportbünde Hameln und Schaumburg wirft Fragen der Verteilungsgerechtigkeit auf. Umso wichtiger ist es, dass wir über den Landessportbund eine Interimsregelung erreichen konnten. Diese sichert unser Personalbudget für den Bildungsreferenten.“
Geschäftsführer Steve Sander gab den Anwesenden einen Einblick, wie sie künstliche Intelligenz (KI) für ihre Vereine nutzen können: „Künstliche Intelligenz reduziert die alltäglichen Aufgaben, ermöglicht es den Vorstandsmitgliedern, sich auf strategische Themen und die Weiterentwicklung ihrer Vereine zu konzentrieren. Durch die Nutzung von KI-Anwendungen erhalten die Vereinsmitglieder wertvolle Zeit, die sie für wichtige Projekte und die Verbesserung der Vereinsarbeit nutzen können.“ Maßgeblich helfen könne eine innovative Software zur Optimierung der Mitgliederverwaltung und -kommunikation, die er selbst mithilfe von KI entwickelt habe. Wer offen für die Thematik sei, solle sich bei ihm melden.
Vor den Vorstandsneuwahlen dankte Bernd Wiesendorf den beiden ausscheidenden stellvertretenden Vorsitzenden Hermann Meyer und Hartmut Kumlehn für ihren großen Einsatz. Jeweils einstimmig wurden in den Vorstand gewählt: Bernd Wiesendorf als Vorsitzender sowie als stellvertretende Vorsitzende Heinz-Willi Franke (Finanzen), Sebastian Aickele (Vereins- und Sportentwicklung) und Jan Kaschura (Organisationsentwicklung). Jennifer Janele gehört satzungsgemäß als Vorsitzende der Sportjugend genauso wie Geschäftsführer Steve Sander ebenfalls zum Vorstand. In den erweiterten Vorstand wurden als Beauftragte berufen Ina Wolter (Sportabzeichen), Wolfgang Jacob (Sportstättenbau), Irmgard Schrader (Sportjugendberatung) und Burkhard Schwannecke (Öffentlichkeitsarbeit). Als Kassenprüfer wurden Detlef Knop und Jens Caninenberg gewählt, als Ersatzprüfer Holger Gläser und Liane Hampel.
Bei der Wahl der Vereinsvertreter für den Hauptausschuss wurden für die Vereine mit mehr als 500 Mitgliedern Dr. Christoph Sandforth (MTV 49 Holzminden), Elke Perdacher (TV Bodenwerder) und Frank Lorenz (TSV Ottenstein) gewählt. Als Vertreter für die kleineren Vereine wurden Rüdiger Weske (SSC Eschershausen), Oliver Casper (Ruderclub Holzminden) und Melanie Möhlmann (SV Wesertal Grave) gewählt. In seinem Schlusswort richtete Bernd Wiesendorf einen Appell an die Versammlung: „Der organisierte Sport leistet einen unverzichtbaren Beitrag – für Gesundheit, Gemeinschaft und Integration. Mein Wunsch ist, dass dieser Beitrag in unserer Gesellschaft noch stärker wahrgenommen, anerkannt und unterstützt wird.“