Reisen erweitert den Blick – und inspiriert seit Jahrhunderten Künstler:innen, neue Perspektiven auf die Welt einzunehmen. In der aktuellen Sonderausstellung „Landschaftspartituren – Christiane Hamacher” im Museum Schloss Fürstenberg trifft Fotografie auf Porzellanmalerei – über 200 Jahre voneinander entfernt und doch beide vom Unterwegssein als kreativer Quelle inspiriert.
Die Kasseler Künstlerin Christiane Hamacher sammelt auf Zugreisen flüchtige Landschaftseindrücke und formt daraus analoge Fotocollagen, die wie visuelle Melodien erscheinen. Ihre „Landschaftspartituren” treten in einen spannungsvollen Dialog mit ausgewählten Fürstenberg Porzellanen aus dem Bestand des Museums Schloss Fürstenberg, der Sammlung Reichmann und dem Museum August Kestner in Hannover. Darunter eine Vielzahl von Porzellanen aus dem 18. Jahrhundert, gestaltet von Pascha Johann Friedrich Weitsch. Auch er hielt Landschaftsmotive fest, die er auf Reisen entdeckte – und brachte damit topographisch erfassbare Landschaftsmalerei erstmals auf Porzellan.
Unter dem Motto „Triff die Künstlerin!” können Besucher sich am 18. September um 18 Uhr einem Ausstellungsrundgang mit der Künstlerin und Museumsleiter Dr. Christian Lechelt anschließen und spannende Einblicke in das Thema Landschaftsdarstellungen erhalten.
Die Ausstellung „Landschaftspartituren – Christiane Hamacher” kann bis zum 5. Oktober im Gerverot-Saal des Museums besichtigt werden, dem höchst gelegenen Ausstellungsraum des Museums. Hier ist der Blick in die umgebende Landschaft am eindrucksvollsten: Er führt vom ausgestellten Porzellan und der Bildkunst Christiane Hamachers direkt hinaus in die Weite des Weserberglands – und verbindet so künstlerische Perspektiven mit realer Landschaft.