So ein Käse! | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 07.09.2026 13:33

So ein Käse!

Nieheimer Käsemarktkönigin Sarah Jasperneite (rechts) und Bürgermeister der Stadt Nieheim Johannes Schlütz freuten sich über viele Besucher bei herrlichem Wetter. (Foto: Doris Dietrich)
Nieheimer Käsemarktkönigin Sarah Jasperneite (rechts) und Bürgermeister der Stadt Nieheim Johannes Schlütz freuten sich über viele Besucher bei herrlichem Wetter. (Foto: Doris Dietrich)
Nieheimer Käsemarktkönigin Sarah Jasperneite (rechts) und Bürgermeister der Stadt Nieheim Johannes Schlütz freuten sich über viele Besucher bei herrlichem Wetter. (Foto: Doris Dietrich)
Nieheimer Käsemarktkönigin Sarah Jasperneite (rechts) und Bürgermeister der Stadt Nieheim Johannes Schlütz freuten sich über viele Besucher bei herrlichem Wetter. (Foto: Doris Dietrich)
Nieheimer Käsemarktkönigin Sarah Jasperneite (rechts) und Bürgermeister der Stadt Nieheim Johannes Schlütz freuten sich über viele Besucher bei herrlichem Wetter. (Foto: Doris Dietrich)

Drei Tage lang drehte sich in Nieheim alles um den Käse: Vom 4. bis 6. September lockte der inzwischen 14. Nieheimer Käsemarkt wieder Liebhaber aus nah und fern in die Stadt. Alle zwei Jahre steht Nieheim ganz im Zeichen der beliebten Spezialität – für viele Besucher ist das erste Septemberwochenende deshalb längst fest im Kalender eingeplant.

Sarah Jasperneite heißt die junge Käsemarkt-Königin. Für zwei Jahre darf sie das Amt ausüben und war während der gesamten drei Markttage ein besonderer Blickfang. In ihrem traumhaften gelben Kleid war sie überall auf dem Käsemarkt zu sehen und strahlte mit der Sonne um die Wette.

Dabei hatte der Markt am Freitag zunächst mit kräftigem Starkregen am Nachmittag zu kämpfen. Am Abend konnten Veranstalter, Aussteller und Besucher jedoch wieder aufatmen. Das Wochenende zeigte sich anschließend von seiner deutlich besseren Seite. Besonders der Sonntag lockte bei strahlendem Sonnenschein zahlreiche Menschen nach Nieheim.

Mehr als 50 handwerkliche Käsereien aus Deutschland, Österreich, Irland, Italien und den Niederlanden präsentierten ihre Spezialitäten. Dazu kamen zahlreiche weitere kulinarische Angebote. Winzer boten ihre Weine an, außerdem waren viele regionale Anbieter vertreten, darunter Bauer Peine aus Pömbsen mit Michael Peine und Hof Goeke aus Langeland mit Lena-Marie Faupel-Goeke und Anna-Lena Stieneke. Auch Wurst, Oliven und viele weitere Spezialitäten konnten die Besucher probieren und entdecken.

Mit rund 60.000 Besuchern wurde über das gesamte Wochenende gerechnet. Bürgermeister der Stadt Nieheim Johannes Schlütz zeigte sich begeistert: „Es ist grandios, viele Besucher, das Wetter ist perfekt und ich bin sehr zufrieden.“

Für Unterhaltung sorgte Livemusik auf zwei Bühnen. Ein besonderer Anziehungspunkt war außerdem das Nieheimer Käsemuseum mit seiner längsten Käsetheke. Überall konnten die Besucher probieren, miteinander ins Gespräch kommen und neue Spezialitäten kennenlernen.

Besonders interessant war die Käseprüfung des „Verbandes für handwerkliche Milchverarbeitung e. V.“. Hier konnten die Besucher selbst Teil der Jury werden und verschiedene Käsesorten bewerten. Ergänzt wurde die Publikumsbewertung durch eine professionelle Fachjury. Im Gespräch mit Verena Lösl aus Freising gab es dazu interessante Informationen. Vor dem Stand bildeten sich lange Schlangen, denn viele Besucher wollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, verschiedene Käsesorten zu verkosten und ihre Stimme abzugeben. Das Ergebnis setzt sich zu gleichen Teilen zusammen: 50 Prozent der Bewertung kommen von den Besuchern, 50 Prozent von der Fachjury. Die besten Käse werden schließlich im November bei Cheese Berlin ausgezeichnet.

Neben Genuss und Geselligkeit wurde auf dem Käsemarkt auch über die Herausforderungen gesprochen, vor denen viele Käseproduzenten stehen. Ein großes Thema ist die Hofnachfolge. Nicht immer ist es selbstverständlich, dass die nächste Generation den Betrieb übernimmt. Die Arbeit auf einem landwirtschaftlichen Betrieb ist anspruchsvoll und bedeutet für die Familien viel Verantwortung. Tiere kennen keinen Feierabend und keinen Urlaub – sie müssen rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, versorgt werden. Diese besondere Lebensweise stellt viele Familienbetriebe vor große Herausforderungen.

Der Nieheimer Käsemarkt zeigte einmal mehr, wie viel Handwerk, Leidenschaft und Arbeit hinter den Produkten steckt, die auf den Tischen der Besucher landen. Und wer dem Trubel für einen Moment entkommen wollte, konnte dies sogar mitten in Nieheim tun: In der Kirche bot sich den Besuchern die Möglichkeit, kurz innezuhalten, Ruhe zu finden und die Stille zu spüren.

Zum Erfolg des Marktes trugen auch zahlreiche Ehrenamtliche bei. Ohne ihren Einsatz wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung kaum möglich. Sie sorgten im Hintergrund und sichtbar vor Ort dafür, dass die drei Tage reibungslos ablaufen konnten.

So ging ein rundum gelungenes Käsemarkt-Wochenende zu Ende. Drei Tage voller Käse, Genuss, Musik, Begegnungen und Gespräche machten den 14. Nieheimer Käsemarkt erneut zu einem besonderen Ereignis.

Und eines steht bereits fest: Die Vorfreude auf 2028 ist groß.

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