St. Josef Hospital eröffnet neue Klinik für Neurologie | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 07.01.2026 08:52

St. Josef Hospital eröffnet neue Klinik für Neurologie

Sie begrüßen den neuen Chefarzt für Neurologie am St. Josef Hospital der KHWE in Bad Driburg (von links): Standortleiter Marko Ellerhoff, Dr. Djordje Stojkovic, Verwaltungsratsvorsitzender Marcel Giefers und KHWE-Geschäftsführer Christian Jostes. (Foto: KHWE)
Sie begrüßen den neuen Chefarzt für Neurologie am St. Josef Hospital der KHWE in Bad Driburg (von links): Standortleiter Marko Ellerhoff, Dr. Djordje Stojkovic, Verwaltungsratsvorsitzender Marcel Giefers und KHWE-Geschäftsführer Christian Jostes. (Foto: KHWE)
Sie begrüßen den neuen Chefarzt für Neurologie am St. Josef Hospital der KHWE in Bad Driburg (von links): Standortleiter Marko Ellerhoff, Dr. Djordje Stojkovic, Verwaltungsratsvorsitzender Marcel Giefers und KHWE-Geschäftsführer Christian Jostes. (Foto: KHWE)
Sie begrüßen den neuen Chefarzt für Neurologie am St. Josef Hospital der KHWE in Bad Driburg (von links): Standortleiter Marko Ellerhoff, Dr. Djordje Stojkovic, Verwaltungsratsvorsitzender Marcel Giefers und KHWE-Geschäftsführer Christian Jostes. (Foto: KHWE)
Sie begrüßen den neuen Chefarzt für Neurologie am St. Josef Hospital der KHWE in Bad Driburg (von links): Standortleiter Marko Ellerhoff, Dr. Djordje Stojkovic, Verwaltungsratsvorsitzender Marcel Giefers und KHWE-Geschäftsführer Christian Jostes. (Foto: KHWE)

Mit dem Aufbau der Klinik für Neurologie am St. Josef Hospital Bad Driburg hat die KHWE Anfang dieses Jahres einen bedeutenden Meilenstein in der regionalen Gesundheitsversorgung erreicht. Seit Januar ist die neurologische Klinik erfolgreich in Betrieb und nun steht auch die personelle Leitung fest: Dr. Djordje Stojkovic übernimmt die Position des Chefarztes.

Die Einrichtung der Klinik für Neurologie einschließlich Stroke Unit geht auf die Landeskrankenhausplanung NRW mit einer Neuvergabe von Leistungsgruppen zurück. „Ziel war und ist es, die medizinische Versorgung im ländlichen Raum nachhaltig zu stärken und den Notfallstandort Bad Driburg gezielt weiterzuentwickeln. Mit der nun etablierten neurologischen Versorgung wird das Leistungsspektrum des St. Josef Hospitals deutlich erweitert“, sagt KHWE-Geschäftsführer Christian Jostes. Darüber hinaus scheint eine Entwicklung in die Notfallstufe 2 als realistisch erreichbar. „Dies bedeutet, dass die Notfallversorgung im Sinne einer Ost-West-Akzentuierung an den Standorten Bad Driburg und Höxter auch vom Ministerium gestärkt wird. Erste Strukturanpassungen hatten wir mit einem neuen MRT in Bad Driburg bereits umgesetzt.“

Mit Dr. Djordje Stojkovic gewinnt die KHWE einen äußerst erfahrenen Neurologen mit ausgewiesener Expertise in der Akutneurologie, Schlaganfallversorgung, Intensiv- und Notfallmedizin. Der Facharzt für Neurologie mit Zusatzbezeichnung Intensivmedizin war zuletzt als Oberarzt und Leiter der neurologischen Notaufnahme sowie der interdisziplinären Intensivstation am Klinikum Friedrichshafen tätig. In dieser Funktion hat der 41-Jährige maßgeblich zur Optimierung klinischer Abläufe beigetragen, unter anderem durch den Aufbau effizienter Schlaganfallstrukturen und moderner intensivmedizinischer Konzepte.

„Der Aufbau einer neuen neurologischen Klinik bietet die große Chance, Strukturen von Beginn an patientenorientiert, effizient und qualitativ hochwertig zu gestalten“, so Dr. Stojkovic. Sein medizinischer Schwerpunkt liegt insbesondere auf der schnellen und sicheren Versorgung neurologischer Notfälle, der modernen Schlaganfalltherapie sowie der engen interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen. Die Klinik befindet sich derzeit im weiteren strukturellen Aufbau. In den kommenden Wochen ist die Einstellung zusätzlichen Personals im ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Bereich vorgesehen.

Die Klinik für Neurologie am St. Josef Hospital Bad Driburg bietet ein breites Leistungsspektrum. Neben der Akutneurologie und der spezialisierten Schlaganfallversorgung werden unter anderem entzündliche und degenerative Erkrankungen des Nervensystems, Epilepsien, neurovaskuläre Erkrankungen sowie neurologische Begleiterkrankungen intensivmedizinisch betreut. Moderne diagnostische Verfahren wie EEG, EMG, Duplexsonographie und eine leistungsfähige bildgebende Diagnostik stehen rund um die Uhr zur Verfügung.

