Unter dem Motto gelebter europäischer Freundschaft hat die Stadt Höxter in den vergangenen Tagen Gäste aus ihrer französischen Partnerstadt Corbie begrüßt. Das mehrtägige Begegnungstreffen stand ganz im Zeichen des persönlichen Austauschs zwischen Bürgerinnen und Bürgern aller Generationen und unterstrich eindrucksvoll die seit mehr als sechs Jahrzehnten bestehende Städtepartnerschaft.
Höhepunkt des Besuchs war ein festlicher Abend in der Schlossgastronomie Corvey, bei dem die Delegation aus Corbie unter Leitung des Präsidenten des Partnerschaftskomitees, Jean-Paul Anselme, ein außergewöhnliches Gastgeschenk überreichte. Eine kunstvoll gestaltete Windfahne mit dem markanten „C“ für Corbie, begleitet von zwei Raben als Symbol der Stadt und einem Hinweis auf die 524 Kilometer Luftlinie zwischen beiden Partnerstädten, wurde Bürgermeister Daniel Hartmann feierlich übergeben und von den rund 70 anwesenden Gästen mit großem Applaus gewürdigt.
Bürgermeister Hartmann betonte in seinem Grußwort die besondere Bedeutung des Treffens: „Wir sitzen hier genau dort, wo Städtepartnerschaften hingehören. Gemeinsam an einem Tisch. Das ist oft die beste Form europäischer Diplomatie.“ Zugleich dankte er allen Beteiligten, insbesondere den Gastfamilien und ehrenamtlich Engagierten, die den Austausch erst möglich machten: „Man reist nicht einfach in eine andere Stadt. Man kommt zu Freunden.“
Das Programm des Besuchs war geprägt von vielfältigen Begegnungen und gemeinsamen Aktivitäten. Neben einem Ausflug nach Paderborn mit zweisprachiger Stadtführung standen auch der Besuch der Ausstellung zu Adalhard von Corbie im Historischen Rathaus sowie ein gemeinsamer Gottesdienst in Corvey auf dem Programm. Die historischen Bezüge zwischen Corbie und Corvey verliehen dem Treffen dabei eine besondere Tiefe.
Seit der Begründung der Partnerschaft im Jahr 1963 hat sich die Verbindung zwischen beiden Städten stetig weiterentwickelt und ist heute eine der größten und aktivsten Städtepartnerschaften im Kreis Höxter. Getragen wird sie insbesondere durch das Engagement zahlreicher Bürgerinnen und Bürger sowie durch die enge Zusammenarbeit der Partnerschaftskomitees in beiden Städten. Hervorzuheben ist dabei auch die langjährige Arbeit von Jocelyne Lambert aus Brenkhausen, die als zentrale Brückenbauerin zwischen den Partnerstädten wirkt und für ihr Engagement bereits mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.
Auch der Rabe als Wappentier von Corbie stand symbolisch im Mittelpunkt der Begegnung: Er steht in der Heraldik für Klugheit und Wachsamkeit. Eigenschaften, die auch die gelebte Städtepartnerschaft prägen, die auf gegenseitigem Verständnis, Vertrauen und kontinuierlichem Austausch beruht.
Zum Abschluss des festlichen Abends würdigte Bürgermeister Hartmann die Partnerschaft als „beste Form europäischer Diplomatie“ und rief zu weiteren Begegnungen auf: „Europa beginnt dort, wo Menschen sich begegnen, miteinander lachen und Freunde bleiben.“
Die Stadt Höxter blickt dankbar auf ein intensives und herzliches Begegnungstreffen zurück und freut sich bereits auf den nächsten Austausch mit den Freunden aus Corbie.