Leistungsstärke der DLRG-Ortsgruppe Holzminden beeindruckt | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 19.05.2026 15:43

Leistungsstärke der DLRG-Ortsgruppe Holzminden beeindruckt

V.l.: Matteo Strathmann (Strömungsretter), Uwe Schünemann MdL, Niko Stille (2. Vorsitzender), Fabian Schmitz (Kassenwart), Mareike Lotte Wulf MdB, Stephan Meier. (Foto: Sabine Echzell)
V.l.: Matteo Strathmann (Strömungsretter), Uwe Schünemann MdL, Niko Stille (2. Vorsitzender), Fabian Schmitz (Kassenwart), Mareike Lotte Wulf MdB, Stephan Meier. (Foto: Sabine Echzell)
V.l.: Matteo Strathmann (Strömungsretter), Uwe Schünemann MdL, Niko Stille (2. Vorsitzender), Fabian Schmitz (Kassenwart), Mareike Lotte Wulf MdB, Stephan Meier. (Foto: Sabine Echzell)
V.l.: Matteo Strathmann (Strömungsretter), Uwe Schünemann MdL, Niko Stille (2. Vorsitzender), Fabian Schmitz (Kassenwart), Mareike Lotte Wulf MdB, Stephan Meier. (Foto: Sabine Echzell)
V.l.: Matteo Strathmann (Strömungsretter), Uwe Schünemann MdL, Niko Stille (2. Vorsitzender), Fabian Schmitz (Kassenwart), Mareike Lotte Wulf MdB, Stephan Meier. (Foto: Sabine Echzell)

Bei der offiziellen Bootstaufe des neuen Schlauchbootes der DLRG Ortsgruppe Holzminden konnten die parlamentarische Staatssekretärin Mareike Lotte Wulf MdB und der Landtagsabgeordnete Uwe Schünemann nicht teilnehmen. So informierten sich die CDU-Politiker exklusiv über die Einsatzmöglichkeiten des IRB S390 mit dem Namen „Holtesmynne“ bei einem Besuch im Bootshaus. Begleitet wurden sie vom Ratsherrn Dennis Winter und der Kreistagsabgeordneten Sabine Echzell. Der Vorsitzende Holger Lüders und sein Team nutzten die Gelegenheit, das Leistungsspektrum der hiesigen DLRG vorzustellen und Wünsche an die Politik zu richten. Oftmals müssten die ehrenamtlich Tätigen ihre Schutzausstattung selber finanzieren. Diese Ungleichbehandlung zu den Feuerwehren sei kaum vermittelbar.

Mit dem bei der Firma Deutsche Schlauchboot produzierten „Inflatable Rescue Boat“ habe man bewusst auf ein kleineres aber dafür vielseitig einsetzbares Boot gesetzt. „Kiesteiche bieten kaum befestigte Trailer-Stellen, so dass dieser Bootstyp besser und sicherer eingesetzt werden kann“, so der technische Leiter Daniel Mehrlein. Es sei besonders für Hochwasserlagen geeignet und werde mit einem Bootsführer und 2 Wasserrettern im Bedarfsfall besetzt.

Die Übungsfahrt auf der Weser fand aber auf dem 100 PS starken Rettungsboot „Michaelis“ (RTB2) statt. Dabei konnten die beiden Parlamentarier live eine Strömungsrettung verfolgen. Dazu hat sich Matteo Strathmann von der Weserbrücke abgeseilt und einen „Dummy“ aus der Weser gerettet. „Die Professionalität und der Mut der DLRG-Retter ist großartig“, zeigt sich Mareike Wulf beeindruckt. „Das Abseilen aus großer Höhe versursacht allerdings auch nach vielen Übungsstunden immer noch einen besonderen Kick“, gibt Strathmann zu.

Die DLRG Ortsgruppe Holzminden bietet Ihren Mitgliedern ein breitgefächertes Betätigungsfeld. Neben dem Anfängerschwimmen, Rettungsschwimmen und Strömungsrettung, stehen Tauchen, der Einsatz von Unterwasserdrohne, Sanitätsdienste sowie Erste-Hilfe-Kurse im Angebot. Für Jugendliche ist das Bootsfahren oftmals der Einstieg bei der DLRG. „Die Spezialisierung findet dann aber ganz schnell statt“, weiß der 2. Vorsitzende Niko Stille aus eigener Erfahrung. Die Leidenschaft komme beim Ausprobieren der unterschiedlichen Tätigkeiten.

Entscheidend für die Sicherheit der „Lebensretter“ aber auch der Motivation sei die technische Ausstattung. Hier konnte in den letzten zehn Jahren viel investiert werden. Dank staatlicher Förderung, Spenden, Zuschüsse des Bundesverbandes und Eigenmittel. Einen Innovationsschub habe der Gerätewagen Tauchen mit sich gebracht. Neben vier komplett ausgerüsteten Tauchgeräten, spezieller Sanitätsausrüstung und einem internetbasierten Arbeitsplatz fasziniert vor allem die Unterwasserdrohne. „Mit Baywatch hat das hier nichts zu tun“, räumt Mareike Wulf mit Vorurteilen auf. Hier werde eine ausgezeichnete Ausbildung gewährleistet, die verantwortungsvolles Handeln im Einsatzfall garantiert. „Herzlichen Dank für dieses vorbildliche Engagement“, kommentierten die beiden CDU-Politiker ihre gewonnenen Eindrücke.

Für die Bitte des DLRG-Vorstandsteams nach möglicher Gleichbehandlung mit den Feuerwehren zeigten die Abgeordneten Verständnis. Den Verweis auf eine vorbildliche gesetzliche Regelung im Rettungsdienstgesetz des Freistaates Bayern nahm Uwe Schünemann auf. Aufgrund der angespannten kommunalen Finanzlage sei eine auskömmliche institutionelle Förderung durch die kommunale Ebene wünschenswert, aber schwer umsetzbar. Immerhin habe auf Antrag der CDU die Stadt und der Landkreis neue Einsatz-Tauchanzüge mit rund 8.000 Euro gefördert.

north