Journalistin Andrea Röpke gab beunruhigende Einblicke in die rechtsextreme Szene | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 19.05.2026 13:31

Journalistin Andrea Röpke gab beunruhigende Einblicke in die rechtsextreme Szene

Wollen demokratisches Engagement vernetzen (v.l.): Mario Hildebrandt, Linda Papenberg, Andrea Röpke und Helmut Lensdorf. (Foto: privat)
Wollen demokratisches Engagement vernetzen (v.l.): Mario Hildebrandt, Linda Papenberg, Andrea Röpke und Helmut Lensdorf. (Foto: privat)
Wollen demokratisches Engagement vernetzen (v.l.): Mario Hildebrandt, Linda Papenberg, Andrea Röpke und Helmut Lensdorf. (Foto: privat)
Wollen demokratisches Engagement vernetzen (v.l.): Mario Hildebrandt, Linda Papenberg, Andrea Röpke und Helmut Lensdorf. (Foto: privat)
Wollen demokratisches Engagement vernetzen (v.l.): Mario Hildebrandt, Linda Papenberg, Andrea Röpke und Helmut Lensdorf. (Foto: privat)

Mit rund 90 Besucherinnen und Besuchern war die Aula der Volkshochschule gut gefüllt. Das Interesse an den Ausführungen der Journalistin Andrea Röpke mithin groß. Das Thema „Rechtsextremismus als Gefahr für die Demokratie“ ernst und schwierig. Andrea Röpke belegte es mit Bezügen zu Vorgängen in Höxter, Beverungen und Bad Driburg auch auf den hiesigen Kreis.

So hätten die „Jungadler“ ihren Schwerpunkt in Ostwestfalen-Lippe und Niedersachsen. Nicht wenige ihrer Mitglieder hätten Einser-Abitur und das unbedingte Ziel, einflussreiche Positionen in Wirtschaft und Politik zu besetzen. Von dort aus wollen sie ihr rechtsextremes, völkisches und rassistisches Weltbild zielgerichtet verbreiten. Sie verstünden sich in der Tradition der Hitler-Jugend; ihre Kontakte reichten direkt zur AfD.

Rechtsextremisten seien auch als „Kampfgemeinschaften“ organisiert, so Andrea Röpke, sie versteckten sich hinter bürgerlichen Familienfassaden. Tausende von Kindern würden hier systematisch der Demokratie entfremdet. Diese „Sippen“ würden sich im Widerstand gegen das „System“ verstehen, den Staatsbegriff mit Rechten und demokratischen Grundwerten lehnten sie ab.

Tief beunruhigend seien die vorgetragenen Einblicke der renommierten Journalistin Andrea Röpke gewesen, so das Echo aus der anschließenden Diskussionsrunde. „Wie sollen wir mit Rechtsextremen in unseren Sport- oder Musikvereinen umgehen?“, war eine der geäußerten Fragen. Die Journalistin setzt auf die aktive und zielgerichtete Vernetzung der Demokratinnen und Demokraten zum einen in der Zivilgesellschaft und außerdem im politischen Bereich über Parteigrenzen hinweg.

Es gebe inzwischen sehr viel positive Bewegung, Aufmerksamkeit und Information in den Städten und auch in ländlichen Gebieten wie dem Kreis Höxter, so Röpke. „Hierfür war die Veranstaltung ein weiterer Bestandteil“, so die Initiatorin Linda Papenberg und Moderator Helmut Lensdorf. Eingeladen hatte das Bündnis für Demokratie und Vielfalt (Höxter) mit den „Omas gegen Rechts, Höxter“ sowie der Volkshochschule Höxter-Marienmünster und dem Bündnis für Demokratie und Toleranz (Kreis Höxter).

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