Hoffnung schenken – Hilfe für Menschen in Äthiopien | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 21.05.2026 14:01

Hoffnung schenken – Hilfe für Menschen in Äthiopien

Einweihung eines Kindergartens in Mera (Äthiopien). (Foto: privat)
Einweihung eines Kindergartens in Mera (Äthiopien). (Foto: privat)
Einweihung eines Kindergartens in Mera (Äthiopien). (Foto: privat)
Einweihung eines Kindergartens in Mera (Äthiopien). (Foto: privat)
Einweihung eines Kindergartens in Mera (Äthiopien). (Foto: privat)

Seit über dreißig Jahren engagieren sich Rosi und Klaus Krekeler mit ihrem Projekt „Patenschaften von Mensch zu Mensch“ für die Ärmsten der Armen in Äthiopien. Rund 900 Patenschaften und Projekte ermöglichen Kindern einen Schulbesuch, warme Mahlzeiten, medizinische Hilfe sowie Unterstützung für Familien. Außerdem werden Brunnenanlagen, Hütten und Frauenprojekte finanziert.

Viele der unterstützten Familien leben in der Region Nekemte westlich der Hauptstadt Addis Abeba. Vor Ort arbeiten Rosi und Klaus Krekeler eng mit Bischöfen, Priestern sowie Ordensschwestern und -brüdern zusammen. Einer der Ansprechpartner ist Priester Abba Tesfaye Tegegn. Gemeinsam besuchen sie Slums und abgelegene Regionen, um gezielt Hilfe zu leisten.

Ein besonderes Projekt entstand durch die Unterstützung der Sternsinger und der Kirchengemeinde Peckelsheim: In Äthiopien wurde ein Kindergarten gebaut, der den Namen „Mariä Himmelfahrt“ trägt.

Früher reisten Rosi und Klaus Krekeler zweimal im Jahr für mehrere Wochen nach Äthiopien, um sich persönlich ein Bild von der Situation zu machen und Hilfe direkt vor Ort zu leisten. Auch heute ist ihnen dieser unmittelbare Kontakt sehr wichtig. Im kommenden Herbst steht nach zwei Jahren erneut eine Reise an, auf die sie sich schon sehr freuen und intensiv vorbereiten. Diesmal werden sie nicht allein unterwegs sein: Eine Lehrerin, eine Ärztin und Rosis und Klaus´ 29- jähriger Enkel begleiten sie. Die Kosten für die Flüge tragen alle Beteiligten selbst. In den zwei Wochen in Äthiopien wollen sie insgesamt 24 Orte besuchen und sich über die aktuelle Lage informieren.

„Wir können Äthiopien nicht retten, aber wir können denen helfen, die uns begegnen“, sagen Rosi und Klaus Krekeler.

Die Aufgaben innerhalb des Projekts sind klar verteilt: Klaus Krekeler (79) kümmert sich um die Buchführung und die Finanzen – eine verantwortungsvolle Tätigkeit, denn die eingehenden Spenden müssen sorgfältig verwaltet werden. Rosi (76) übernimmt den Schriftverkehr und behält den Überblick über alle Paten und Patenschaften. Für jedes unterstützte Kind hat sie eine Dokumentation mit Foto und persönlichen Daten, die an die Paten weitergegeben werden.

Auch in Bad Driburg sind Rosi und Klaus Krekeler ehrenamtlich engagiert. Sie arbeiten im Eine-Welt-Laden mit und setzen sich dort für fairen Handel ein. Außerdem sind sie bei den „Grünen Damen und Herren“ im St. Josef Hospital Bad Driburg tätig, wo sie Zeit, Zuwendung und Unterstützung geben.

Die Aufenthalte in Äthiopien sind für beide stets mit vielen intensiven Begegnungen verbunden. Im Laufe der Jahre haben sie dort zahlreiche Freundschaften geschlossen – vor Ort kennt man sie einfach nur als „Rosi und Klaus“. Gleichzeitig sind ihre Aufenthalte nicht ohne Risiko: Rosi und Klaus haben kriegerische Auseinandersetzungen miterlebt, brennende Container gesehen und gefährliche Autofahrten überstanden. Dennoch schöpfen beide immer wieder Kraft und Mut aus ihrer Überzeugung und aus den positiven Veränderungen, die ihre Arbeit bewirkt. Immer wieder erleben sie dabei auch die große Dankbarkeit der Menschen in Äthiopien. Diese zeigt sich während der persönlichen Begegnungen auch in vielen Dankschreiben an die Paten. Oft sind sie liebevoll gestaltet mit kleinen Zeichnungen und eigenen Texten der Kinder.

Heute wünschen sich Rosi und Klaus Krekeler, dass ihr Projekt „Patenschaften von Mensch zu Mensch“ auch in Zukunft weitergeführt wird. Sie sind auf der Suche nach engagierten Nachfolgerinnen oder Nachfolgern, die die Arbeit fortsetzen. Neue Paten sind jederzeit herzlich willkommen. Auch Einzelspenden helfen und kommen direkt den Menschen vor Ort zugute.

Spendenkonto: Missionsgemeinschaft des Apostels Paulus
IBAN: DE38 3706 0193 1052 9350 20
Homepage: www.menschzumensch.org
Telefon: 05253/9748802

Leitspruch:
„Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum.
Wenn viele gemeinsam träumen, ist es der Anfang einer neuen Wirklichkeit.“
Dom Hélder Câmara (1909–1999) - brasilianischer Erzbischof

Eine langjährige Patin brachte es auf den Punkt: „Angesichts ihres unermüdlichen Einsatzes über so viele Jahre hinweg wäre eine öffentliche Ehrung für Rosi und Klaus Krekeler mehr als verdient – eigentlich längst überfällig.

north