Mit der erfolgreichen Etablierung der Klinik für Neurologie und der Besetzung der Chefarztposition setzt die KHWE ihre langfristige Strategie fort, medizinische Kompetenzen innerhalb des Verbundes gezielt zu bündeln und auszubauen.

Insgesamt ist der Geschäftsführer mit dem Feststellungsbescheid zur Vergabe von Leistungsgruppen, den die KHWE von der Bezirksregierung Detmold bereits Ende 2024 erhalten hatte, zufrieden. Jostes: „Wir fühlen uns in unserer qualitativ hochwertigen Versorgungsstrategie bestätigt. Besonders erfreulich ist es, dass Minister Karl-Josef Laumann sein Versprechen eingehalten hat, ein besonderes Augenmerk auf die Versorgung im ländlichen Raum zu legen.“

Dies kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass die KHWE zu den wenigen Krankenhausträgern in NRW gehört, die sogar Leistungsgruppen dazu bekommen haben. So kommt für die KHWE neben der Neurologie und der Stroke Unit am St. Josef Hospital in Bad Driburg auch die Leistungsgruppe Geriatrie am St. Ansgar Krankenhaus in Höxter dazu. Die Fachabteilung für Altersmedizin ist bereits im Frühjahr 2024 in Höxter und damit bereits vor Vergabe der Leistungsgruppen etabliert worden, was zu diesem Zeitpunkt vor allem mit der Schließung des Evangelischen Agaplesion Krankenhauses in Holzminden zusammenhing.

Auch das Adipositaszentrum, das größte in ganz OWL und als Referenzzentrum zertifiziert, wird durch die NRW-Landeskrankenhausplanung gestärkt. Auch diese Leistung kann die KHWE unverändert inklusive der erforderlichen plastischen chirurgischen Eingriffe anbieten. Kleinere Einbußen an dem Standort hinnehmen muss der Träger allerdings (wie bereits berichtet) bei der Gefäßchirurgie, der HNO-Belegabteilung und der Möglichkeit, Dreikammerschrittmacher und Defibrillator einzubauen. Die gängigen Herzschrittmacher (2-Kammer) oder Schrittmacherkontrollen können unverändert am St. Josef Hospital eingesetzt und ausgelesen werden. Die üblichen Herzschrittmacher (2-Kammer), die in der Regel benötigt werden, können unverändert am St. Josef Hospital eingesetzt und ausgelesen werden. Das heißt, dass Patienten mit jeglichem kardiologischen Problem weiterhin nach Bad Driburg kommen können. Die hochkomplexen Schrittmacher konzentrieren sich am St. Ansgar Krankenhaus Höxter. „Auf den Wegfall der Gefäßchirurgie am St. Josef Hospital sind wir bereits sehr gut vorbereitet, da wir uns seit 2019, noch vor Corona, mit der Landeskrankenhausplanung von NRW beschäftigen konnten. Wir haben die Gefäßchirurgie 2024 bereits am St. Ansgar Krankenhaus in Höxter konzentriert“, betont Christian Jostes. Das Wundzentrum bleibt am St. Josef Hospital Bad Driburg erhalten.

Am St. Vincenz Hospital Brakel und am St. Rochus Krankenhaus Steinheim bleibt alles so wie es ist. In Steinheim konzentriert sich die KHWE weiterhin im vollen Umfang auf die Altersmedizin, am Standort Brakel betreiben sie weiterhin das gesamte Elektivgeschäft der Orthopädie mit einem Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung, der Schmerzmedizin, Rheumatologie und der Psychosomatik. „Mit mehr als 1600 Hüft-, Knie- und Schulter-Endoprothesen jährlich sind wir OWL-weit führend“, zeigt sich Jostes stolz. Bemerkenswert ist, dass die Orthopädie in Brakel nicht nur die Leistungsgruppe Hüft- und Knieendoprothetik behält, sondern auch zu den wenigen Kliniken in NRW gehört, die weiterhin auch Revisionseingriffe (Austausch von künstlichen Gelenkersätzen) umsetzen darf.

Die katholischen Trägergemeinschaften der Kranken- und Seniorenhäuser haben bereits Im Jahr 2005 einen zukunftsweisenden Entschluss gefasst und mit der KHWE einen Verbund gegründet, in dem die Standorte sich gegenseitig unterstützen und ergänzen können. Jostes: „Seitdem spezialisieren wir uns und bündeln unsere Kompetenzen, um Doppelvorhaltungen sukzessive abzubauen und setzen seitdem genau das um, was mit der Landeskrankenhausplanung auch politisch gewollt ist. Diese strategischen Maßnahmen haben sich jetzt im hohen Maße ausgezahlt.“

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