Mitreißende Gospels in der Pfingstnacht | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 26.05.2026 17:03

Mitreißende Gospels in der Pfingstnacht

Der Gospelchor Spirit Voices unter der Leitung von Torsten Seidemann (E-Piano) begeisterte das Publikum. (Foto: Doris Dietrich)
Der Gospelchor Spirit Voices unter der Leitung von Torsten Seidemann (E-Piano) begeisterte das Publikum. (Foto: Doris Dietrich)
Der Gospelchor Spirit Voices unter der Leitung von Torsten Seidemann (E-Piano) begeisterte das Publikum. (Foto: Doris Dietrich)
Der Gospelchor Spirit Voices unter der Leitung von Torsten Seidemann (E-Piano) begeisterte das Publikum. (Foto: Doris Dietrich)
Der Gospelchor Spirit Voices unter der Leitung von Torsten Seidemann (E-Piano) begeisterte das Publikum. (Foto: Doris Dietrich)

Einen stimmungsvollen Abschluss des Pfingstsonntags erlebten die Besucher der 12. Gospelnacht in der evangelischen Kirche. Bei sommerlichen Temperaturen hatte die evangelische Kirchengemeinde um 21 Uhr zu einem Konzertabend eingeladen. Zu den Gästen gehörten Bad Driburger, Reha-Patienten und Urlauber. Unter dem Motto „Greater Than Anything“ gestalteten die 19 Sängerinnen und Sänger des Gospelchors „Spirit Voices“ unter der Leitung von Torsten Seidemann einen abwechslungsreichen Abend mit traditionellen und modernen Gospels zum Zuhören und Mitsingen.

Mit dem Song „Glorify Jesus“ zog der Chor in die Kirche ein und sorgte für eine schwungvolle Begrüßung. Voran ging Calle Swoboda mit seiner Gitarre. Nach den Begrüßungsworten und den guten Wünschen zu Pfingsten führte Swoboda unterhaltsam durch das Programm.

Gleich zu Beginn wurde das Publikum einbezogen. Gemeinsam sangen Chor und Besucher das Lied „Hallo Leute, schön, dass ihr da seid, wir sind hier für euch, Singen macht Freude“. Das mehrfach wiederholte Lied sorgte schnell für eine lockere Atmosphäre und der Funke sprang unmittelbar auf die Zuhörer über.

Calle Swoboda erinnerte auch an die Geschichte des Gospels, dessen Wurzeln in der Zeit der Sklaverei liegen und der seit mehr als 120 Jahren zahlreiche Einflüsse auf die Pop- und Kirchenmusik ausübt. Einen besonderen Schwerpunkt bildeten vier Titel des Komponisten Niko Schlenker, der vor einiger Zeit einen Gospelworkshop in Bad Driburg leitete. Sein Lied „Greater Than Anything“, das der Gospelnacht ihren Titel verliehen hatte, eröffnete diesen Programmteil. Es folgten die Stücke „Coming To You“, „Worshipsong“ mit mehreren Solisten sowie „Halleluja“. Die Solobeiträge verliehen den Liedern eine besondere Note. Das Publikum war immer wieder eingeladen mitzusingen, unter anderem bei dem Titel „Keiner ist dem andern gleich“.

Mit „Son of the Preacher Man“ von Dusty Springfield zeigten die Spirit Voices eine weitere musikalische Facette. Die Soloparts übernahmen Calle Swoboda und eine Chorsängerin. Anschließend folgte der Gospel „Praise the Lord“ aus dem Musical „Judith“. Calle Swoboda erinnerte daran, dass dieses Musical im Februar 2026 in Dortmund aufgeführt wurde. Einige Sängerinnen und Sänger der Spirit Voices waren unter den rund 3.000 Mitwirkenden. Für alle Beteiligten war es ein unvergessliches Erlebnis.

Weitere Höhepunkte des Abends waren die Gospels „He Is a Living God“ von Jochen Rieger sowie „I’m a Witness“ von Niko Schlenker. In diesem Zusammenhang kündigte Calle Swoboda auch ein neues Projekt der Spirit Voices an. Unter dem Thema „Die Zehn Gebote“ soll über ein Jahr hinweg geprobt werden. Bilder werden das Projekt ergänzen. Gleichzeitig sprach er eine herzliche Einladung an alle Interessierten aus, die Proben des Chores zu besuchen. Diese finden alle 14 Tage freitagabends im Gemeindezentrum statt.
Mit einem Augenzwinkern forderte der Moderator die Besucher auf, einmal den Nachbarn anzuschauen und vielleicht auch anzulächeln.

Beim Lied „Wir wollen aufstehn“ von Clemens Bittlinger waren die Besucher erneut gefragt. Der Text stand auf dem Liedblatt, sodass viele kräftig mitsingen konnten. Es war bereits vor zwei Monaten bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus des Kreises Höxter zu hören gewesen.

Mit „We’ll Fly to the Promised Land“, bekannt durch Les Humphries sowie „Heaven Is a Place on Earth“ von Belinda Carlisle folgten weitere bekannte Titel. Danach präsentierte der Chor drei Gospels des norwegischen Komponisten Tore W. Aas: „Come Let Us Sing“, „Agnus Dei“ und „We Lift Our Hands“. Mal solistisch, mal mehrstimmig überzeugten die Sängerinnen und Sänger mit großer Ausdruckskraft.

Beeindruckt zeigten sich einige Reha-Patienten, die ihren Aufenthalt nutzten, um die Gospelnacht zu besuchen: „Wir sind begeistert von dem Konzert.“ Eine Besucherin ergänzte: „Ich singe gern in einem Kirchenchor. Es hat viel Freude gemacht, heute Abend dabei zu sein. Die positive Stimmung, die abwechslungsreiche Liedauswahl und die spürbare Freude der Sängerinnen und Sänger kamen beim Publikum hervorragend an.“

Wie so oft bei gelungenen Konzerten verging der Abend viel zu schnell. Als musikalischer Abschluss sang der Chor „May the Lord Send Angels“ von Heinz Helmut Jost. Mit den Worten „Schön, dass ihr hier wart“ bedankten sich die Spirit Voices bei ihrem Publikum. Eine Zugabe durfte nicht fehlen: Mit „I’m So Happy“ verabschiedete sich der Chor endgültig.

Beim Auszug aus der Kirche sangen die Sängerinnen und Sänger „Glorify Jesus“ und bildeten vor dem Gotteshaus ein Spalier. Viele Besucher bedankten sich mit einer Spende für den gelungenen Abend. So endete die 12. Gospelnacht als fröhlicher und zugleich beschwingter Ausklang des Pfingstsonntags – begleitet von Mondschein auf dem Heimweg und schönen Melodien im Ohr.

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